Heilige Enthüllungen. Die vier Wesenspunkte. Das große Gesetz UR
„Meine Kinder! Jedesmal, wenn sich Mein Heiligtum euch öffnet, überströmen euch die Strahlen Meiner Herrlichkeit. Ihr Ersten kennt die waltenden Gesetze; ihr seid ja deren Träger und durch Meinen Geist Erfüller. Doch die Fortgesetzte Steigerung, euch persönlich zugedacht, bringt immer wieder Neues. Und jede neue Strahlung habt ihr in euch aufzunehmen als ein erworbenes vollgerechtes Eigentum. Zur Frage, warum ihr jetzt die Herrlichkeit zwar innerlich klar verspürt, äußerlich jedoch noch nicht, sage Ich: So wie ihr nun das Heilig-Hohe fühlt, ist es äußerlich so gut wie innerlich auch aufgenommen. Ihr dachtet, es ginge euch noch etwas ab; aber achtet nur auf Meine Worte und bald wird euch die Klarheit überkommen.
Die Schöpfung bietet jenes Bild, das in Mir lebt. Ihre Ganzsubstanz, beim Beginn urheiliger Schaffung als ein Dual von Mir gelöst, ist als ‚Außer-Mir-Bestehendes’ demgemäß nicht mehr in Meinem Inneren. Allein — es ist deswegen nicht von Meiner Innerwesenheit getrennt, es bleibt in Mir verankert. Hier stehen sich Meiner Werke Ursachen und Auswirkungen gegenüber. In Mir ruht die heilige Tiefe; und alle Höhe, Weite und Nähe ist Mein Ich, daraus Ich Meine Werke forme! Offen liegt es vor euch Kindern und ist euch doch Geheimnis, weil das Unwandelbare die freie Wandelbarkeit erhält, wie umgekehrt das Wandelbare zum Zwecke seiner Erhaltung im Unwandelbaren Ursache und Wirkung ist, Werdendes und Gewordenes, Sein und Vollendung.
Die vier Dimensionen sind Meines Wesens Hauptgrundzüge, verschlossen in ihrer Heiligkeit zum Heile der Geschöpfe, aufgetan in ihrer Herrlichkeit zum Segen der aus dem Geschöpflichen gewordenen Kinder; doch beides voll pulsierenden Lebens! Nichts ist ohne Leben, nicht einmal die Steinbauten der Menschen, obgleich diese — für sie zwar wichtig — leblos erscheinen. Die Erdkinder würden höchst verwundert sein, schauten sie das triebhafte Leben auch in der starrsten Materieform, von ihnen zu vergänglichen Zwecken hergestellt. Nur ein winzigstes totes Atom in der von euch nie ganz übersehbaren Schöpfung, — so wäre ich nicht Der, Der Ich in heiligster Lebensfülle bin!!
Seht in der Tiefe Meine Ordnung und den in Mir vorgelagerten Willen! Aus beiden, fest verankert, steigt der Lebensodem auf, der sich dem Werdenden vermählt. Ich bin die ungeteilte Einheit und eine ungeteilte Vielheit, die sich einander nicht bedingen, sondern gleicher Struktur im Wesen und im Wirken sind: Teile Meines UR-Ichs! — Die Vielheit, die nicht unbedingt im Verschiedenen sich zeigt, ist Spiegelung der Einheit in deren unzähligen Variationen ihrer Macht-, Kraft-, Gewalt- und Stärkeziele. Keine Schöpfung erstand je nur aus einem Teile, sondern stets aus beiden. Einheit und Vielfalt sind Mein Ich und Meine Werke! Wer aber will die Werke von Mir trennen??!
Mein Schöpfertum enthüllte Ich zuerst, nicht aber für die Kinder, sondern für das Werk, ihnen zugeeignet. Seht hierin auch die segensvolle Wechselwirkung: Der Schöpfer in Seiner unmeßbaren Wesenheit bringt zuerst den Kindern Einen Vater! Begegnet Ihn ein Herz in seinem tiefsten Grund, so hat es den Schöpfer auch erfaßt, in Dessen Anbetung es sein Kind-Ich dem Vater opfert, wofür es aus heiligem Ordnungswillen die Barmherzigkeit empfängt.
In der Höhe herrscht Mein feierliches Priestertum. Aus ihm fließt das Göttliche herab: Liebe und Geduld. Besonders für den Fall stieg Ich ja als Gott von Meiner UR-Höhe zur Materie nieder, um sie segnend zu erlösen; und als Gott brachte Ich Mein Opfer dar! Doch die Opferhandlung war des Priesters Sache! Auch hierin wieder die wunderbare Wechselwirkung für Werk und Kind. Das Opfer galt einem Kinde; des Priesters Segen schüttete es über alle Kinder aus. Erkennt ein Kind in Liebe und Geduld die Heiligkeit von Ernst und Weisheit, so nimmt es in seiner Ich-Einheit die Vielzahl reicher Ströme auf. Wer Meine Einheit in sich trägt, wird ein vielfacher Segensträger für das Werk. Und wer Meine Vielfalt sich erstrebt, vereinigt sich mit Mir und wird selbst zu einem Ganzen, nämlich ein Vollendeter!
Nun schreiten wir zum dritten Punkt. In ihm wirkt Meine Gott-Gewalt. Vor eurem Auge öffnet sich die unfaßbare Weite von Raum und Zeit der UR-Ewigkeit. Da tritt die größte Wechselwirkung ein, nicht nur zwischen dem zweiten und dritten Wesensteil, die die Höhe den Kindern über das Werk und dem Werk über die Kinder hinweg zuleitet, sondern auch jene zwischen Schöpfer und Vater steht offenkundig da, die dem Kind im Schöpfer nur den Vater erkennen lehrt. Das aber beim vierten Punkt. Vom Dritten ist noch mehr zu sagen.
Nur die Weite von Raum und Zeit führt euch ganz in Meine Nähe, obwohl keines von euch übersieht, wie sich Strahlfeld an Strahlfeld gliedert, die Flächen der Kraftsphären neben-, über- und ineinander aufgebaut. Ja, Meine Gestalt ist euch faßbar, weil der euren gleicht. Dennoch wohnt in ihr die unfaßbare Weite von Urraum und Urzeit! Meinen Fürsten bleibt da noch ein letztes Rätsel übrig. Ihr wißt zwar längst, daß auch dann Alles in Mir zu Hause ist, offenbare Ich Mich kleinsten Kindern. Nur dachtet ihr, es existiere außer einer sichtbaren Gestalt noch eine unsichtbare für das Unendliche, eine UR-Gestalt, die selbst höchsten Kindern ewig unzugänglich sei.
Nun ist eure Erkenntnis sogar richtig, wenngleich noch nicht in jener Form, die das Rätsel löst. Ihr ahntet, aber ihr wußtet nicht, daß Mein UR-Ich auch dann nicht von Meiner euch offenbarten Gestalt zu trennen ist, selbst wenn Ich Mich nur in einer Wesenheit oder einem Grundlebensstrahl enthülle. Ja, Meine sichtbar gewordene Vaterform ist ein Teil des UR-Ganzen, dieses umschließend und zugleich in ihm ruhend als wirkender Magnet- und Zentralpunkt.
Deine geheime Frage, Mein Karmatha, warum die Stuhlersten auch erst jetzt diese höchst wichtige Offenbarung hören, ehrt dich, denn du stellst dich weit unter sie. Was nun die Zeit betrifft, ist zu sagen, daß Golgatha in der Materie erst umfassender erkannt werden mußte, ehe das zur Sprache kommt, was es zutiefst berührt. Auch Sadhana muß auf ihrem Heimweg vier Wendepunkte erreichen. Jetzt steht sie im zweiten und ist im Begriff, ihn gut abzuschließen.
Die Waltung liegt im Ablauf des Geschehens und bringt ihr Kraft, wenn sie diese auch nicht offen fühlt. Ich ersehe wohl den besten Zeitpunkt für alle Dinge, und nicht nur ein sichtbarer Empfänger hat dabei den Nutzen. Doch was die Erkenntnis Meiner ersten anbelangt, da sage Ich dir und euch Kindern: Ihr hört Meine Offenbarung, sie aber haben mit dem Hören sich zugleich Mein Wort arbeitsmäßig als Eigentum errungen, weil sie den Verlauf innerlich in den Schöpfungstagen spürten, während ihr es euch erst anteilig erwerben müßt. Und das wird gut geschehen, wenn ihr euch von ihnen noch belehren laßt über alles, was ihr jetzt vernommen habt. Auch hierin wieder ergänzen sich Kind und Werk zum Segen beider. — —
Nun kommt die Nähe als letzter Wesenspunkt an die Reihe. Ihr denkt, er müßte eigentlich an erster Stelle stehen, weil ihr am seligsten in Meiner Nähe seid und da wohl nichts Schweres zu erforschen gäbe. Nun — wir werden sehen! Im Gesetz der Unwandelbarkeit wurde Ich der Vater; und unwandelbar ist ferner, daß ein Kindgeschöpf Mich im Vater als den Ewig-Heiligen UR erkennen und lieben soll! Den Vater zu lieben ist nicht schwer. Aber auch den Schöpfer lieben ist eine Aufgabe, an die selbst Meine großen nur bescheiden herangegangen sind. Es kann zwar das in größerer Erfüllung dem kommenden Heilstag überlassen bleiben; doch am Tag zuvor muß der Same in den Acker kommen. Mit dieser Offenbarung habe Ich nun diesen heilig-wahren Heilsamen in eure Herzen eingesenkt und ihr könnt, sobald er die Tagesreife hat, sogar das ganze Kinderreich damit besamen.
Was euch dabei als noch nicht vollbewußt scheinbar abgeht, ist dennoch bereits Urzelle, von Mir ewig schon befruchtet. Der Gedanke, ein aus Meiner Schöpferhand hervorgegangenes Werk zu sein, führt zur gerechtdemütigen Erkenntnis, weder alles ergründen zu dürfen noch zu brauchen, auch nicht zu können. Ihr gebt euch mit dem zugemessenen als für euch übergroßen Gnadenteil zufrieden. Mit diesem Anteil werdet ihr auch leichter fertig; und es genügt euch, euren Weg in Meiner Hand zu wissen. Dieses Wissen als grundgerechte Weisheit bringt jenen Segen, der dem Samen schönste Reife schenkt. Und das ist die dankbare kindliche Ehrerbietung eurer wahren Liebe zu Mir.
Die Nähe Meiner UR-Wesenheit ist der Brückenbogen, der die Kinder zur Weite, Höhe und Tiefe gehen läßt, aus denen rückkehrend, sie erst die Heilsnähe vollwahr als großen Segen dankbar anerkennen. Ein Kind, dem die Hände immer überlaufen, wird selten wissen, was es wirklich hat! Durch einen wenn auch nur vorübergehenden Verlust ist der Besitzwert besser einzuschätzen. Nun versteht ihr es, warum Ich bei dem sich bildenden Fall das Kind seine Freiheit weitgehendst beanspruchen ließ und — und zwar alle Liebegewalt aufbietend, es nicht stürzen zu lassen – auch nicht den Hauch eines Bedingungsgesetzes einschaltete, obwohl damit der Freiheit kein Rechtsbruch geschehen wäre. Denn höret nun das Tiefste aus dieser Wahrheit:
Beim Fall stand nicht nur die Kind-Freiheit auf dem Spiel, sondern ursächlich Meine Freiheit, Mein Wille!! Mußte Ich denn Meinen freiherrlichen Willen drangeben, um den Wider-Willen eines Kindes zu dulden, ja zu erdulden? War der Wider-Wille durch seine Ungerechtigkeit nicht bar alles Lebensrechtes?! Hätte Ich ihn dulden müssen, um dadurch der Kinder Freiheit zu erhalten, wahrlich, Ich wäre nicht UR, Dessen höchster Lebensanteil eigener gerechter Wille ist !!! —
Ich mußte also nicht den Fall geschehen lassen, um über die Kind-Freiheit Mein Ziel herbeizuführen; Ich wollte! In dieser Zulassung lag das größte Liebewunder. Nun erst durch Verlust ihres anteiligen Gnadenreichtums wird Sadhana als Schöpfungskind für sich und alle Kinder ihn wirklich schätzen lernen und vermehren helfen. Im mithelfen liegt auch die Wertmessung, die jede Gabe gründlich achten lehrt. Ein Kind, das mitarbeitet, hält seines Vaters Gut zusammen; ein Kind, das nicht mittätig ist, verschleudert es.
Daß Letzteres bei Mir ewig nicht zutrifft, dafür heißt Mein Wille ‚Gerechte Fürsorge’! Weil Ich aber allen Kindern ihren Freudenanteil voll bewahren wollte, darum „opferte“ Ich einst Meinen Willen und stellte die die Geschöpfliche Freiheit über Meine höchst eigene Bedingungsfreiheit! Und damit erreichte Ich auf einem Weg zwei Ziele: Sadhana wird nie wieder ihren Willen über den Meinen erheben, womit auch kein Kind jemals in einen solchen Abweg fallen kann; ferner wird es willensfrei zum dienstbarsten Kind am großen Tat-Zyklus!
In diesem ‚Werk der Tat’ offenbart sich der vierte Wesenspunkt als Vater-Schöpfer immer mehr, um einst im ‚Werk der Folge’ umfassend als UR-Vater erkannt zu werden. Die Steigerungen könnt ihr jetzt nicht einmal ahnen! Ja, das Gesetz ist Raum und Zeit der heiligen UR-Ewigkeit, in der Ich, die Gottheit, lebe; und da ist alles an sein Ziel gesetzt! Jedes gesetzmäßige Ende gebiert herrlich — neue Werke, stets unwandelbar im Aufbau und im Ziel, wandelbar in der darin eingeschlossenen Richtung und dem Lauf. Alles aber, was da war, sich bildet, ist und werden wird in unerforschlicher Allgegenwart Meines Gott-Daseins, gründet sich auf ein einziges unantastbares Gesetz, das in seiner Willensmacht sich niemals und in keiner Sache unterwirft. Dieses eine oberste stets herrschende Gesetz heißt UR! Ich, UR, bin Selber das Gesetz!!
Denn seht, ehe Ich nur einem Kinde ersten Lebensodem gab, lagen Werke unerhörter Herrlichkeit fertig hinter und auch vor Mir, vollendet in ihrem Ablauf, heiligvollendet im Aufbruch ihres Werdens! Auch die Vollendung dieses hochwundersamen Tat-UR-Zyklus, ja, die acht UR-Jahre mit ihren heiligernsten Einzeltagen, kaum erst erstanden in seinem zweiten Viertel, ist schon im Gesetz = UR beschlossen!!
Doch ich will als UR am Erstehen, Werden und Vollenden der bereits in Mir fertigen Werke Freude haben. Darum gab Ich, Selbst Urraum und Urzeit, Mir die Form, die im Raum die Zeit mit Meinen Kindern miterlebt! Und sie erleben es mit Mir, dem Vater, der Ewig-Schöpfer ist. Im Vater lebt daher ebenso das Unantastbare, weil das UR-Gesetz ja nichts darzustellen braucht, sondern schon mit der Gründung eines Planes Zielvollendung ist! Nur die Freude bedingt sich selbst die Zeit zum Schauen und zum Mitempfinden, Miterleben aller Werke!
In der dienenden Entwicklungszeit, in euch, in allem Leben, selbst in der Materie sehe Ich Mein ‚Hoch-Vollendet’, immer Mein ‚Vollbracht’!! Ich erbaue Mich an Meinem Werk, das Mir so wohlgelungen ist. Es wird nicht erst gelingen! Nur für die Kinder ist das Gewordene ein Werdendes. Hat Meine Freude sich gelabt, so schafft Mein UR-Gesetz neues kostbar Größeres. Doch zuvor sollt ihr an Meiner UR-Freude euren Anteil haben, der euch neues ‚Erdreich’ gibt, mit Mir ein heiliges Jahr-Feld zu bestellen. — —
Nun empfangt Meinen heiligen Segen und Frieden. Ich bin bei euch, wie ihr bei und in Mir ewig lebt. Amen.“
NEUOFFENBARUNG