2. Kapitel
Sacharja 2
Hachalja ist mit in das fast ganz zerstörte Haus des Sacharja gegangen. Das sieht ungut aus, denkt er, wie kann ich helfen? Er hat abseits Silo, in einer allgemein unbekannten Senke, ein Haus gefunden, dessen Eigentümer, wie er nachweisen kann, in Babylonien begraben wurden und niemand mehr vorhanden ist. Er hat es eingenommen, den Zuspruch fertigen lassen, das Haus käuflich zu erwerben. Wie jetzt des Volkes Lage ist, gibt es keine richtige Regierung, doch sind in Jerusalem Älteste vorhanden, noch von Daniel eingesetzt, mit denen er verhandelt hat. Geht es aus, will er Sacharja zu sich nehmen. Er kann in der Ruine seiner Eltern nicht gut hausen.
Er schafft es auch in kurzen Tagen und kann als Eigentümer über Haus und Grund verfügen. Eines Abends kommt er zu Sacharja, ihn zu bitten, das Gemäuer zu verlassen. „Wenigstens zunächst“, sagt er. „Es bricht ohnehin bald zusammen. Der Grund bleibt dir zu eigen, es ist bereits besiegelt. Hier, die Rolle.“ Er übergibt selbe dem Prophet. „Komm in mein Haus, das ordentlich geblieben ist. Wir werden dein Haus wieder richten, so bald als möglich. Du bist Prophet; allein, könnten auch nicht andere eine ‚Stimme‘ haben?“
„Das hast du schon gezeigt; zur rechten Zeit bist du gekommen, um ungute Lippen zu verschließen.“ „Eben“, lacht Hachalja leise. „Ich habe den Befehl bekommen, von Oben, wohin wenige die Augen heben. Eine Stimme sprach: » Hole Meinen Seher, er soll noch viele Bilder sehen und ist‘s gut, wenn er weltlich einen Schutz genießt! « Nun bin ich da.“ Sacharja sinnt vor sich hin. Ist‘s echt? Ja, wie eine Hand streicht‘s über ihn mit dem Gefühl: ‚Ich kann vertrauen.‘ Fest drückt er Hachalja beide Hände. „Ich komme, der Herr will es so.“ Seine kleine Habe hat er rasch in einen Sack getan. Dann das Verwundern: Hachalja hängt außen eine Tafel an mit Schrift und einem Siegel: ‚Eigentum des Sachar des Sohnes Berechjas.‘ Genügt, und niemand würde sich den Grund zu eigen machen.
„Du hast ein schönes Haus“, sagt er, als er bei Hachalja Hof und Haus betritt. „GOTT hat es mir gegeben und ich meine, ER weiß ja, was geschehen soll, ehe wir zum Leben kamen. ER hat für dich und mich gesorgt.“ Nachdem Sacharja eine Kammer inne hat, gehen beide Männer schlafen.
Eine junge Hausmagd, die Hachalja auch am Wege aufgelesen und ihr geholfen hatte, trägt noch ein Nachtmahl auf. Schon in der ersten Nacht im für Sacharja neuen Haus kommt zu ihm der Engel, der schon das erste Bild des Lichtes brachte. Es ist viel Hohes, was Sacharja sehen darf; doch das meiste muß der Engel ihm erklären. Verständlich, durch die schweren Jahre, die er zuletzt als Jugendlicher mit erlebte, wie sollte er nicht auch ans Äußerliche denken?, an Juda, an Jerusalem, an den Aufbau des verdorbenen Landes? Um sich selbst macht er sich keine Sorge.
Gleich beim Frühmahl fällt Hachalja das Gesicht, Augen und Gebärde seines Gastes auf, so hell und irgendwie bedrückt, so — hat es eigentlich kein Mensch im Alltag ob auch vieler Lasten. Doch er wartet ab, der Prophet wird reden; sicher ist es gut, wenn er, Hachalja, erst erfährt, was nachts vom Himmel her geschah. Sie gehen in das obere Gemach, da sind sie ungestört, zumal hier selten mal ein Wanderer vorbei kommt, oft ein paar Wochen nicht. Der Prophet fängt auch gleich zu sprechen an.
„O Freund, ich sah ein fast unbegreiflich großes Bild. Der Engel hat es mir von Gott gebracht. Ach, wie gern hätte ich erkannt, und auch erfleht, daß das Gute unser armes Volk betrifft. Gewiß, es tut es auch; denn unser Gott verläßt uns nicht, ohnehin keines Seiner Kinder. Nun höre zu:
Ich sah vier Hörner und dachte, daß sie Übles brächten, und dann auch vier Schmiede. Weshalb gerade immer vier? Der Engel sprach: ‚Wohl betrifft das Bild und andere das Volk, unter dem du lebst; denn die Hörner sind wie Feinde und haben euer Leid geschmiedet. Richtig aber ist es anders auszulegen, weil, wie du doch weißt, der Ewige Seiner Hände Arbeit ewiglich erhält.
Geistig sind die vier Hörner unbezwingbar, sind der Grund Gottes Wesens, die heilige Vierwesenheit, die du auch noch kennenlernen sollst, weil Juda-Israel — zwar an einen Gott glaubend, es nicht versuchte, in das ‚Heilige‘ der Gottheit einzudringen, soweit es möglich ist. Wir vom Lichte wissen dies. Die vier Schmiede bedeuten, daß Er, der Ewig- Heilige, nicht bloß Seine heilsgewohnte Arbeit festigt, sondern für die Grunderlösung sorgt, die den armen Hingefallenen gilt, Gottes erster Tochter und deren Anhang, dazu all die Menschen, die Gott leugnen oder sogar trotz des Glaubens Böses tun. Ein unzerstörbares Werk des Heils!“
„Das ist wunderbar“, ruft Hachalja aus. „Oft dachte ich darüber nach, wie Gott eigentlich beschaffen sei. Immer war mir so, daß an der Erkenntnis über Ihn noch vieles fehlt. O Sacharja, durch dich, winke nicht gleich ab“, als dieser seine Hand bescheiden hebt, „ich weiß, es ist alles unseres Gottes hohe Gnadengabe. Aber wer es bringen darf, sieh – dem gilt auch der Dank. Und wie danke ich, daß ich von unserm Herrgott mehr erfahren darf.“
„So höre weiter zu, lieber Freund und gut ist‘s, daß du manches niederschreibst; so geht das Heilsgut nicht verloren.“ Ja, Hachalja hatte sich gleich Rollen auf den Tisch gelegt, an dem beide Männer sitzen. Er hat eine flinke Hand. Da nun Sacharja, selber immer wieder sinnend, auch mit Pausen spricht, ist es leicht, die Bilder festzuhalten. Die Auslegung, die sie erfahren dürfen, bleiben ohnehin in ihnen haften. Sacharja erzählt das Bild.
„Der Engel, der meist sichtbar bei mir ist, brachte mir die Kunde Gottes, er, der Engel, soll mir alles sagen. Ja, Jerusalem, es würde ohne Mauern mit ‚großer Menge der Menschen und des Viehs‘ aufgebaut werden. Als ich fragte, wie dies geschehen könne, es gäbe doch nicht so viel Menschen, jetzt von den Tieren auch noch ganz zu schweigen, und ich hätte ja gehört, daß man nebst dem Tempel die alten Mauern wieder richten würde. Der Engel sprach:
‚Es gilt nicht der Stadt der Welt, wenn Letztere auch, vorübergehend, ein Zweitbild ist. Der Herr Selbst will wie als Feuermauer um das heilige Jerusalem, Sein ganzes Empyreum sein, Sich herrlich darin zeigen. Daraus ersiehst du schon, Sacharja, daß am wenigsten die Bildschau euere Welt, euer kleines Land, die Stadt betrifft.
Ewig steht das Hohe Reich der Gottheit auf dem Plan!
Man wird später alles weltlich deuten und geht der Frage aus dem Weg: ward das weltliche Jerusalem gemeint, daß ja doch die Mauern hat. Und was des anderen mehr. Das soll nicht dich belasten, noch die Wenigen, die tiefer in das Licht, die Wahrheit dringen. Weiter spricht der Herr: » Fliehet aus dem Mitternachtstand; denn Ich habe die vier Winde unter dem Himmel bald zerstreut! «
Du erkennst, Sacharja, daß das Mitternachtstand die arme Tiefe ist, in die des Vaters erste Tochter mit dem Anhang fiel, mit all den Menschen, die ungut leben. Denn gerade diese recken gern die Hände aus nach Ost und West, nach Süd und Nord, um die vergänglichen Güter dieser Welt zu nehmen. Das sind die unteren vier Winde, die mit der Heilszahl Gottes nie verwechselt werden darf.
Und weiter sprach der Herr, was ich dir bringen soll: » Ich will und werde allen, die da Heiden sind, den Ungläubigen und den Bösen Stricke legen, Meine Hand über alle schwingen und werden ihren Raub, der ohnehin vergänglich ist, fallen lassen, wie ihr Leib zuletzt in eine Grube fällt. Dafür aber spreche Ich: Freu dich, Tochter Zion und sei fröhlich; denn ICH komme (auch als Heiland gemeint) und will euch zu Mir heben, daß ihr bei Mir wohnen könnt!
Unter ‚Tochter Zion‘ ist an dieser Stelle das Lichtvolk gemeint, des Himmels Kinder, hat mit dem unteren nichts zu tun. Es könnte‘, deutete mir der Engel, ‚ein gutes Abbild sein und werden; aber wenn man einst den KOMMENDEN verachtet und verfolgt, so wird das Abbild auch zerstört und wird bloß der Name bleiben, ohne Lichtinhalt. Denn weiter sprach der Herr zu mir (dem Engel): = Viele Heiden will Ich führen, daß sie bei Mir sind (OJ. 7, 9; 21, 24 u. 26; 22,1 ua.) und sollen ganz zu Meinem Volk gehören!
Der Engel sprach: ‚Immer, Sacharja, geht es um das Geistige, das Unvergängliche, auch wenn der Herr die Erdwelt segnet, wie Er alle Seine Werke in den Bund des Segens schließt. Ohne dem gäbe es kein Leben, keinerlei Bestand! Ja, es wird kommen, frage aber nicht nach einer Zeit, wo dann alles ‚Fleisch‘, wie der Herr es nannte, also alles das Vergängliche, nicht mehr existiert. Doch das Inwendige, Geist, Seele, Lichtherz und Gemüt — sieh, dieses hält der Höchste hoch und bleibt ewig Ihm zu eigen.
Er wird sich aufmachen, aus Seiner heiligen Stätte, dem hohen Empyreum und niedersteigen auf die Welt, um alles Irregegangene zu befreien, wieder Seinem Lichte zuzuführen. Nun, Sacharja, nimm das Heil und trage es den Freunden zu und warte auf das nächste Bild. Es wird der Herr noch vieles offenbaren.‘
Ach Freund Hachalja, das ist — ich weiß selber nicht, wie man alles deuten kann und ist doch klar. Wenn es aber bei den Bildern nur ums Höchste geht und nichts dabei geschieht für unser Volk auf Erden, wer, frage ich, hört mich an?“ Traurig, dabei himmlisch froh, blickt Sacharja drein. Was gilt denn auch das Äußere, wenn es alles nach und nach versinkt? Oder — ist nicht doch dabei die Gnade Gottes, daß man leben darf, seinen kleinen Wanderweg beginnt und auch vollendet? Hörte er nicht mal im Traum das Wort ‚Beihilfweg‘?! Er fühlt sich umarmt und Hachalja schämt sich seiner Tränen nicht, die ihm auf die Hände tropfen.
„Prophet des Herrn“, sagt er verhalten, „du ahnst es nicht, was ich jetzt mit dir und durch dich empfangen durfte. Das Heilige, das Hohe. Wunderbare. Aber wenn es einmal käme, daß man Gott, dem Höchsten, hier im Lande, in Jerusalem, widerstehen will und — wird, dann geht für unser Volk sehr lang das Licht verloren.“
„Der Herr verhüte es“, ruft Sacharja, „und — ja, der Mensch kann das Licht für sich verlieren; allein — er löscht es ewig nimmer aus! So wird auch unserm Volk das Licht erhalten bleiben, aus Gottvaters Güte und Barmherzigkeit, vielleicht in sehr später Zeit. Doch wir brauchen das nicht jetzt zu wissen. Der ewig Höchste sitzt allein im Regiment. Das genüge uns.“
„Darin gebe ich dir recht, Freund Sacharja. Aber nun die Frage: Wie bringen wir das Licht den andern bei? Die dich schon hörten, werden wiederkommen. Etwas sollten wir doch bringen, du und vielleicht auch ich, aus Gottes Auftrag, bei dir zu sein, um Lästerer dir vom Hals zu halten.“ Sacharja lächelt: „Laß sie lästern, bin ja auch nur ein Mensch wie alle anderen. Hauptsache ist, daß man GOTT nicht lästert, Sein Wort nicht gelten lassen will. Man hängt sich eben gar zu sehr an alles, was dem Menschen wichtig dünkt.“ „Gehn wir morgen früh nach Silo“, meint Hachalja, „da wird sich‘s zeigen, ob man willig ist, Gottes Wort zu hören.“
„Hm, anhören werden sie es schon, aber aufnehmen, bewahren und danach tun?“ Sacharja ist nicht allzu überzeugt, daß jedermann das Wort über seine arme Welt erhebt. Der Prophet und Hachalja machen sich am nächsten Morgen auf den Weg, nicht jedoch, ohne vorher Gottes Segen zu erflehen. Auch Wegzehrung ist mitzunehmen. Nach zwei Stunden Wanderung kommen sie in Silo an und gehn gleich hinauf zur Stätte, wo Gottes Hütte stand.
Man hatte Posten und Spione eingesetzt; denn — freilich mehr aus Neugier denn aus wahrem Wissensdurst — man will sehen, ob und wann der Prophet wiederkäme und natürlich: ob er wirklich einer ist. Es ist menschlich, daß nach der langen schweren Zeit man lieber Gutes haben möchte, für das Leben, weit weniger für den Geist. Und schon sammeln sich die Leute, noch mehr als zum erstenmal. Die Hachalja kennen lernten, halten sich zurück. Man hat erkundet, daß er großen Einfluß hat, bei den Königen und bei den Ältesten in Jerusalem, die versuchen, das Volk wieder ‚ganz‘ zu machen.
Hachalja, der das besser überschaut als Sacharja, der an die Gnade denkt, die er bringen darf, schmunzelt, weil Matuja in der letzten Reihe steht. Daß er Hörige bei sich hat, braucht man nicht erst zu erfragen. Doch Freude ist, weil die meisten Leute, und Frauen mit dabei, mit ernsten Mienen auf die Worte des Propheten warten. Der hatte mit Hachalja ausgemacht, daß dieser vorher reden solle als eine Art Begrüßung. Das bringt Hachalja bestens fertig.
„Liebe Brüder, liebe Schwestern“ sagt er freundlich, „heute könnt ihr Gottes Gnadenworte hören und ich bezeuge: ich habe alles mit empfangen, auch wenn Sacharja es mir erst am Morgen offenbarte. Wie im Traum, ich war öfter wach, sah ich das Licht, ein- und ausgehen, klar und rein. War es das, so müssen auch die Worte und die Bilder wahr gewesen sein, wie Sacharja sie empfing.
Manchem unter euch“, dabei fällt der Blick des Redners auf die Gruppe um Matuja, scharf mahnend: „Wacht endlich auf!, weil die Wirklichkeit der Gottesbilder und wie sie auszulegen, zu erkennen sind, Oberen nicht munden; Ich gebe gerne zu und denke an das Volk, daß Gottes Hilfe unserm Wiederaufbau gelten mag. Dazu glaube ich: Der Herr wird es tun:
Darüber hinaus steht das Geistige, der Glaube über aller Welt. Die Lichtverbindung ist als erstes anzunehmen, für unsere Seele, für unseren Weg zurück zu Gott; dann bin ich gewiß: was wir für die Welt bedürfen, wird gnadenvoll hinzugegeben! Höret den Propheten an, er bringt, was der Heilige ihm gab.“ Eine gute Einleitung und nicht wenige unter dieser Schar, die willig folgen wollen.
Sacharja berichtet seine Bilder, wie er sie sah. Bei den ‚vier Schmieden‘ lacht Matuja: „Wir haben jetzt noch nicht mal einen, geschweige vier; was soll das Ganze?“ Der Meckerer hat sich verrechnet; sogar seine Hörigen stimmen nicht mit ein. Hingegen gibt es viele Stimmen: „Ruhig, wir wollen erst mal alles hören und der Prophet wird es uns künden, was dieses Bild bedeuten soll.“ Da geht Matuja fort. Oh, er wird anderwärts die rechten Leute finden. Schön und gut — es gibt ja einen Gott, der uns aber siebzig Jahre lang verlassen hat. Erst gilt der Wiederaufbau unseres Landes. Da gibt‘s keine Zeit, fromm die Hände zu falten. Armer Mann, du wirst erfahren, daß nicht mal dich der Herr verlassen hat, aus Erbarmung, wenn deine letzte Erdenstunde schlägt.
Indessen hat Sacharja all die Bilder vorgetragen, wie er sie Hachalja wiedergab und auszulegen wußte, so, wie der Engel es getan. Siehe da: rundum wird es still, andächtig schaut man drein. Ein Mann mit seiner Frau Marada, es ist Kofar, tritt vor und sagt laut: „Wir danken unserm Gott, dem Vater Zebaoth, daß Er uns nicht verlassen hat.
Jetzt, wo wir noch im Elend sind, hat Er uns den Himmel aufgetan. O Leute, denkt daran, daß wir uns ganz umzuwenden haben. Wie viele von uns haben ja in Babylonien unsern Gott verloren, verraten, wenn es darum galt, ein äußeres Heil zu erhaschen, ging es zwar manchmal bloß ums Leben. Nun laßt uns wieder werden, wie es uns überkommen ist aus der Zeit des Vaters Abraham. Laßt uns Geist und Hände regen, dann werden wir auch alle wieder glücklich sein.“
„Du bist ein rechter Mann!“ Hachalja gibt Kofar und dessen Frau die Hand. „Wenn ihr Hilfe braucht — ich bin immer da, soweit mir möglich ist, jederlei Bedürftigen zu helfen.“ Sacharja schält sich aus dem Ring, der ihn umgeben hat. Viele wollen noch ein Wort von ihm vernehmen, nicht wenige danken ihm und man beschließt, jede Woche einmal, am Sabbat, der wieder eingeführt worden war, an diesem ihnen doch noch werten Ort sich zu versammeln, da, wo Gottes Hütte stand. Durch die Menge geht ein ungeheures Freuen, als Hachalja sagt, er würde hier, aber neben Gottes Hüttenplatz, eine Halle bauen lassen, wo man zusammentreffen könne. Bevor alle auseinander gehen, bringt Sacharja noch ein gutes Wort:
„Brüder und Schwestern, Gott hat uns reich gesegnet, weil wir aufwachen konnten aus unserem Seelenschlaf. Ich weiß wohl, wie schwer die Lasten waren und noch sind. Doch mit Gebet und Fleiß werden wir das Heil erringen. Nun geht, Gottes Friede sei mit euch!“ Langsam läuft man auseinander, viele drücken Sacharjas Hand, berühren etwa nur das Kleid. Es muß doch etwas geben, denkt gar mancher, daß gerade hier in Silo, an dem Ort, wo Gottes Gnadenhütte stand, uns wieder neues Heil gegeben worden ist.
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