Endlich tagt es bei den Freunden; Vom ewig Rechtsgläubiger: Beste Anwendung der Heilergabe
22. Kapitel
Kap. 41-42
Elihu schleicht hin zum Lager und weint: „O Vater Hiob, ich bin unwürdig, dein Sohn zu heißen“ (Luk. 15, 19). Der Hohe sagt: „Elihu, ist dein Unrecht in der Fremde leichter wieder gutzumachen? Bei Hiob könntest du in Treue dienen, wie es dem Himmel wohlgefällt.“ „Aber meine Schuld würde immer vor mir sein“, heult der Junge.
„Fernab ebenso; die Bilder leben in der Seele. Mörder nehmen sich umsonst das Leben, um vom Mordbild frei zu kommen. Im Jenseits bleibt Getanes haften, bis es ausgeglichen ist. Wer guten Willens ist, den befreit die Gnade.“ Hiob streichelt Elihu: „Gehe hin zum Herrn, lass dich segnen und sei dann mein Sohn.“
Simon wird befohlen: „Hole Eliphas; er weint an der Grube und hat seine Schale in der Hand.“ Ein Auftrag vom Hohen Herrn? Ah, ob man ein bisschen stolz sein darf? Ganz bescheiden . . . Angelangt, greift er nach des Alten Hand: „Komm, der Herr verlangt nach dir!“ „Ach — welcher?“, fragt Eliphas verwirrt. „Erkanntest du Ihn nicht?“ „Doch“, neigt Eliphas den Nacken, „aber . . .“ „Hast du ein Aber, wenn GOTT ruft? Er hat mich extra her gesandt.“ Gebückt folgt der Alte.
Als er in die Kammer tritt, wirft er sich nieder: „Herr hilf und errette mich!“ (Matt. 14, 30) „Du bist gerettet!“ Gott heißt Eliphas sich neben Ihn zu setzen. „Nein, nur am Rande auf der Bank; neben Dir . . .“ „. . . ist für jeden Platz, der Meine Stimme hört und danach tut.“ „Dann freilich“, stottert Eliphas und blickt zur Seite, wo im Wandschatten die zwei andern lehnen. Kann er für sie bitten —?
Der Hohe wendet sich an Zophar: „Eliphas konnte nicht die Sterne deuten; Bildad blieb die Antwort schuldig und bleibt auch der Gnade fern.“ Zusammengekauert erwidert Zophar leise: „Einen hast Du holen lassen.“ „Allerdings! Weil er mit zerbrochenem Herzen die kaputte Schale in den Händen hielt. Wer gebietet MIR, was Ich diesem oder jenem tue (Joh. 21, 21)? Hiob, erkläre ihnen ihren Unverstand.“
„Du kannst es besser, lieber Herr“, sagt Hiob. „Nun — Dein Wille, den Du aufgeopfert, nur nicht aufgegeben hast, ist das oberste Gesetz zur Erhaltung Deiner Werke. Als ich nach dem Lohne fragte, sagtest Du: ‚Große Leidenslasten lösen große Gnadenlasten aus! Wir sind um einen Groschen (Matt. 20, 2) eins geworden, wenn du vom Feld nach Hause kommst!‘ Doch Du dehnst den Groschen, bis er das vierfache Maß Deiner Elle hat (Hes. 47, 3-5). Wer soll, wer könnte sie ergründen?“
„Im Heiligtum ist sie dir kein Geheimnis.“ „O Herr, es fragt sich aber, was und wie man fordert. Nun bitte ich, rufe Zophar wie Du Eliphas gerufen hast.“ „Ich rief ihn sehr“, erfolgt es streng, „nur hört er nicht. Nun Ich ihn angeredet habe, bleibt er sitzen wie ein Stock. Kein Engel bliebe je bei Meinen Worten sitzen!“ Zophar erschrickt. So, jetzt hat er‘s ganz verpasst; nun kann er mit seiner Scherbe wandern, aber nicht nur bis zur Aschegrube.
„Endlich wird es Tag“, deutet der Hohe rückwärts. „Zophar, wenn Ich nochmals rufe, erscheinst du dann vor Mir?“ Im Nu liegt der Mensch vor Gottes Füßen und umklammert sie. „O Herr!“ „Setze dich an Meine linke Seite, und wir wollen über den Leviathan reden.“ „Herr, den kenne ich aber wirklich nicht“, erwidert Zophar ganz naiv.
„Du kennst ihn wohl! Euch war der begegnet (Kap. 11, 24; 15, 22 f.), den ihr Hiobs Teufel nanntet. Den bösen Schwanz habt ihr ihm angehängt. Hast du ihn gerufen, um mit ihm zu streiten? Du bist entsetzt, man dürfe ihn nicht nennen, da käme er gleich angefahren. Das auch! Aber meistens ist er da, ehe man es sich versieht. Er behauptet kühn: ‚Wer tut mir etwas eher, dem ich es vergelten soll? Mein ist alles unterm Himmel und die ganze Welt!‘ Dazu muss ICH nun sagen:
Er fiel aus Gottes Ordnungsbahn, verlor sein Licht und irrt jetzt durch die Schlacke, bis Opferhände ihn zum Stillstand zwingen. Dann kann er umgewandelt werden und wird wieder, was er einstens war: ein Meisterstück, ein Glanz in aller Gottesherrlichkeit! Ihr sagt mit Recht, er hätte großen Einfluss. Seht, die scheinbar tote Masse ballt sich um das Gold, das nicht mit Händen, nur mit starkem Feuer zu schmelzen ist. So bei Satanas. Nur Mein Lebensfeuer macht ihn wieder frei, wodurch der Schlacke mitgeholfen wird.
Bald ist‘s soweit, dass das schwerste Stück zerbricht. Hiob hat den Ofen vorbereitet, wo es in die Schmelze fällt. Mein Opfer ist die Schmelze! Satan wollte Hiobs Flamme fressen, die er vom Heiligtum zur Erde trug. Doch die Geduld (Jak. 5, 11) bewahrte sich ihr Licht, bis diese Gnadenstunde das Gespinst zerreißen konnte.
Ihr meint, Hiob wäre also größer als der erste Stern? Nein! Doch die Opferfähigkeit stellt ihn über den Gefallenen. Der Erste war das größte aller Lichter. In gewisser Hinsicht, weil vom Schöpfer wunderbar zugelassen, in welcher Zulassung am Ende sich Sein Wille offenbart, hat Leviathan-Satanas noch immer große Kraft. Schwerlich widersteht der Mensch; und ohne GOTT ist nichts getan!
Seine Ränke sind den eng gefügten Schuppen gleich. Wer greift da durch, um dieses Herz zu fassen, den harten Mühlenstein —? Er frisst die Schuldigen und die Kinder, den Löwen wie das Lamm. Ihm ist alles gleich. Stolz hatte er sich einst erhoben, und stolz bleibt er, bis Stück um Stück vom Licht bezwungen ist.“
„Herr“, sagt der Arzt, „Du kündest, dass Dein Opfer noch erfolge, durch das der Stern vom Gnadenfeuer gänzlich umgeschmolzen werden soll. Ich weiß nicht, ob Du Dich selber opferst; und wenn, so wüsste ich kein ‚Wie‘! Ist alles Deiner Hände Werk, wie kann sich da der Erstling tummeln wie er will? Er müsste doch in jener Bahn zu halten sein, die der Schöpferwille zieht. Mir ist unerklärlich, dass über Grenzen, die Du der Werke und nicht Deinetwegen hältst, ein Kind gelangen und außerhalb noch Kraft besitzen kann, wie der Teufel leider welche hat. Erkläre mir es bitte.“
„Wer im Heiligtume steht, im Himmel oder auf der Erde, sieht es im Gnadenlicht. Der Mensch will von seiner Warte aus das Bestehende zerpflücken.“ „Mir fehlt noch viel“, gibt der Doktor zu, „ich gehöre nicht einmal dem Heiligtum der Erde an. DU bist aber jetzt bei uns, nun für mich das ‚Höchste Heiligtum‘! Berühre bitte unsere Herzen, bis wir in Deinem Licht die Wahrheit Deiner Gnade sehen.“
„Gut gesprochen! Was meinst du, Hiob, ob wir den Altar offenbaren können?“ Hinter Ihm hat Bildad sich die Bank herangezogen. So fühlt er sich ein wenig zugehörig. Er handelte am hässlichsten (Kap. 18, 37; 19, 9). Hiob umschlingt sein Weib. Sein Schmerz ist abgeklungen und die Himmelsseele jauchzt: ‚Ich bin im Sankt Sanktuarium!‘ Eifrig erwidert er:
„Ja, es ist möglich, unser lieber Herr! Sieh, als Deine Ersten einst am Ordnungstag erwachten (siehe das Werk „UR-Ewigkeit in Raum und Zeit“), erkannten sie nur Stück um Stück. Doch das Unverstandene ging ihnen nicht verloren. Dein Heiligtum bewahrte Wort und Werk. Desgleichen jetzt. Auch ich erwarte freudig Deine Lehre.“
Gütig sieht der Hohe alle an. „Mein Freund“, sagt Er zum Arzt, der ob der Anrede tief erglüht, „du unterscheidest Dinge, die manch einer gar nicht kennt. Höre: Der Stern war das erste Schöpfungskind, Sadhana, rein, gut, hoch begabt. Mit dem Wachsen der Begabung, die der Schöpfer allen Wesen schenkte, bildete sich ihre Kraft. Diese in der GOTTHEIT ebenbürtig mit der Macht, Gewalt und Stärke — ist geschöpflich unter Gottes Macht gestellt!
Teils hast du recht, dass jedes Wesen in der Bahn des Schöpfers bleiben muss, weil keines außerhalb bestehen kann. Ein Außerhalb ist Gottes unerkanntes Licht, ist ‚Raum und Zeit in der UR Ewigkeit‘, der Quell, der den Geschaffenen das Leben gab.
Zwar fern dem Lichte und wie hinter Meinem Rücken“, Bildad durchführt ein Stich, „bleibt das Kind mit seinem freien Tun und Lassen innerhalb der Schöpfergrenze. — Nun noch etwas von Tat und Kraft. Die Tat steht jedem Wesen zu, ob licht, ob finster, auf Welten oder einem Stern. Dazu bedarf es freilich jener Kraft, die der Schöpfer pur zum Segen aller Kinder unter Seiner Macht behielt. Hingegen ist die Ausdauer in der Kraftbenutzung jedem überlassen.
Satanas zersplitterte die Tätigkeit durch ungerechte Schaffung. Seine Eigenkraft ist nicht mehr groß, seine Höllenkraft ist noch geeint, zumal in den Dämonen. Gestört hat er manches gute Werk, doch nicht zerstört! Die Lichter gehen ihren Weg. Will Satan nicht den kürzesten, nun — so tut‘s der Himmel in Geduld auf langem Pfad.
Die Scherbenträger könnte Hiob mit einer Bitte an ‚Seinen lieben Herrn‘ von dannen jagen wie ertappte Diebe, die ins heilige Gehege brechen, um den Tempel zu berauben. Er tat es nicht! — Nun meintest du, ein Gottesopfer (Jes. 11, 10, 53, 3-7) müsste Satans Kraft zerbrechen? Höre zu! Grundgemäß ist Sadhana die Einzige, um die Mein Opfer geht. Zertritt den Kopf der Schlange, die dich umwunden hat; und du kannst noch sterben, weil ihre Glieder sich im Todeskampfe mit erhöhter Kraft zusammenziehen.
Der ‚Kopf der alten Schlange‘ (1. Mos. 3, 15; Off. Joh. 12, 9) wird zertreten; doch ihr Leib, die ungerechte Schaffung, windet sich bis zum Sonnenuntergang. Erst dann stirbt das Verderben! Nicht von ungefähr, dass ihr Tod in die Letztzeit der Materie, in die so genannte ‚Abendzeit der Welt‘ (Off. Joh. 20, 14; 22, 3), auch in das Abendland, außerdem in die ‚Schöpfungsabendstunde*[v10]‘ fällt. Es gibt nichts, was GOTT nicht doch zusammenfügt, eines in das andere. — Noch diese Frage:
Warum musste Hiob leiden? Er fragte, aber in Geduld. Hohe Geister leiden für die Materie. Ihr wähnt, die Guten wären frei, die Bösen trügen sich die Früchte selber ein. O ja! Aber Leid- und Lastaufnahme haben eigenes Gesetz. Wer vom Sanktuarium kommt, trägt kein Soll für sich allein, bis auf jenen Teil, der der Adamssünde unterliegt. Er nimmt vom Schöpfungsschuldner einen Teil und wird so ein Schuldner dem Verleiher gegenüber. Letzterer bin ICH!
ICH übernahm die ‚Titelschuld‘ (siehe 3. Markstein „Golgatha“), in der Materie aufgekommen. Dadurch bin ICH der ewig-einzige Rechtsgläubiger, der die Grundschuld selbst bezahlt? Könnt ihr Mich aber einen Schuldner nennen? Desgleichen nicht die Kinder, die zu Mit-Opferwegen niedersteigen. Sie übernehmen fremde Schuld und werden nur der Schöpfung, niemals MIR gegenüber Schuldige!
Darin waltet mit der Ausgleich zwischen Schuld und Sühne. Es ist mehr als Gnade, wenn Kinder Mit-Entsühner werden. Die rechte Seite solcher Gnade ist eine Anleihe an alle, von den Treugebliebenen bezahlt, die der Gestürzte schuldig bleibt.
Ich nannte noch die Adamssünde. Diese, nur im Ablauf materieller Gesetzmäßigkeit berechnet, wird gutenteils durch Weltinkarnationen ausgeglichen. Denn die Opferpilger sind auch Gläubiger dem Werke gegenüber, das sich an den Gestürzten halten muss, dessen Fall die Opferpfade forderte. Seine Schuld erhöht sich dadurch sinngemäß um vieles mehr, als sie in ihrem Ursprung war.“
Hiob hebt die Hände: „O Herr, da wäre der Getreuen Straße ganz verkehrt! Was sie entsühnen hülfen, würde durch ihr Gläubigerrecht dem Grundschuldner wieder aufgebürdet. Sagen wir: Sie lösen tausend Goldstücke aus, wäre demnach nicht das ganze Opfer tausend mal tausend Säckel Goldes wert? Da müsste Satans Schuld für GOTTES Opfer zehntausend mal zehntausend (Dan. 7, 10) Stücke sein. Die Grundschuld bliebe außerdem bestehen. Wo ist da Deine Sondergnade?“
„Aus dem Priester kommt die Gnade; er söhnt Gläubiger und Schuldner aus. Du hast oft geopfert. Dass eine Gabe nicht versöhnt, heiligt nicht der Glaube an Versöhnung und die Liebe in der Dienstbarkeit das Opfer, weißt du genau. Dein Glaube betete den SCHÖPFER an, den PRIESTER deine Liebe. Ein Opfer wird durch Feuer umgewandelt. Also wandle Ich Gebet und Dienst im GOTT-Herzen um, aus dem der Opfersohn ersteht. Die Anbetung gehört dem VATER, der die Umwandlung in Barmherzigkeit vollendet.
Ebenso wird aus dem Schuldanteil ein Gläubigeranteil, weil die Treuen das ‚Aufgelesene‘ nicht für sich behalten. Sie legen es auf den Heiligen Herd im Sanktuarium nieder, womit es Gläubigeranteil der GOTTHEIT wird. Die Priestergnade sieht es als Gott-Schuld an die Kinder an. Das bedeutet: Gottes hohes Soll, das — zweckgebunden — Er schon vor Äonen auf sich nahm, ist Grundanteil des UR-Opfers, aus Seinem freiherrlichen Willen aufgebracht.
Der Schöpferwille bleibt über allem Kindeswillen hocherhaben, wie du, Mein Freund“, gemeint ist der Arzt, „richtig dachtest: Außerhalb der Gottheitsgrenze gibt es nichts! Mein Wille ist zum Segen und zur Freude jedes Kindes diese Grenze. Der Raum ist groß, die Zeit ist ausgedehnt (Jes. 40, 22; Ps. 104, 2). Jeder kann im Vermögen von Befähigung und Kraft nach Herzenslust tätig sein.
Wer sieht die Grenze eines Tagesfeldes, das der Schöpfer werden lässt? Seht ihr den Morgen dämmern, den Abend sich verflüchten? Zöget ihr gen Osten, von woher die Sonne kommt — ihr kämet nie dahin, die ‚Geburt des Morgens‘ anzusehen. Genauso auch der Abend. Umlauft die ganze Welt — und nie zeigt sich der Anfang noch das Ende eines Tages, einer Nacht, wie sie aus dem Kosmos niedertauen.
Hier im Kleinen, im Reiche überherrlich, erleben auch die höchsten Kinder niemals anders einen Tag. Frei auf jedem Tagesfeld, sind sie dennoch eingebunden, eingesegnet in die Raum- und Zeitgrenzen, die Mein Schöpfertum den Werken gibt. Habt ihr das verstanden?“ „Mein lieber Herr!“ Hiob strahlt. „Verstanden wäre ja zuviel gesagt; aber Deine Größe, Herrlichkeit und Liebe, Deine Güte haben wir erkannt. Herz, Geist, Seele und Gemüt beten Dich in Demut an. O segne uns, damit wir ganz in Deiner Gnadengrenze bleiben.“
„Ihr seid gesegnet, auch jener, der sich fortgestohlen hat.“ Armer Bildad, schleppst deine Last allein, und hättest sie so leicht ins Vaterherz versenken können. Simon startet schon, obwohl Bildad ihm der Widerlichste war (Kap. 12, 22). Der Herr hält ihn zurück:
„Nein! Er trägt seine Unwürdigkeit davon. Ich sehe gnädig zu, wie er gutzumachen sucht. Auf andere kommt‘s an, ihm zu helfen.“ Eliphas und Zophar springen auf: „Herr, dürfen wir?“ Ein Augenstrahl. „Wohl euch! Hiobs Krankheit geht in sieben Tagen auf ihn über. Dann tragt keine Scherben hin, sondern . . .“ „Nie wieder“, wagt Eliphas zu unterbrechen. „Hilf uns, in Demut zu verbleiben.“ Der Hohe lächelt, und sie eilen fort. Darnach sagt der Herr zum Arzt:
„Freund, die Heilerkraft betrachte fortan als umsonst empfangen“ (Matt. 10, 8 ). Der Doktor wird glührot. Alles will er zurückerstatten. „Das unterlasse nur. Was du übrig hast, gib Kranken; Gesunde können sich ihr Brot verdienen. Lege nie die Hände offen auf, es würde kaum erreicht, was Meine Gabe will. In Strömen kämen sie und sagten: ‚Wir glauben‘, weil Gesundheit ihrem Dasein dienlich wäre, nicht aber immer ihrer Seele, um die es letzten Endes geht.
Du bekämest Ungemach von jenen, denen ICH noch lang nicht helfen will. Für die Seele ist es besser, wenn der Leib allmählich heilt. Mit guten Kräutern, die Ich wachsen lasse, wirkt die Heilerkraft am besten.“ Aufgewühlt fasst der Arzt nach Gottes Hand: „Dir, Herr, sei Dank für Deine Gnade. Hilf mir, Deine Hände immer festzuhalten.“ „O lieber Herr“, stimmt Hiob ein, „das bitte ich für alle, auch die zum Haus und Land gehören.“ Um den Herrn geschart, segnet Er sie, ebenso den Herzensbund von Priguhas und Ismaha.
Ra-Tana bittet: „Herr, Du bist der höchste Gott, es gibt keinen außer Dir (1. Mos. 14, 19; Jes. 44, 6; Mark. 12, 32)! Frevel wäre, Dir ein Irdisches zu bieten. Aber sieh, in meinem armen Herzen sind noch keine Gaben, die ich Dir opfern könnte. Darf ich Dir dafür ein Mahl bereiten?“
„Das, Ra-Tana, nehme Ich mit Vaterfreude an. Damit gibst du Mir dein ganzes Herz!“ Ihre schönen Augen strahlen gläubig und getröstet auf. Außer Hiob eilen alle fort. „Ein paar gute Freunde könnten wir wohl laden. Ich meine“ — der Doktor stockt ein wenig, „Ra-Tana, bereite Gott ein Abendmahl.“ „Das will ich tun!“
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