14. Kapitel
Sacharja 14
Ein schweres Zukunftsbild muß Sacharja über sich ergehen lassen, und sein Herz ist auch im Schlafe bang und schwer. Er sieht, wie im Geist, den Engel traurig an und fragt: „Ist gar keine Hilfe da, das Letzte von dem lieben Volk zu retten?“ So ernst sieht der Engel auf den ‚wachen‘ Schläfer nieder, daß sich Sacharja förmlich krümmt und spürt es nicht, daß er es tut. Der Engel spricht:
Höre zu, und das Ernste, was ich dir zu sagen habe, behalte ganz für dich, außer den fünf engsten Freunden. Die verstehn zu schweigen, wie du schweigen sollst. Ob Gott dein Volk retten soll? Wohl, dem Weltenleben nach gehörst du ja zum Volk; geistig aber, Bruder, bist du und die ganz Getreuen, die echt Gläubigen, aus einem andern Land hervorgegangen und du weißt, was ich damit offenbare.
Es kommt jene Zeit, wirst denken: ‚Das währt aber lang‘, eine Hälfte vom Jahrtausend, was auch bedeutsam ist, da kommt Gott, der Herr, als Heiland auf die Welt. Zu diesem Volk! Warum gerade hier?, fragst du. Das hat tiefere Bedeutung, als du als Mensch erfassen kannst. Trotz dem sei es dir gedeutet und wirst den Teil verstehen, der einem Menschen dienlich ist.
Zunächst die ‚halbe Zeit‘ (OJ. 12, 14). Jene eine Zeit, als Auftakt aller Gotteswerke für die Kinder, wirst du im Licht verstehen. Sie umfaßt das Werden, das der Schöpfer Sich zur Freude schuf, eingeschlossen Seine Kinder, bis zum Kindesfall und über ihn hinaus, bis aus unerhörter heiliger Erbarmung Gott das Weltenall erschuf, in dem das Hingefallene gefangen ward, um es durch das Weltall zu befreien. Vom Beginn desselben kam die zweite Zeit, die mit der ersten eng verbunden ist. Dir zum Verständnis: Die Zeiten der Materie vor Adam und nach demselben bis zum Hochpunkt der Erlösung, von der du einiges erfahren sollst, sind die zweite und die dritte Zeit, die lichtmäßig stets als ‚zwei Zeiten‘ bezeichnet werden.
Darauf folgt die halbe Zeit, und diese ist in einer Vorschattung jetzt angebrochen. Darum ein halbes Tausend. Tausend bedeutet stets ein Ganzes! Die halbe Zeit jedoch, die zur Heimführung des Hingefallenen der Schöpfer setzte, beginnt mit dem Kommen Gottes auf die Welt als Heiland und Erlöser! Ob bis zum letzten Heimkehrkind die hochgesegnete ‚halbe Zeit‘ — weltlich angesehen — ein halbes Tausend nur ergibt, danach frage nicht und niemand!
Nun zum Bild, das dich erschreckte, da nimm zuerst die Gnade in dich auf; und wer das tut, wird aus der schweren Bitternis allein den Frieden haben und — Freude! Hervorgehoben ist das Juda nicht vor aller Welt, weil hier der Heiland wie ein Mensch erscheint. Nein — Juda ist ein kleines Volk, die Erde ist von allen Welten mit die Kleinste; und um alles heimzuholen, darum hat der Schöpfer sich in jeder Hinsicht bloß das ‚Kleine‘ vorgesehen. In einer kleinsten Stadt wird Er zuerst erscheinen (Geburt; Micha 5, 1).
Das alles werden dann die Obersten des Volks als Anstoß nehmen, und IHN, der alles schuf, nicht anerkennen. Hier beginnt das Bild, das du gesehen hast und ich dir jetzt erklären werde. Wird es später fälschlich ausgelegt, so braucht dich das jetzt nicht zu kümmern. Denn sieh: Das Licht behält das Seine und kann es wiedergeben, wann, wie und wo es will! Denn GOTT ist das Licht!
Wenn man IHN, der hilft und heilt und die Seelen ruft, daß sie frei von der Materie, von ihrem falschen Tun und Sünden würden, verfolgt, bricht die ‚Zeit des Herrn‘ herein, dahingehend, daß Er durch die Wegnahme vom Volk und allem materiellen Gut die schwere als die letzte Bahn bereitet, auf der jedem Menschen möglich ist, umzukehren, wenn er nur will. Gott hilft! Wer aber Seine Hilfe, Seinen Ruf nicht anerkennt, der muß bis zur letzten eigenen Grube kommen (nicht nur das Grab gemeint), und es wird geschehen:
Die Heiden, wie Juda andere Völker nennt, benutzt der Herr als Zucht- und Gnadenrute; und die Stadt, auf der die Hohen Judas sich so stolz und übermütig stützen, wird ein Raub der Flammen, der Zerstörung sein. Auch hier ein ‚Halb‘; denn die Hälfte Judas wird getötet werden und die Hälfte weit verstreut in alle Welt.
Ob Gott auch die sogenannten Sieger ‚überkommt‘, sei Ihm überlassen. Denn wenn des HOHEN Füße auf dem ‚Berg des Kreuzes‘ stehen, hinaufgetrieben von den Oberen, die nicht ahnen, was sie sich damit selber tun, da wird es kommen, als ob der Berg, das Tal, die Stadt, das Volk sich teilt. Und die zusehen (unter dem Kreuz Jesu), werden fliehen.
Oh, schon oft sind diesem Volk die Tage wie zur Nacht geworden, zur Zeit der Könige und schlechten Richter. Und sind doch höchst erbarmungsvolle ‚Anstöße‘ gewesen, um die Menschen, um auch dieses Volk zur Umkehr zu bewegen.
Wenn die Not am größten war, wollte man sich gern bekehren. Allein, aus welchem Grunde? Brauchst nicht zu fragen und wird bleiben unter diesen Menschen bis zu ihrer letzten Zeit. Gott soll helfen, auf daß man wieder frei und ledig aller Sorge, Last und Mühe wäre. Doch der Glaube bliebe vielseits unterm Weg.
So ist Juda hierin auch ein Beispiel für die Völker dieser Welt. Was du jetzt noch nicht verstehen kannst und nicht brauchst: Wie jetzt im Kleinen hier in diesem Land, so wird im Großen man nach allem gieren, sich hoch erheben und — dabei so viel zerstören, daß die Welt erkaltet und der Sonne will man Licht und Wärme nehmen. Dann kommen Frost und Kälte über diese Erdenmenschen. Zwar ist der innere Herzensfrost, die Kälte des Gemüts am ärgsten, was man sich selber aufgeladen hat. Dann jedoch, Sacharja, höre zu:
Dann kommt der Tag — kein irdischer — sondern Gottes Zeit, welche Er schon vorgesehen hat, als Er ins Werk die Kinder stellte, in dem es weder Frost noch Hitze, weder Weltentag noch Weltennacht, noch irgendwas von der Materie gibt. Ja, und um des Liebetages Abend wird es so hell, dahingehend, daß die heimgekehrten Kinder, Gottes ganze Schar, zur letzten heiligen Erkenntnis über diesen Tag der Liebe kommen. Schon Mose, weit vorausschauend, durfte davon offenbaren (1. Mo. 8, 22), nur bleibt jetzt das Licht allein bestehend.
Alsdann werden alle Kinder sehen, zumal die zuletzt gekommen sind, wie aus Licht-Heilig, das man als ‚oberes Jerusalem‘ bezeichnet, die Wasserströme fließen, ganz besonders jene einer unendlich hehren Güte Gottes. Wenn du sie gesehen hast, halb gen Morgen und halb gen Abend, so merke auf: Der Abend ist die letzte selige Sekunde für die Kinder. Rechne nicht nach eurem Erdenmaß, wie lange die Sekunde währt. Das Wasser, das zum Morgen floß, ist der Anbruch eines neuen Schöpfungstages in dem Jahr der Tat aus Ur und es wird im Reich des Lichts der erste hochgesegnete Sabbat sein.
Wohl, schon in diesem letzten Abendteil des Liebetages werden jene Kinder, die heimgeführt werden mußten, Gott als ihren König anerkennen; doch wie es dann am Tag des Sabbat ist, das, Sacharja, hebt der Herr für uns zum Segen aus der nächsten Schöpfungsnacht heraus. Ja, es wird heißen, wie du hörtest:
Der Herr wird König sein über alle Lande
und Er wird nur EINER sein
und Sein Name nur einer!
Hörtest du die Namen der Ägypter und der Heiden, die zum Laub hüttenfest nicht kämen, um anzubeten, gilt‘s wie folgt: Ägypten, nicht an sich gemeint, ist Sinnbild von der Finsternis, die Abkehr gegen Gott, womit auch die Heiden als die Ungläubigen zu verstehen sind. Bei all diesen denke also nicht — jetzt noch nicht — an dieses oder jenes Volk, sondern insgesamt an die Materie.
Vom Laubhüttenfest weißt du noch nicht viel; denn in Babylon war es nicht zu halten; und wie es früher war, weißt du nicht. Sieh, unter Mose‘s Zeit, der des Josua, auch noch ein paar anderer getreuer Fürsten, zur Zeit der Richterin Debora ward das Fest gehalten, wie Mose es dem Volke eingerichtet hatte. Weder das ‚Fest‘ als solches stand im Vordergrund, sondern Herz und Seele für den Höchsten schmücken im Gebet und in der Danksagung.
Unter des Volkes Königen ward aus dem Glaubenstag ein armes Fest der Weltenfreude, bloß sei hervorgehoben: Manche blieben der Versammlung fern. Und die, Sacharja, feierten den Tag dem Herzen nach. Daher gilt ein äußerliches Kommen zu den Festen nicht mehr viel und wird einmal sein, daß sogar zum Passahfest das Haus, das GOTT gehören sollte, ein Ort von weltlichen Geschäften wird (Matt. 21, 13). Doch sei das der Zukunft überlassen.
Auch das Bild verstehe recht, wenn du hörtest und es sahst, daß zu ‚GOTTES ZEIT‘ (Sa. K, 14, 1) auf Rossen Schellen hängen werden, so wird einst der letzte Seher Juda‘s (Johannes) in heiliger Erweiterung das gleiche Bild erblicken, daß er Scharen auf weißen Rossen sieht, voraus der König aller Herrlichkeit (OJ. 19, 11-14). Schellen bedeuten Verkündigung; dem die dem König folgen auf geschmückten Rossen, werden rufen, daß es durch das Empyreum schallt:
Heilig dem Herrn!
Nicht leicht verständlich ist, das dir gegeben ward, es würden in den Kesseln, den herrlichen Becken vor dem Altar Gottes, gekocht und geopfert werden.
Merke auf: jetzt noch und lange Zeit bedient man sich der Bildersprache, herrührend aus alten Tagen. Manchmal ist es angebracht, in Gleichnissen zu lehren (wie der Heiland tat). Kessel bedeutet Sammlung aller Seelen, weil es zuletzt an eben diesem ‚Herren-Tag‘ es nichts von der Materie gibt. Denn sie, das Alte, ist vergangen, und der Schöpfer-Gott macht alles neu (OJ. 21, 5), was, wie ich dir schon deutete, den neuen, nächsten Schöpfungstag betrifft, mit dem gesegneten Vorausstrahl für des Liebe-Tages letzte Abendstunde.
Wenn du das Bild gesehen hast, für dieses Land, so zur leichteren Erkenntnis, weil du Geba, Rimmon und Jerusalem hörtest. Das Geistige des Lichts ist dem Menschen leichter aufzutun, wenn er ein Bild als ein Irdisches erblickt. Das Geistige daraus, Sacharja, wird dir vom Licht gegeben. Wenn du noch, jetzt rückschauend, vieles von der Welt erblickst, so deshalb, damit du zwischen Licht und Welt den Unterschied erkennst. Das fällt dir nicht schwer; denn der Höchste hat dich eingesetzt.
Was den Irdischen zu sagen ist, sollst du aus der Abendzeit des Liebetages noch vernehmen. Man wird in Licht-Heilig, dem oberen Jerusalem, das mit dem Weltlichen in nichts vergleichbar ist, wandeln wie auf einem herrlichen Gefilde und gibt‘s da keinen Bann, keine Tränen oder irgendeine Last (OJ. 21, 3-4).
Du hast gehört, Gott sendet Plagen über alle Völker. Allein, in diesen selbst verschuldeten Plagen, die Gott nicht streicht, bloß damit der Mensch keine Bürde trage, liegt die reiche Züchtigung der Heiliger-Gnade (Hebr. 12, 11), weil die Weltlichen wider Gott immerzu sich erheben; und wo sie schon an den oder einen Gott glauben, da gibt es gegenseitig Krieg, um die Macht alleinig zu besitzen.
Können es die Menschen auch nicht wörtlich sprechen, ist es doch ein Kampf gegen Gottes Reich und Seine Stadt. Schon von früher her, weit zurück, was jetzt nicht zur Sprache kommt, aber weiter über Juda bis in alle Völker, bis zu den letzten, bestand und wird bestehen Kampf und Glaubenskampf. Geht es gegen Gott, wird man Hand in Hand die Kräfte spielen; ansonst steht Volk gegen Volk (vorwiegend Matt. Kap. 24).
Da kommt großes Sterben über Mensch und Vieh, nicht von Gott!, dem Vater aller Güte, sondern selbst rotten sie sich aus. Unverständlich ist dir noch, weil du hörtest, daß die Völker, die wider Jerusalem zogen, kommen werden, um den König, den Herrn Zebaoth, anzubeten. Das ist bloß geistig aufzutun. Gegen Jerusalem, hier die Stadt der Welt, bedeutet, daß die Gläubigen, soweit menschlich möglich, um der Welt Valet zu sagen, es wissen, also gut und treu verbleiben, ihren Herrgott anerkennen, anbeten und Ihn lieben.
Das andere: daß über jene Ungläubigen, die sich nicht nach Licht-Heilig sehnen, es nicht regnet, bedeutet: solange sie dem Höchsten widerstehn, kommt keine offenbare Gnade über sie. Die lichtheilige Gnade waltet allezeit; sie ist ein Grundstückteil des Schöpferwesens, ohne die kein Werk bestehen bleibt, zumal kein Mensch!
Verschlüsselt ist dir das vorausgezeigt; denn das dann Juda und Jerusalem den Herrn, ihren Gott, anbeten werden, besagt: Juda gilt als ‚ganzes Volk des Herrn‘ und hat mit dem weltlichen nichts zu tun, ebenso Jerusalem. Gottes Stadt heißt ‚Licht-Heilig‘! War dir noch, als hättest du das Wort Kanaaniter gehört, ist damit der ganze Fall dargestellt, aus welchem auch das letzte Kind, einstmals das erste, zum Thron des Höchsten seine Rückkehr findet.
Du hast in deinen Gnadenwochen, die der Vater dir bescherte, viel gehört und viel gesehen. Dein Herz ist weit geworden in wie heiliger Glückseligkeit. Das ‚Heilig‘ gilt dabei allein dem Herrn, dem Vater Zebaoth; denn das weißt du ja und hast es längst erkannt: Es kann niemand das Heilig für sich in Anspruch nehmen, als allein der Schöpfer, der alle Werke schuf, zumal Sein Kindervolk!
Sieh, die wir schon durch die Materie gingen, ich auch, Bruder, stehen oder knieen vor dem Vater hehrer Heiligkeit und Liebe, und sei gewiß: wenn wir auch in Andacht vor Ihm tief versunken sind — Er ist unser Vater! Jedes Kind darf zu Ihm kommen, auch Schuldbeladene. Und ist keines, die wir im Lichte treu geblieben sind, im kleinen Mithilfsdienst in die Materie gingen und noch gehen, das nicht auf diesem Wanderweg in eine Schuld geraten sei. Allein — welch unaussprechlich hohe Freude: GOTT macht uns rein von unsern Sünden oder Unzulänglichkeiten, wenn wir Ihm so gut als möglich dienen, uns in Seine Schöpferhand begeben — bedingungslos, Sacharja!
So jung du auch noch irdisch bist, du hast dich Seiner heilsgewohnten Führung anvertraut, Seinem Wort gefolgt. In Hinsicht einer Schau und Wiedergabe hast du dein kleines Werk getan. Sei also nie betrübt, denke nicht, der Herr hätte Sich von dir gewendet, wenn du nicht mehr hohes Himmlisches erhältst. Für dich selbst bleibt die Verbindung an das Licht; für deine Umwelt aber ist‘s zur Zeit genug. Auch wisse noch und das behalte ganz für dich, nur, damit du Gottes Trost erkennst:
In weniger als hundert Jahren wird noch einmal das Volk gerufen, gilt auch für die letzte Zeit, kommt vom Licht ein Bruder her (Maleachi). Dann — weil es immer nur die Wenigen sind, die sich von Gottes Offenbarung führen lassen — bleiben Juda vierhundert Jahre, wo kein Prophet mehr kommt bis zum Vorläufer des Herrn (Johannes der Täufer). Alsdann kommt die große Umbruchzeit, die das Empyreum in Bewegung setzt und wird geschehen ein ewiges VOLLBRACHT!
Ich werde oftmals bei dir sein, auch wenn du mich nicht siehst noch hörst. Ich darf dein Führer-Engel sein. Gott hat dich reich gesegnet, Sacharja. Du wirst bis an des Lebens Ende auf der Erde unter Gottes Lichtschutz sein. Kommt noch manches über dich, halte fest, was Gott dir gab. Den Freunden deute das, was ihnen Segensfreude gibt und daß so vieles, was scheinbar bloß mit eurem Volk verbunden ist, dem ganzen Weltall gilt, auch auf dieser Welt den Kommenden, bis zur letzten Zeit, wo das Final des Liebe-Schöpfungstages gleich einem Morgenrot erscheint. Was du für dich behalten sollst, um nicht die Freunde zu bedrücken, das verwahre ganz in dir und schreibe es nicht nieder. Es kommt die Zeit, da wird jederlei Geheimnis offenbar. Friede sei mit dir.“
In dieser großen Schau, wie stets des nachts gegeben, ist Sacharja völlig wach, wie es ihm noch niemals widerfahren war. Nun sieht er ‚seinen Engel‘ und wie dieser ihm die Hand aufs Haupt und auf die Stirne legt. Ein Himmelskuß, kaum verspürbar wie ein Hauch, dabei innigfest — nie hat er einen solchen Kuß empfangen, nicht einmal von seiner Mutter, die noch in Babylon durch allzu vielem Leid und Sorgen heim gegangen war.
Am andern Morgen winkt er Hachalja zu: „Laß mich heut‘ allein, es werden auch die Freunde kommen, Jichri, Romaseth, Bebai und Asrah, vielleicht schon morgen. Dann sollt ihr alles wissen, was als letzte große Gnadengabe uns zuteil geworden ist. Vom Guten und vom Schweren sollt ihr viel erfahren, nur Segensgutes gilt den lieben Leuten in Siloa. Aufrichten muß man die Gebückten; ist ja noch so vieles auszugleichen, bis einmal das äußerliche Leben — wenn nötig ist und sein darf — wie der seinen rechten Gang erhält.
Brauchst du mich, so findest du mich auf dem Hügel, wo einst ein Mahnmal stand zur Erinnerung, wie auch mehrere im Lande standen als Dankeszeichen für die Heimkehr in das Land vom Vater Abraham.“ „Geh‘ nur, Sacharja, ich spüre etwas Großes und ist mir in der Nacht gewesen, als würde über uns ein Sondersegen ausgeschüttet. Hm“, ein wenig lacht Hachalja, ist ein gutes Lachen, „wieder mal verkehrt gesagt:
‚Sondersegen‘! Der hochgeliebte Vater kennt und hat stets einen Segen, Er ist der eine Gott, wenn Er zum Heile eines Kindes eben Seinen Segen unterschiedlich wirken läßt. Immerhin — diesmal halte ich mich fest an Seinen Sondersegen.“ „Daran tust du recht, mein Freund.“
Sacharja verläßt das Haus. Bis zu dem genannten Hügel sind es gut zwei Wegstunden; doch der Prophet merkt es kaum und wundert sich, als er plötzlich auf der Höhe steht. Es ist ein klarer nicht sehr heißer Tag. Das Himmelsblau durchziehen weiße Wolken. Manche sehn wie Engelsflügel aus, denkt der Seher und freut sich über Gottes schöne Welt. Mit einem Seufzer:
„Hast sie wunderbar erschaffen, Schöpfer, sogar die kleine Welt. Und was treiben deine Kinder auf dem Gnadenplatz? So viele Kriege, Weh und Unterdrückung; und doch durchstrahlt Dein Licht die Finsternis. Deine Hände halten auch das Dunkle fest, die Armen, die Dir nicht dienen, Deinem Wort nicht folgen wollen. Herr o Herr, hilf in jener letzten schweren Zeit, die Du mir verkündet hast.“
Wieder weiß Sacharja nicht, wie auf dem Weg, welche Zeit dahingegangen ist, die Stirne aufgestützt, im Gebet, Dank und Anbetung versunken. Da spürt er eine Hand auf seiner Schulter. Nur ein Moment der Gedanke: ‚Warum kann man nicht einmal alleine sein? Wiederum gestört, wenn ich mein Herz dem Vater in die Hände legen will.‘
» Das kannst du tun, Mein Sohn; Meine Hände sind für Kinderherzen allezeit geöffnet, wenn sie an Dank, Anbetung und Liebe denken und nicht statt dessen Bitten vorzubringen wissen, von denen ohnehin die meisten überflüssig sind. Beinah wie erschrocken blickt Sacharja auf. Neben ihm steht ein Licht, wundersam, heller als die Sonne, wärmer als ihr Strahl und so — nein, er weiß kein Wort, mit dem er seine Wonne auszudrücken wüßte, die ihn überflutet, dabei demütig gefragt: ‚Wer ist dieses sanfte, wunderbare Licht?‘
‚Sohn‘ hat ‚Es‘ gesprochen. Wessen Sohn ist er? Daß es nicht des Leibes Vater ist, ein frommer guter Mann, auch in Babylon verstorben und wäre also doch im Vaterhaus. Daß Heimgegangene zu Menschen kommen können, meist freilich nur im Traum, ist Sacharja längst gewiß. Aber dieses Licht — ? Nein, das rührt von keinem Heimgekehrten her. Doch von wem — —
» Zergrübele nicht deinen Kopf, Sacharja; lasse dein geöffnetes Herz die Wahrheit spüren und merke auf! « Während dieser Worte hat sich das Licht verdichtet, in Gestalt. Und was für eine! Sacharja kann‘s nicht fassen. Daß dieses Licht kein Engel noch sonst wer ist, spürt er mit schwerer Seligkeit. Er hat vergessen, sich zu erheben, er saß auf einem grasumwucherten Stein. Und ist es — ist es Gott, da hätte er — sich erheben müssen, ist sein Nachgedanke.
« Noch einmal, Mein Sohn: grübele und forsche nicht im Sinne eines Menschen von der Welt. Du hast Meines Sendlings Wort und Offenbarung in der Nacht erhalten und dir ist: Das wäre ja der Gnade viel zu viel, wenn nebst meinem Engel auch noch — Und da stockt dir deine Zunge. Die kannst du stocken lassen, wenn‘s nicht anders geht, weil du wie überwältigt bist von Meinem Segen, der dir reichlich zugeflossen ist und Ich nun auch noch Selber bei dir bin. Du denkst: Ja, bei Abraham, Mose und den Großen; doch bei mir —?
Demut ist ein Edelstein der Seele; und ein reiches, fröhliches Gemüt sehe Ich Mir lieber an als Unterwürfigkeit, selbst wenn diese ebenso ein Teil der Demut ist. Wenn Ich zu einem Kinde komme, im Wort, durch Boten oder Selbst gebracht, oder in der Schau, meinst du nicht, Sacharja, daß Ich‘s wissen müßte, ob ein Kind dessen würdig ist oder nicht?
Die Menschen dieser Welt sind nicht bereit — allgemein, Mich zu empfangen, weil sie sich dann wenden müssen, eben meist von ihrem falschen Weg und Tun. Das, wenn es nicht aus Bosheit ist, rechne Ich den Materiewegen zu und streiche gern etwas aus, um Meine Kinder zu entlasten.
Du hast in jungen Erdenjahren schon manch Herzeleid ertragen, in letzter Zeit in für euch fremdem Land die Unterdrückung mit erlebt, wie dein Vater durch Verleumdung in den Kerker kam und erst Kores ihn befreite, zu spät, durch Gram und Schmerzen dann gestorben ist, und darauf auch noch deine Mutter. Dennoch bist du bei dem ‚Wort‘ geblieben, das dein Vater dich gelehrt hat und es selbst trotz allem Übel sich bewahrt bis in den Tod.
Darum und um deiner selber willen habe Ich dich vorgesehen, noch einmal das Volk zu rufen, dem so viele Gnade widerfahren war und sind bloß immer Wenige gewesen, die es durch ihren Glauben, ihre Standhaftigkeit an Mich gebunden hielt. Du weißt ja nun, daß Ich niemals nur ein einziges Volk, einen Menschen ausersehen, sondern daß Ich alle und Mein unermeßlich hehres Werk in Meinen Schöpferhänden halte. Ja, das vergangene Israel, auch Juda, wie es jetzt besteht, haben sich gebrüstet, auserwählt zu sein vor aller Welt. Du bist auch menschlich klug genug, um zu prüfen, zu begreifen, daß Ich, der allmächtige Gott, entweder alles Mir bewahre oder — nichts, sollte einst Mein Opfer nicht zur Umkehr führen in der Hinsicht eines freien Kindeswillen, wird Meine Grundbedingung nicht anerkannt.
Es schüttelt dich und du denkst: Nichts gäbe es bei Mir doch nie! Ganz recht, Mein Sohn. Bin Ich ein ewiger und auch sichtbarer Gott, so kann es bei Mir schöpfermäßig nie ein ‚Nichts‘ ergeben, trotz des den Kindern überlassenen Freiheitsweg. Nun freut sich deine Seele und jauchzt Mir herzlich zu: Vater, Du allein ewigwahrer Schöpfer Deiner UR-Unendlichkeit.
Noch geht die Frage in dir um, mit trüben Sinnen: ich habe Gott gesehen und gehört; was haben meine Freunde? Kann ich ‘s ihnen sagen, ohne sie zu betrüben: weshalb nicht auch wir? Warte ab, du wirst abermals ein Wunder haben. Du weißt nicht, und das ist keines Menschen Fehler, wie Ich ein Mir treues Herz erziehe. Deine Freunde sind Mir lieb und wert. Ich kann Kinder prüfen, weil sie ‚etwas‘ nicht bekommen, was dem anderen zuteil geworden ist. Ebenso ist es ein Prüfen, ob jemand durch empfangene Gabe sich vor anderen erhebt, wie Ich als Beispiel Israel und Juda nannte. Die letztere Prüfung ist viel schwerer, als die erst genannte.
Diesmal sei es dir gesagt, doch streiche Ich es wieder aus zu deinem Seelenheil: die schwere Prüfung hast du nicht direkt gespürt, wohl aber stets bedacht: nicht meinetwegen gibt der Herr Sein Wort und Seine Offenbarung her. Mit dem Gedanken, allzeit Mir zur Hand gegeben, hast du deine Prüfung gut bestanden. Du wirst bald merken, wie deine Freunde, die Meine lieben Söhne sind, die Töchter nicht vergessen, es nicht einmal als Prüfung merken, sondern sich von Herzen freuen, wenn du ihnen Meine Worte bringst.
Nun sei gesegnet und denke an die Mahnung deines Engels, nicht betrübt zu sein, nagende Gedanken überwinden, wenn dein offenes Prophetentum zu Ende ist. Das Geheime, kann durch gute Taten und durch Hilfsbereitschaft bis an deines Erdenlebens Ende offen bleiben, weil ein gutes Tun sich selber offenbart. Mein Licht überstrahlt zu allen Zeiten Meine Kinder! «
Daß sich der Mensch schon eine lange Weile an Gottes Brust gelehnt, merkt er nicht; erst nun, da Gottes Hand sein Haupt berührt und wie auf lichtem Weg von dannen geht, da ist‘s Sacharja, als ob ihm etwas fehlt. Doch ermannt er sich, streicht ganz behutsam über jene Stelle, auf der der Höchste neben ihm gesessen hat und will er diese Stelle hüten. Da soll kein Mensch mehr sitzen. Mit Hachaljas Hilfe gelingt ihm das auch später. Sie pflanzen neben diesen Stein einen dicht wuchernden Strauch, der den ganzen Stein bedeckt.
Wie war es nun, als Sacharja von der Höhe wiederkam und nicht gleich wußte, was er sagen solle? Er war noch den ganzen Tag in sich versponnen und hatte zu Hachalja nur gesagt: Morgen. Dieser gibt sich diesem ‚Morgen‘ hin. Am Gesicht des Sehers sieht er indessen innere Bewegung. Was, fragt er sich, hat der Prophet erlebt? Daß es noch mehr sein muß, als ein Engelstraum und -wort, wird ihm gewiß, als hätte es Sacharja schon verkündet. Am nächsten Tag —
Es ist Nachmittag, als Hachalja an einem Fensterbogen steht und ins Gelände sieht. „Sie kommen wirklich“, sagt er zu sich selbst, als er Romaseth, Bebai und Asrah, auf Eseln reitend, erkennen kann. „Hat Sacharja recht gesehen. Wer nicht tiefer blickt, sieht ihm das Prophetentum, nicht an. Wer weiß, was wir alles hören werden.“ Er eilt zur Außenpforte, um die Gäste zu empfangen, ruft den Knecht herbei, die Tiere zu versorgen.
„Willkommen!“ Dabei hilft er Romaseth vom Sattel. Ein leichter Scherz, in dem doch Tiefes liegt: „Habt wohl eine gute Nase, weil es euch zu uns getrieben hat?“ „Hm, an sich kamen wir Matuja‘s wegen; doch stand im Vordergrund: Gibt es etwas Neues, Herrliches? Mir war, als winke eine Hand im Traum; und da wir eben den Propheten nahe bei uns haben, sind wir sicher nicht umsonst gekommen.“
„Das will ich meinen“, sagt Hachalja. „Gestern hatte er ein besonderes Erlebnis. Was es war, weiß ich nicht, doch am Gesicht Sacharjas habe ich gemerkt: etwas Großes. Er war nämlich gestern auf dem Mahnmal-Hügel und kam zurück, verklärt — innerlich noch abgeschlossen, sagte aber vorher, ihr würdet heute kommen.“ „Sowas sieht er auch voraus?“ wundert sich Bebai.
„Da ich längere Zeit mit ihm verbunden bin und wir hier gemeinsam leben, weiß ich es, daß er ein echter Seher ist“, erwidert es Hachalja. „Mag er kein Elia sein, wie er verspottet ward, diesen Großen könnte jetzt das Volk gar nicht vertragen. Denke ich an dessen Taten, bei der argen Isabel und dem gleichfalls argen Ahab, wie Elia anderwärts im Auftrag seines Herrn zu wirken wußte, ich würde mich vor ihm verkriechen.“
„Verkriechen müßten wir uns auch vor Gott, da ohnehin besonders; denn selbst wenn man helfen will, zum Guten und zum Heil des Volkes bei noch vielen Widerwärtigkeiten, geht einem manchmal die Geduld verloren und müßte doch bedenken, wieviel Geduld der Herr bei einem selber aufzuwenden hat“, bekümmert sich Romaseth.
„So streng sehe ich‘s nicht an“, meint Asrah, „denn das sieht der Herr, wenn man sich Mühe gibt, diese aber in den Wind geschlagen wird und dabei der Mensch leicht selber die Geduld verliert. Gott, unser Vater Zebaoth, ist gut! Wie hat Er unser Volk geführt. Ich möchte gerne wissen, wie Er uns unbekannte Völker führt?“ Das Gespräch, aus hehrer Gnade, ist ein Vorstrahl dessen, was Sacharja dann verkünden kann.
Nach einem frühen Abendmahl sitzen sie in einem kleinen Raum beisammen. Hachalja hat auch Hortysa herbeigeholt. Trotz Alters ist sie aufgeschlossen, und wenn sie auch nicht viel darüber spricht — in ihrem Innern wohnt ein gutes Licht. Erst fragt Sacharja, ob die Jerusalemer den ‚Wink‘ verstanden hätten; er habe Gott darum gebeten, sie aufzurufen. Hachalja bestätigt es, da er mit den Ältesten schon darüber sprach.
Nun berichtet der Prophet, was er am Vortag Überherrliches erleben durfte und unterdrückt dabei das Gefühl: Wie nehmen das die Freunde auf? Prüfend sieht er in die Runde, kann aber nicht erkennen, wie die hehre Botschaft aufgenommen wird, ohne daß die Hörer denken: warum nicht wir auch? Eine kleine Prüfung für Sacharja. Selber wundert er sich, wie wörtlich ihm das heilige Gespräch des Herrn wiederkommt, jenen Hinweis ausgespart, was er für sich behalten sollte, zum Segen für die anderen.
Es naht die Nacht, als er geendet hat. Behutsam klang die Stimme, wie er über jene Stelle strich, wo neben ihm der Heilige saß. Auch behutsam sieht er rundum und wagt es nicht, zu fragen, was die Freunde denken. Die bleiben eine Weile stumm, während sich Hortysa Tränen aus den Augen wischt. Das sieht Sacharja und er streichelt ihr die müden Hände, die noch immer arbeitsam und rege sind. Hachalja hat die Stirne aufgestützt. Ihn kam die Frage: warum — Doch hielt er sich so gleich zurück. Ist‘s denn nicht derselbe Segen, auch wenn er durch den Freund das Wort erhalten hat? Dafür sieht Romaseth jetzt auf und die andern tun‘s ihm nach. Er sagt verhalten:
„Das war eine Offenbarung! O Gott, wie kann ich Dir bloß danken, daß ich diese Gnade haben darf?! Wunderbar hast Du uns gesegnet, weil wir Dir so nahe rücken durften! Mir ist‘s gewesen, als säße ich an Deiner Seite wie Dein Prophet und gar nicht anders. Wir können Dir nur danken und Dich bitten: erhalte uns Dein Wort und Deine Gnade!“ Bebai und Asrah drücken dem Prophet die Hände.
Du hast das Herrliche erlebt und wir durch dich“, sagt Bebai. „Mir ist‘s ebenso, als hätte es der Herr jetzt Selbst gebracht.“ Asrah bestätigt es, während Hachalja so tief bewegt ist, wie die anderen freilich auch, daß er zunächst nichts sagen kann. „Wie bin ich befreit“, seufzt Sacharja auf, „und wie recht hat der Herr gehabt. Ah, recht hat Er immer und allein! Hatte aber große Sorge, es könne euch bedrücken, weil . . .“ Nun steht Hachalja auf, vor nicht zu bändigender Freude umarmt er alle, hält Sacharja fest und sagt:
„Daß du um uns Sorge hattest, ist ein Zeichen deiner Liebe und Bescheidenheit. Ich gebe zu: mir kam kurz das ‚Warum‘, um das du für uns bangtest. Der gute Vater wird es mir verzeihen. Denn wer von uns“, er sieht alle fragend an, „möchte nicht das Heil erleben, ganz nah bei Gott zu sein? Das möchte man und hat ein kleines würgendes Gefühl: bist du‘s wert? Würde dir dein Herz nicht stille stehen? in den Abglanz Seines Lichts zu schaun? Denn das denke ich:
Kein Kind kann Sein volles Licht ertragen. Er wird immer für uns eine ‚Mose-Decke‘ nehmen. Mir fällt ein Wort des Jesaja (I-sai) ein, daß selbst ein Cherubim und Seraphim mit Flügeln sich bedeckten, so herrlich zeigte Er Sich ihnen (u.a. Jes. 7, 2). Deshalb — ich weiß zwar nicht, ob es Gott gefällt — bin ich beinah froh, Sein Wort durch Seinen Sendling aufzunehmen. Ihr Ältesten hattet recht: Wir durften jetzt ganz nah bei unserm Herrgott sitzen, obwohl unsere Augen Ihn nicht sehen konnten. Dank, o Herr, Dank und immer wieder Dank für Deine übergroße Güte.“
Da tönt vom Vorhang her ein Wort: » Amen! « Und ist ein Hauch, der sie berührt, wie Engelsflügel und noch viel mehr. Demütig neigen sie sich nieder. Sacharja denkt: mir gilt auch das Amen. Nur langsam finden sie ins Weltliche zurück. Im Osten naht ein erster heller Schein. Keiner spürt des Leibes Müdigkeit, trotzdem sie bis zum Morgen wachend blieben.
Erst später ruhen sie ein wenig aus; sie wollen gleich nach Siloa zu der sich bildenden Gemeinde. Man schließt sich immer mehr zusammen. Alle lieben Leute dort sollten Gottes Gnadenwort erhalten. Sie erfahren eine Extra-Freude: Matuja läßt sich zur Halle tragen; ein Schäflein, daß des Hirten Ruf erkannte und nun ist‘s Ihm nachgefolgt, ließ sich aus seiner dunklen Irre führen.
Noch viel Segen geht von Siloa aus. Die engsten Freunde helfen, denn manchmal noch erhält Sacharja ein Wort im Traum, das er allein Gotteskindern bringen darf.
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