Wunderbare Lehre auf dem ‚Stern der großen Hoffnung
1. Kapitel
Goldrot läßt die Sonne ihre Morgenstrahlen über jene Hügel gleiten, die ein weites, wunderbares Tal umsäumen. Die Natur ist rein, die Orte schön, die wie bunte Karos anzusehen sind. Dabei gibt es keine harten Grenzen; alles ist in freier Symmetrie geordnet. Wälder, Wiesen, Gärten, Felder zeigen eine Vielfältigkeit, daß kaum die Fülle aufzunehmen ist. Und nur das Herz kann dankbar jauchzen ob der Herrlichkeit, die GOTT gegeben hat.
Das denken auch drei Leute, die aus einem Ort heraus zur nächsten Höhe streben. Ihre hellen Kleider sind aus feinstem Stoff. Trotz Farbenunterschied sieht alles licht und freundlich aus. Ruhig gehen sie des Wegs; ihre Reden sparen sie sich auf die Höhe auf. Symbol: wenn wir reif geworden, wenn wir ‚oben‘ sind, ist das Wichtigste erst zu besprechen. In das ‚uns‘ schließen die Gedanken alle ein, die in ihrem Lande wohnen.
Oben angekommen, lassen sie den Blick erst bis zur fernsten Ferne schweifen, soweit ihr Auge schauen kann. Moosbewachsene Steine, wie bequeme Bänke, bieten hier den schönsten Platz, um auszuruhen, neue Kraft zu sammeln und — wie nun geschehen soll — die Wichtigkeiten vorzunehmen, die dem Lande, das von den drei Obersten verwaltet wird, zum Besten dienen sollen.
„Es ist nicht schwer“, beginnt der Älteste, „das zu tun, was der Herr verlangt, richtiger: zu unserm Heile anempfiehlt. Seine Lehre ist die beste, Seine Grundgebote über alle Dinge hoch erhaben, ewig gut! Mit den Unseren ist‘s leicht, Gottes Willen nachzukommen. Aber mit den anderen — ?“
„Beigepflichtet! Aber brauchen wir denn zu verzagen? Was man unter Gottes Führung tut, wird gut, selbst wenn erst kein Erfolg zu sehen ist. Du weißt, Diadjar, im Altenrat habe ich die erste Stimme für die Frauen. Uns ist nichts verborgen, was zu wissen für uns nötig ist. Mir geht es nahe, daß die anderen sich abseits stellen, obwohl sie unsern Schutz genießen, Anteil an den Gaben haben, die dem Volk zu eigen sind. Von GOTT wollen sie nichts wissen, was ja unser aller Leid und Sorge ist.“
Die so sprach, ist die erste Rätin in der Landesführung; sie hat zwischen den zwei Ältesten im obersten Senat den Sitz. Man hat es oft erkannt — sehr gut, daß ihr beizupflichten war. Das bestätigt jetzt der zweite Rat, indem er ihre Hand berührt. Dabei sieht er auf die Fluren, auf die Orte, auf all die Schönheit, unter ihren Füßen ausgebreitet liegend.
„Du hast recht, Olyanda. Gott gab dich unserm Volke bei, weil du eine hohe Weisheit hast, besonders in der Landesführung. Wir haben einen weiten Blick, von Gott gesegnet, wir können nicht nur unsern Stern in vollem Umfang überschauen; nein — wenn wir wollen, sehen wir auch andere Gestirne, deren Lebewesen oder Menschen, all ihr Tun und Lassen, und wie in der Materie vieles allzu dunkel, schwer und drohend ist.
Zumal auf jener Welt, von Gottes Licht umstrahlt und am fernsten von Ihm Selbst, wie keiner von den ungezählten Sternen (Planeten der Materie), nimmt das Dunkel überhand. Darum kamen wir zur schweren Frage: wenn dort das Fürchterliche auszubrechen droht, kann es da unseren Stern, kann es andere betreffen, auf denen Gottes Kinder friedlich leben?“
Er winkt Diadjars, des ersten Rates, Einwand ruhig ab. „Ich denke so wie du: es wäre auch des Lichtes Dienst, wenn wir ein Chaos der Materie mitzutragen hätten, wenn wir — “ Trotz festem Glauben, Liebe und der Treue, Gott gegenüber, folgt ein Seufzer, der nicht ihnen selber gilt. Er gilt bloß dem großen, wunderbaren Ziel, in dessen Ablauf oder letzte Abendseligkeit sie längst mit einbezogen worden sind.
„Seufze nicht zu sehr, lieber Malluredus“, lächelt da die Frau, „wenngleich das Seufzen mit am Platze ist. Ich glaube nicht, daß eine Katastrophe, dort, wo die Erde ihre Kreise zieht“, Olyanda weist in diese Richtung, wo man auch bei Tag die Sternen- und die Weltenheere wandern sieht, „ihre schlimmsten Wellen bis in unser Lichtgefilde schlagen, werden.“
„Und wenn doch?“ fragt Diadjar ernst. „Nun, dann wissen wir, daß der ‚große Tag des Tat-UR-Jahres‘ sich dem Ende nähert“, entgegnet Malluredus. „Und das Wie und Wo — ? Wir brauchen es noch nicht zu wissen. Es ist das Herrlichste von aller Herrlichkeit, eines um das andere zu erhalten und so von einer Sprosse zu der anderen in eben diese Abendseligkeit empor zu steigen.“
Er wendet sich dem Ersten zu: „Wir besprechen das am Abend. Erst ist zu beraten, ob und wie wohl eine Katastrophe abzuwenden wäre, zumal für jene Welt, auf der sich alles überstürzt. Es gibt zwar manches Gute, manche helfen fleißig mit, es auszubreiten. Doch die Masse ist so gottentfremdet, nur weltlich ungeheuer daseinsnah, daß sie über ihre eigenen Errungenschaften stolpern. Ihr Fortschritt ist ihr Untergang! Wessen? des Planeten? der Menschen — ?“ Olyanda wehrt leicht ab:
„Wir wissen es noch nicht, trotz unserm weiten Blick, in das All und in die Zukunft der Materie zu sehen. Dennoch denke ich, daß wir nicht betroffen werden. Aber wenn, dann bloß in unserer Arbeit für die Fernen. Und wir wollen willig tragen helfen.“
„Hast recht“, meint der Älteste, „bist ja die erste Rätin unseres Landes. Wir fahren gut, wenn wir deine Weisheit anerkennen.“ „Aber Freund Diadjar, was sagst du da?“ Die Frage ist kein Vorwurf, mehr ein selber ungenaues Überlegen. „Du weißt besser noch als ich — ich nehme dich beim Wort — ‚ bist doch selbst der Erste unseres lieben Sternes, daß unser aller Wissen, ist es gut und rein, von Gott, vom Schöpfer-Vater kommt!
Hat Er uns denn nicht gesegnet?, Selber uns ins Amt gesetzt? Er belehrte uns im Heiligtum, wie wir unsere Pflichten lichthaft zu erfüllen hätten. Wir wollen uns nicht gegenseitig loben, uns nicht selbst erheben; das überlassen wir den Leuten auf der dunklen Welt. Jene überheben sich, die auf ihrer ‚Abgrund-Wissenschaft‘ zur Höhe rasen, ahnungslos, daß die Tiefe tiefer ist als ihre angestrebte Weltraumhöhe.
Die zwar Gott erkennen und immer von Ihm reden, viele, die sich ‚göttlich‘ wähnen, ahnen gleichfalls nicht, daß sie — je näher sie sich selbst an Gottes Seite rücken — dem Lichte ferne stehn, und — ihrem Gott! Denn nichts zerbricht den Glauben und den Weg so sehr — auch materiell, was ebenfalls gesegnet ist, sofern es bloß dem Guten dient — ‚ als jede Überheblichkeit!
‚Wer glaubt, daß er stehe, der sehe zu, daß er nicht falle!‘,
ward uns auch gelehrt. Im Reich geschieht das nicht; doch bewahren wir das Wort, so geht ein Lichtstrom hin zur kleinen Welt, hin zu denen, die trotz Wissen leugnen, ob und wie das Sternenheer bewohnt und lieblich eingerichtet ist. (Joh. 14, 2)
Wer die Welt verlassen mußte, ist — bis auf die dienstbereiten Lichtkindgeister — baß erschrocken, wenn er im geleugneten Jenseits zur Erkenntnis kam, die Selbstbewußten wie am Rande aller Gottes-Herrlichkeit sich wiederfanden.“
Diadjar steht vom Moossitz auf und geht hin und her. Dann greift er nach den Händen beider Ratsmitglieder: „Auch dieses Thema heben wir auf später auf. Wir wollen schlüssig werden, was vordringlich erledigt werden muß, hier auf unserer Höhe, auf der wir erst vor kurzem von IHM SELBST, Dem unsere Liebe gilt, gesegnet wurden. Es handelt sich jetzt um die ‚anderen‘.
Selbstredend mußten wir in unserer eigenen Entwicklung manches überwinden, haben uns von Gottes heiliglieber Vaterhand erst formen lassen, um das uns anvertraute Volk zu lenken. Der Schöpfer-Vater gab uns dazu Seine Kraft, die wir für die Arbeit brauchen. Auch hat Er hier am Ort bestätigt, daß Er Sich über unsere Mühe freut: Wie waren wir beseligt über dieses Gnadenwort!“ Olyanda und Malluredus nicken ernst dazu.
„Wir haben auch“, fährt Diadjar in der Rede fort, „manche Fremde aufgenommen, haben uns bemüht, jedem auf dem Weiterweg zu helfen, und manche konnten wir der Volkschaft einverleiben. Sie haben es uns stets gedankt. Die meisten kamen von der dunklen Welt; doch auch von anderwärts wurden welche hergeführt. Die letzthin kamen, einige geführt, viele aber einfach bei uns eingebrochen, bereiten uns die größte Sorge.
Vertreiben wollen wir sie nicht. Aber manche unseres Volkes haben vor den Dunklen Angst. Es ist nicht immer leicht, zu merken, warum geschieht, was nicht in unsere Reihen, nicht zu unserm Sternenland gehört. Gewiß ist‘s Gottes Wille, Seine heilige Erbarmung mit den Dunklen, damit sie auch errettet würden. Mitunter sieht‘s sogar im Lichte aus, als käme ‚alles von allein‘, als würde Gott Sich nicht um diesen Kleinkram kümmern.
Der Gedanke hemmt, einen Rechtsentschluß zu formen, für das Volk und für die Fremden, die wir nicht für immer hier belassen können. Wir dürfen jeden Ärgsten weiterleiten, in die anderen Sphärenstände — nicht darum, weil sie es verdienen; sondern dort sind Höhere, als wir es sind. Und das ist immer für sie gut, gerecht gelenkt. Dort können sie dem Lichte nimmer widerstehen — zu ihrem Heil, zu ihrer eigenen Umwandlung.
Was ist jetzt zu tun? Wir könnten diese neue Gruppe teilen. Die sich etwa leiten lassen, würde ich ins ‚Tal der Trauer‘ bringen, wo man sie leichter überwachen und betreuen kann, die Ärgsten sind ins ‚Tal der Schlucht‘ zu führen. Wir wunderten uns oft, weshalb hier, auf dem schönen Stern, auf dem wir leben dürfen, es solch armselig dunkle Täler gibt.
Allein — über diesen Tälern sahen wir schon oftmals einen fernen Schein, als wäre er das ‚liebe Lächeln Gottes‘ und Sein Wort:
‚Für immer gehen sie Mir nicht verloren!‘
Wir haben unsre Pflicht an ihnen zu erfüllen, dahingehend, daß sie wenigstens zur ersten Einsicht kommen. Und keiner, der mehr nach Licht verlangt, als wer im Finstern lange hausen muß. Eine bittere Arznei, aber eine heilig-gute! Wie denkt ihr darüber?“ Diadjar setzt sich wieder hin und sieht die beiden Freunde an.
„Fragen wir im Tempel erst den Herrn, bevor wir handeln“, ratet Malluredus. „Das ist auch meine Meinung“, bestätigt Olyanda. „Ich würde nicht zuerst die tiefste Stelle wählen. Die Täler haben vier Terrassen; etwa wären jeweils die zweitletzten richtig. Da würden diese Seelen sehen, wie schwer es werden kann, wenn sie nicht zur freien Einsicht kommen. Hingegen könnten sie die etwas lichteren Stufen näher vor sich sehen, und das würde ihrer Sehnsucht, ihrer Umkehr dienlich sein.“
Im Lichte gibt es keinen Neid, kein falsches Denken, warum der andere das Bessere erkennt. Man nimmt alles aus des Vaters Hand. Daher drückt Diadjar Olyandas beide Hände voller Freude und ruft:
„O wie gut! Laßt uns gleich zum Tempel gehen. Es ist wichtig, daß die Wesen — zwar so schwer und dunkel — bald zu ihrer Stelle kommen, wo sie hingehören. Wir wollen dafür fleißig helfen, ihren Aufstieg zu erleichtern.“
Dem Hügel gegenüber, hinter jenem schönen Ort, der die Hauptstadt ihres Sternes ist, befindet sich ein Berg, wunderbar bis obenhin mit einer reichen Flora ausgeschmückt, dessen Spitze Gottes Tempel krönt. Auf dem Weg dorthin begegnen sie schon vielen Bürgern; denn auch hier — aber anders als in der Materie — ist die Stadt erwacht. Man schläft nicht wie die Menschen auf der Welt. Ruhe ist die innere Beschaulichkeit, versenken in die Arbeit des vergangenen Tages, das Voraushorchen in die neue Segnung, die jeder Morgen mit sich bringt. Das gilt als Ruhe in der Sternennacht.
Niemand fragt, wohin die Räte gehen; man weiß oder ahnt es, was geschehen soll. Segenswünsche gehen ihnen nach. So stehn sie mit am Hochaltar, als die drei sich vor ihm neigen. Sie waren leichten Fußes eingetreten; doch immer sind sie tief berührt vom Frieden, von der Ruhe, durch die URs ATMA weht. Erst still versunken, dann mit andachtsvollem Beten tragen sie ihm ihr Bedenken vor. Der Mensch versteht es nicht, ob es wirklich wichtig ist, ob sich nicht das Leben von allein erfüllt, bei jedem einzelnen, hier oder dort, vor oder nach dem Tod.
Würde er erkennen, um was es geht, er würde diesen Sternenkindern seine Bitten übertragen, daß die Materie gesäubert, die im Dunkeln Lebenden gerettet würden. Des Lichtes Kinder wissen es, wie viel sie helfen können; sie wissen aber auch, daß UR-Gott höchst allein der Helfer und Erretter ist. ER nimmt jeden Mithilfsdienst in Seine ‚Heilandshilfe‘ mit hinein. Die Gebete der Getreuen senkt Er in den Segensfluß, der unaufhörlich aus dem UR-Zentrum des Lichtes bis zur tiefsten Tiefe der Materie strömt.
Freiherrlich und dankbar stehen die Getreuen vor dem Hochaltar des Herrn und warten, bis die Offenbarung kommt. Nicht nur als ein Licht, das durch Treue längst ihr Eigentum geworden ist, vom Anfang ihres Lebens Gott gehalten und später durch den Mithilfsweg in der Materie, — und wieder nun im Lichte — weiterdienend, soviel der Vater ihnen übertragen hat. Das ist nicht wenig auf dem ‚Stern der großen Hoffnung‘! Das wundersame Licht, auf das sie warten, ist der VATER SELBST! Und Er ist da.
„Meine Kinder, aus Meinem Werk, ewiglich von Mir gesegnet, kommt der Segen über euch und euer Tun. Es ist gut, euch zum Heil und Mir zur Vaterfreude, wenn ihr immer wieder forscht und prüft, daß euch euere Dienstbarkeit gelingen möge, obwohl ihr schon seit eurem Wiedereingang in das Lichtgefilde wißt, wie ihr in allen Dingen handeln könnt und sollt.
Immer gebe ich Mein Wort, das euch trotz errungener Höhe weiterführt in Meine heilige UR-Wesenheit, in Mein Tun und Schaffen, das von keinem Kinde jemals auszuschöpfen, noch zu übersehen ist! Und das stets zum Segen und zur Freude Meines Volkes. Eure Freude wird an Meinem Schöpfer-Jubel angezündet, denn bloß so gibt es für jedes Kind die Segens- und die Freudenquelle, die gleich Meiner Werkmacht nie versiegt.
Was den Kindern zubereitet worden ist, entspringt dem zugedeckten Quell der Mitternacht im UR-persönlichen Ich! Das ist der Kern der Lichtflut aller Herrlichkeit. Den Kern kann keiner sehen, noch an sich erleben. Allein, was aus diesem UR-Lichtkern die Kinder überkommt, für sie ewig unmeßbar, das ist aufzunehmen, ist mit diesem ‚Edelgut‘ zu dienen, wiederum, wie MIR es wohlgefällt!
Es ist nicht so wichtig, welchen Ort ihr für die Dunklen wählt, wo sie sich erst wiederfinden müssen. Wichtig ist, aus liebeernstem Herzen handeln, aus dem Hilfsvermögen, welches ihr von Mir erhalten habt, und aus treuer Dienstbarkeit. Es hat zwar Meine liebe Tochter Olyanda gut gewählt, nicht das Tiefste in den Tälern vorzusehen; doch auch du, Mein treuer Sohn Diadjar, hattest es bedacht, wie den Armen rasch zu helfen wäre.
Also ist der Ort nicht ausschlaggebend, sondern wie ihr plant. Wo der Liebe-Ernst regiert, da regiert Mein Segen offenbar! Gemerkt: So wenig, wie Mein Licht geändert oder aufgehalten würde, so wenig ist der Segensfluß gehemmt, der eben aus dem UR-Kern Meines Lichtes kommt! Doch zum Heil der Armen, in gewisser Hinsicht auch für alle schon im Lichte Lebenden, decke Ich den Segen hin und wieder zu, lasse ihn nur heimlich wirken, ebenso, wie Ich geheim und offen zu den Kindern komme.“
O, wie neigen sich die Lichtbeflügelten, wie sehen sie empor ins gnadenreiche Angesicht. Es berührt nicht Gottes Heiligkeit, daß sie sich in Seine Arme schmiegen. Sie ruhn an Seiner Brust und wissen doch: ER ist der Herr, sie die Dienenden; ER der Schöpfer, sie die Erschaffenen; ER der Vater, sie die Kinder!
Er ist das Ganze, sie ein Teil; Er ist heilig, sie stehen durch die Gnade nur im Lichtstrahl dieser Seiner Heiligkeit — und ist groß und viel, daß sie immer wieder staunen, höchst beseligt sind, wenn sie diesen Lichtstrahl spüren und immer neu erleben können. Auf alle Lichtkindgeister trifft es zu:
‚Ihre Seligkeit hört nimmer auf!‘
Diadjar sagt: „Vater, ewigwahre Liebe, was Olyanda will, das soll geschehen. Es ist gut, wenn die Armen in dem Zwischenraum das Unten und das Oben unterscheiden lernen.“ „Ich stimme zu.“ Malluredus sieht den Vater dankbar an. „Du hast uns die Entscheidung leicht gemacht durch Deine Lehre, Deine Worte, daß wir wie aus eigenem Bedenken handeln können. Deine Führung liegt stets offenbar auf unser aller Weg.
Den Gedankenreichtum Deiner Wesenheit schließt Du nicht zu. Du läßt ihn in uns fließen als Lebendigkeitsgefühl. So wird es unser eigenes Gedankengut. Alle Dinge schöpfen wir allein vom UR-Quell Deiner Herrlichkeit — durch Deine Güte, ehe wir wie aus uns selber denken, reden oder handeln können. Die Folge daraus segnest Du im vorhinein. Ewig sei Dir dafür Dank gesagt.“ Der Dank loht auf, und Gottes Augen leuchten über Seine Kinder hin.
Trotzdem folgt ein schweres Wort: „Die ärmste Gruppe soll ins Tal der Schluchten, dürft sie aber nicht nur bis zum Rande bringen und dann sagen: ‚Fallt hinab‘; oder: ‚Nun steigt nieder!‘, und sie in die Tiefe stürzen dürft ihr nicht.“ Auch im Reiche haben sich des Lichtes Kinder zu besinnen, können einen ‚Lichtschreck‘ haben, der die Herzen wie in Bangnis klopfen läßt: ‚Das können wir nicht tun. Aber was — ?‘
Gerade dies Bedenken führt von einer Stufe zu der anderen, und — diese Himmelsleiter hat kein Ende. Müßig ist, nach dem Warum, nach einem Wie zu fragen. Wer sich der hehren Führung anvertraut, der spürt beseligt, wie sich alle Stufen aneinander reihen, wie jedes gut erreichte Hoch ein herrlich neuer Anfang ist. Solches kommt aus der Unendlichkeit der UR-Gottwesenheit!
Wer wundert sich, wenn die Sternenräte im geliebten Angesicht des Vaters eine Antwort suchen, sich aneinander lehnen, um gemeinsam zu der echten Einsicht zu gelangen? Freundlich sieht der Herr die ‚großen Kinder‘ an und wartet; denn Er weiß: sie entscheiden sich nur gut, weil sie die Schöpfungsfreiheitsprobe und die Beihilfstraße längst bestanden haben. Diadjar sagt auch gleich:
„O guter Vater, Du hast segensvoll gezeigt, was nicht geschehen darf. So allein erblicken wir das Ziel für jede Arbeit, die wir zu erfüllen haben. Manchmal liegt in Deinen Worten schon die Richtung, manchmal stellst Du uns auf einen Kreuzweg hin. Auch heute hast Du es getan und ich erkenne Deine große Liebe, die uns erzieht, auch wenn wir einen Stern betreuen dürfen. Ach, in Deiner heilsgewohnten ‚Zucht‘ zu stehen — welch eine Seligkeit!
Würden wir bloß bis zum Rand mitgehen, es würde niemand selbst hinunterspringen oder steigen; denn sie haben ihre Welt ja hinter sich, zwar schlecht gelebt. Immerhin — sie sind ledig der Materie, ahnen es mit fest geschlossenen Augen, mit noch mehr verschlossenem Herzen, daß die Entscheidung für sie naht.
Ach, sie stehen da wie leere Hüllen, die Schmerzen ihrer Seele können sie nicht leugnen, nicht das Wissen: ‚Wir sind verwandelt worden, leben nicht mehr auf der Welt; nichts halten unsere armen Hände, und wir sind tot in einem unbekannten Land.‘ Sie wissen es noch nicht; woher — wohin! Wurzellos haben sie schon lange Zeit in einer Niedersphäre zugebracht.
Jetzt ist Deine Zeit gekommen, Vater UR, daß sie ‚Kinder‘ werden sollen, Deinem Volke zugehörig. Noch haben sie kein Anrecht an das Licht; unser Stern soll nur ihr ‚Anstoß‘ sein. Es ist schwer, mein Vater UR; gib mir Deine Hilfe, weil ich in die Schlucht mit gehen will. Wie Du stets vor uns einhergewandelt bist, um Dir zu folgen, so will auch ich vor ihnen niedersteigen, ohne daß sie sofort merken, wie tief ihr armes Dunkel ist. Und dort, o Vater, lasse mich ihr Lehrer sein.“
Aus URs Augen hebt ein Strahlen an, davor die Ältesten sich tief verneigen. Den höchsten Strahl verhüllt der Herr, damit die treuen Kinder nebst der Ehrfurcht ihre Freude haben können, Olyanda und Malluredus nehmen ihren Ersten in die Mitte und Malluredus sagt: „O Herr, Vater aller Kinder, lasse mich und Olyanda auch solch Opfer bringen, wie es jetzt Diadjar tut.“
„Wir werden sehen“, lächelt UR, „was es noch zu schaffen gibt. Ihr denkt, das ‚Tal der Trauer‘ wäre leichter zu betreuen, als was Diadjar auf sich nimmt. Ihr werdet es erleben, ob euer Opferstock geringer ist. Die Fragen habt ihr still in euch bewegt und Mir es überlassen, ob Ich eine Antwort geben will. Hier kommt es einmal nicht auf Meinen puren Willen an, sondern ob ihr jene Reife habt, auch das Weitere aufzunehmen. Ich kläre eure Fragen auf; denn noch ist‘s für die Gruppen Zeit, noch können sie sich auf sich selber nicht besinnen. Und so höret zu:
Euere größte Sorge gilt dem Stern, in welche echte Sorge ihr die ferne Welt bezieht. Noch bleibt bedeckt, ob der Mensch mit seiner schädigenden Wissenschaft, daß es im weitgedehnten All nichts Besseres gäbe, die Kraft des Höhenraumes selbst herabzuholen. Tut man dieses, dann wird die Raumkraft sich mit dem verbinden — vom Menschen ungewollt, nicht ahnend, daß und wie es möglich ist — was man an argen Kräften aufgespeichert hat. Der Zusammenprall der beiden Kräfte brächte so viel Leiden, mehr, als in hunderten von Jahren jemals auf der Welt geschah.
Ihr braucht nicht um das zu bangen, was außerhalb des materiellen Raumes ist. Im nahen Umkreis jener Welt kann es wohl zu schweren Katastrophen kommen, wenn die Menschen durch die Wissenschaft, mehr durch ihre Gottes-Losigkeit, die Raumkraft niederzwingen. Diese, immer gut, wird erst dann Verderbnis bringen, sobald sie mit der Kraftmaterie der Welt zusammenstößt.
Manche ahnen schon, daß sie nicht mehr Herr der Kräfte sind, mit denen sie so vieles schaffen. Um dieser willen, die — zwar nur aus Angst — erkennen, stelle ICH das Ärgste ab. Was dennoch kommt, wird man vergeblich suchen, diesen Übeln abzuhelfen. Aber seht, liebe Kinder:
Ich verliere Meine Schöpfung nicht
und nie ein Kind, obwohl viele durch die Trübsal gehen müssen, weil die Trübsalslast zur reinigenden Heilung aller fernen Seelen führt.
Wie sie zum Mond geflogen sind und nichts als Staub und Leere fanden, das MEIN Zeichen war: ihr fruchtloses Haschen, so leer sind deren Seelen, vom Staub der Welt erfüllt. So fänden sie ihr Bild!! Was sie daraus formen, wird letzten Endes nur zum Schaden sein! Der Mond ward arm gebildet; denn Ich ‚besah‘ das Ende der Materie, als sie einst im Werden lag. So war auch dieses ‚vorgetan‘, um den Letzten der Verirrten ihre materielle Ausweglosigkeit zu zeigen.
Ihr sagt mit Recht: ‚Ihr Fortschritt ist ihr Untergang!‘ Daher braucht ihr nicht noch einmal einen Mithilfsdienst der Menschheit anzubieten; ihr könnt es noch, allein im Licht ist‘s besser zu erfüllen. Und seid gewiß: Jeden Lichtgedanken Meiner Heimkehrkinder nehme Ich in Meinen Segensfluß hinein.
Ob er dadurch stärker würde, können nur die Materiellen fragen, nicht ihr! Viele gute Helfer weilen auf der Welt, und ihr seht, daß scheinbar wenig zu bewirken ist. Dabei seht ihr auch, wie stark das ‚Wehr der Gnade‘ ist, das Mein Wirken für die Menschen setzt. Dies genüge euch, um zu wissen, daß euer Platz jetzt hier auf euerem Lichtstern ist.
Also hat die Tochter“, UR legt Seine Rechte auf Olyandas Haupt, „sehr wahr gesprochen, daß von euch ein Lichtstrom jene kleine Welt erhalten hilft, weil ihr Meine Lehre gut bewahret habt — hier im Reich und auch in der Materie während eures Beihilfsweges. Das alles und — freilich Meine Güte — “, Gott lächelt sanft, „hat euch zu Sternenältesten gemacht.
Von nun an sei Diadjar erster Priester, weil er ganz von sich aus mit zur Tiefe gehen will. Nichts ist priesterlicher als der Armendienst, ob für die Seelen oder wie in der Materie auch für weltlich Arme. Daher ist das Priesteramt aus Meinem eigenen UR-Priestertum gesegnet, was freilich keinen treuen Helfern etwas von dem großen Segen Meiner Güte nimmt.
Ihr, Malluredus und Olyanda, sollt das ‚Elternpaar‘ des Sternes sein, einem Priesteramte völlig gleich. Wählt zwei Helfer, Diadjar gleichfalls zwei — nicht zur Tiefe“, wehrt UR ab, als Diadjar Ihn befragt. „In der Zahl der ‚Sieben‘ spiegeln sich die Eigenschaften Meiner heiligen UR-Wesenheit.
Ihr habt es gut erkannt, seitdem ihr wieder in das Lichtgefilde heimgekommen seid, daß auf allen euren Wegen, vorher, während einer Weltenzeit und jetzt wieder Meine Hand euch führte; doch es gilt vor Mir stets euere Mühe, euer Bitten, Flehn und Danken, und die Willigkeit, die sich Meiner Schöpfer-Führung hingegeben hat. Eben deshalb, Meine Kinder, ist es der ‚besondere Segen‘, mit dem ihr euer neues Amt erhalten habt.
Ihr dürft wissen, daß ihr manchen Seelen, sogar Wesen, die noch keinen Weltweg gingen, helfen konntet. Keine Arbeit, keine Not war euch zuviel. Haltet das in euerem Herzensschrein verschlossen. Die Strahlung, die aus echtem Dienen kommt, leite Ich gewißlich weiter — zu Meinem Schöpferjubel, zu eurer Herzensseligkeit!
Noch ist das für euch ein schwerer Punkt, zwar zum Teil schon gut erkannt, warum auf euerm Lichtstern es noch dunkle Täler gibt, die doch eigentlich — nach eurer Meinung — nicht hierher gehörten. Ihr prüft ernstlich, ob dies ein Manko eueres Weges sei. An die euch anvertrauten Himmelsbürger habt ihr dabei nicht gedacht, habt bloß bei euch ein Minderes gesucht. Durchaus gut, soweit es für das Lichtreich dienlich ist.
Ihr wollt den Dunklen helfen, was bloß im Zusammenleben möglich ist. Also müßtet ihr in der Materie leben oder — wie geschehen — sind jene zu euch herzuführen. Letzteren Falles Meine Frage: Wo brächtet ihr sie hin? Sie dürfen nicht in eurer Stätte wohnen, ihr selbst könnt nicht für immer bei den noch Ungebeugten leben, weil sie absolut das Licht noch nicht ertragen können. Es würde ihnen viel mehr schaden, als ihr selbst in eurer höheren Erkenntnis ahnt. Nun — wohin mit ihnen?“
Sagt Olyanda: „O Vater, heilige Barmherzigkeit, Du hast ewiglich bedacht, wie und wo die Kinder leben, sich entwickeln sollen. Und so — obzwar noch nicht das Eigentliche klar erkannt ist es weise eingerichtet, daß unser Stern die dunklen Täler hat. Ja — darf!, sage ich. Also werden sie die rechten Plätze sein, wo die Wandlung mancher Gottesfernen vor sich gehen muß. Das ‚Warum‘ wollest Du uns bitte noch erklären.“
„Ja, liebe Tochter. Solche Täler, wie auf dem Stern der großen Hoffnung, gibt es nicht in jeder Empyreumsstätte, nur im siebenten Sonnenring, der unter Meinem Regimente der Erbarmung steht — für die Armen. Für des Lichtes Kinder heißt die Eigenschaft Barmherzigkeit, wie ihr sie ja bestens kennt.
Diese Täler sind isolierte Plätze, während des Gebrauches dunkel anzusehen, damit ihr wißt, wohin mit einer Gruppe. Für sie wirklich finster als Spiegel ihrer Seelen. Ihr habt erlebt, daß bei mancher Gruppe, die sich umgewendet hatte, hernach das Tal der Trauer und sogar das Tal der Schluchten heller ward. Waren sie geleert, kamen neue Pilger an, so sahen diese Täler wieder drohend aus, stets nach der Verfassung derer, je daselbst die Umkehr finden sollten. Also braucht es euch nicht mehr zu schrecken, warum der Lichtstern solche scheinbar arme Tiefen hat.
Dazu diene euch ein Weiteres: Steht das Dunkel nicht auch unter Meinem Regiment? Gibt es irgend einen Flecken, der nicht MIR gehört? Die Gesamtmaterie ist in Wirklichkeit ein Teil des Reichs, wird aber sehr bald gänzlich aufgelöst, ihre finsteren Substanzen.
‚Isolierte Örter sind die großen Gnadenplätze,
auf denen alles Abgefallene in die Erlösung fällt!‘
Nebst den Hergeführten, die auf jener kleinen Welt und anderen Stationen lebten und durch den Körpertod ins Jenseits kamen, sind sogar manche Wesen bei euch eingebrochen, als wären sie von sich aus hergekommen.
Wißt ihr, wer sie zu euch führte oder kommen ließ?“ Zwei Fragen. Gütig sieht der Herr die Seinen an. Und sie neigen sich; doch mit hellen Augen sehen sie empor. Malluredus fragt: „Darf ich reden, weil doch sonst . . .“ „Du darfst, Mein Sohn, außerdem ist es Diadjars Freude, wenn du die beste Antwort finden wirst.“ „Mit der ‚besten‘ wird es hapern, lieber Vater, mit dem guten Willen nicht — durch Deine Kraft. Nun also:
Niemand hat sie kommen lassen; das setzte ja voraus, daß es ohne Deinen Willen wäre. Wir haben es nur so gesehen, als ob sie bei uns eingebrochen wären und wieso sie diese Sphäre finden konnten. O, DU hast sie kommen lassen, zu ihrem freilich unverdienten Heil, damit sie in der End-Epoche noch den Weltweg gehen können und so zu ihrer Seele den einst isolierten Geistanteil bekommen können. Zweitens ist es auch für uns getan.
Unser Leben, überfüllt mit Deiner Güte ohne Ende — ach Vater, was hätten wir davon, wenn wir von dem Reichtum Deiner Herrlichkeit nichts abzugeben wüßten? Wem sonst, als den Ärmsten der Materie sind des Lichtes Gaben auszustreuen? So ist es für uns mit der heilighohe Segen, jene Güte, unerfaßlich wie Dein ganzes Reich, daß auch den Wesen unser Dienen gelten kann.
Dazu Deine letzte Führung: nicht wir brauchen nochmals in die Tiefmaterie zu steigen. Du hast höhere Gedanken, als wir ahnen und führst die Wesen einfach her. Lassen sie sich durch das Priesteramt Diadjars wenden, dann werden sie an ihren alten Ort zurückgebracht, wo die Sehnsucht eine Welttür öffnet, um für das Reich heranzureifen. DU allein bist der Lenker ihrer Wege, — unserer auch! Dir danken wir für diese Herrlichkeit!“
„Sehr gut, Malluredus; ihr werdet merken, ob nicht auch im Tal der Trauer eine gute Wendung zu erzielen ist. Wer willig dient, der wird belohnt.“ „Ja“, jauchzt Olyanda, sich fester an den Vater schmiegend, „der Erfolg ist dann ein wundersamer Strahl aus Deiner Güte. Nimm mein Danken bitte extra an.“
„Das tue Ich, liebe Tochter, jeder Dank ist eine Frucht vom Leben der Entwicklung, die ICH jedem zubereitet habe. Allerdings“, URs Augen glänzen ernst, „die Früchte muß ein jeder selber schaffen, trotzdem der Same Meiner heiligen UR-Wesenheit entstammt. Es wäre traurig, müßtet ihr von Mir aus auf die Früchte warten, denn da läge keine eigene Entwicklung vor.
Gab Ich euch den Funken aus dem UR-Strahl Meines Geistes, so ist jedes Kind befähigt, Früchte aus der Dienstbarkeit zu bringen. Wer nicht dient, kommt freilich schwer zu einer Ernte, die den Wert der Ewigkeit enthält! Darum geht es Mir! Dennoch bleibt bestehen, daß das Leben, das Erringen, Dienen, Früchtebringen aus dem Zustrom Meiner Liebekräfte kommt, ohne die kein Kind — weil geschöpflich — zum Vollendet-Sein gelangt.
Aber seht, unwürdig wäre wieder, wenn Ich stets als SCHÖPFER dies bedenken wollte, daß pur von MIR das Werden, die Entwicklung und die Krönung kommt. Ich bedenke allzeit beides: das von Mir zuerst Gegebene, das von den Kindern durch die Anwendung der Kräfte selbst Erworbene. In dieser Hinsicht habe Ich stets Meinen Schöpferjubel, in welchem eure Seligkeit auf ewig ruht!
Dies sei für jetzt genug; nun sollt ihr wieder tätig sein. Die Bürger warten. Sie wissen, daß Ich mit euch sprach und sehen auch die Gabe, die ihr jetzt erhalten habt. Und die Dunklen warten, sie spüren es nur nicht, wo sie sind und was geschehen wird. Ihr noch stark rebellisches Gehabe wird den Frieden eueres Sternes nicht berühren. Darum geht mit Meinem Segen an die Pflicht.“
„O Vater UR, laß Dir innigst danken; denn wieder hast Du unsern Stern so reich gemacht. Mit Deiner Kraft und Güte werden wir die Pflicht erfüllen. Nichts soll noch darf uns schrecken, wenn auch manches schwierig ist. Lob, Preis, Dank und Ehre, Liebe, Ehrfurcht, Anbetung sind Dein!“ Die Sternenräte knieen nieder und warten, bis der Herr aus ihrem Heiligtum gegangen ist.
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