Der Bogen des Bundes und der Gnade; eine einmalige Predigt Gottes an die Abel-Gemeinde; die Engel kehren bei Saphat ein.
Eine Wolke hat sich entladen. Die Natur stößt köstliche Frische aus. Im Westen, auf dem Sattel des Manasser Höhenzuges, der sich vom Norden bis fast nach Dor am Großen Meer erstreckt, und aus dessen Flanke der Karmel steigt, wölbt sich von Ataroth bis Dothan ein wunderbarer Regenbogen. Seine Enden ruhen segnend auf der Erde, seine Höhe bleibt ungemessen. Alle schauen stumm ergriffen auf das ewige Gebilde, das Gott gesetzt hatte nach der großen Flut.
„Dein Bogen des Bundes und der Gnade! O Herr, lasse seine Kraft unsere Seelen überfluten, daß das Herz Deiner Güte danken lernt, und der Geist den Bund behält. Vermähle uns Deiner Liebe wie die Braut dem Bräutigam. Komm, JESURUN, Heiland aller Welten! In Israel gibt es keinen anderen Erlöser als DICH von Ewigkeit zu Ewigkeit! Wir empfangen Dich mit der Inbrunst unserer Liebe.“
Elia wirft sich nieder; keiner zögert, es nachzutun. Da bilden sich am Bogen zwei Hände: Lichtgebilde im Lichte göttlicher Enthüllung. Sie heben ihn empor, daß man meint, als höbe sich das Firmament. Die Hände tragen den Bogen näher, wobei er sich zur möglichen Anschauung verengt. Nun steht er wie ein herrliches Tor über Abel-Mehola und Abel-Gafra. Die Hände greifen in des Bogens halbe Höhe, und Licht flutet in sein weites Rund. Es formt sich, bis es den Schauenden erkenntlich wird. Noch ruhen die Hände an dem Bogen, und wie ein Lichtkreuz steht die Gestalt in seinem Flammenmeer.
Viele weinen; wer keine Träne hat, dem schluchzt das Herz. Aber alle flehen stumm mit erhobenen Händen: ‚Herr, komme!‘ Da löst sich das Licht vom Bogen, der aufwärts schwebt und entschwindet. Dafür wirft sich der Himmel in den Königsmantel seiner Sternenpracht, deren Strahlen friedvoll auf die Erde fallen.
Man schart sich um Elia. Man ist froh, ihn hier zu haben; er kann die machtvolle Segnung tragen. Und wie er sie trugt! Vom Glanze eingehüllt, flutet diese durch ihn über die Gemeinde hin wie des Mondes zartes Silber über Gottes Welt. Da können sie die zugedeckte Herrlichkeit des Herrn ertragen. Wie ein Mensch kommt GOTT zu ihnen auf den Hügel und geht auf eine schlank gewachsene Zeder zu, die Saphat bei der Geburt des Elisa pflanzte. Zwei Lichtwesen begleiten ihn. Elia neigt sich bis zur Erde, findet aber selbst kein Wort, den Überquell seines jauchzenden Herzens darzubringen. Der Herr hebt segnend Seine Rechte auf und spricht:
„Kinder dieser Erde! Mein heiliges Wunder erfaßt ihr nicht, daß der wahrhaftige Gott Sich wie ein Mensch euch offenbart. In Furcht erschüttert wähnet ihr, die Erde müsse euch verschlingen. Ich aber frage: Beseligte euch nicht der Gnadenbogen Meines Bundes? Es war die Erhebung eures Menschseins, als das offene und zugleich schützende Himmelstor über eurer Erdenstätte stand, euch zubereitet, die ihr ein Grundstein Meines Hohen Hauses seid und werden sollt. Wenn also und wenn dabei euch keine Furcht beschlich, vielmehr hehrste Freude als Macht Meiner Gnade sich enthüllte, wie möget ihr vor DEM erzittern, der euch dieses Heil beschert?!
Ihr Hebräer denkt an Moses Wort: ‚Denn Gott ist gekommen, daß Er euch versuchte, daß euch Seine Furcht vor Augen wäre und ihr nicht sündiget.‘ (2. Mo. 20, 20.) Fast alle glauben an die Versuchung; und ihr andern, die man Heiden nennt, denket gar, ihr kämet tot von dieser Stätte, weil kein Mensch lebendig bliebe, der jemals einen Gott geschaut. Darum machten eure Väter sich die Götterbilder als die Verbindung zu dem Unsichtbaren. Doch die Völker schufen sich daraus den ‚Baal‘: die Macht der Großen über alle Kleinen; und sie stellten das ‚Aschera‘ auf: die Täuschung über die thronende Weltherrschaft.
Fürchte dich aber nicht, Meine kleine, liebe Herde! Kein Geschöpf verliert sein Leben, wenn es seinen Schöpfer sieht! Freuet ihr euch nicht, wenn eure Kinder bittend und dankend zu euch kommen? Bleibe ICH für alle Werke einzig und allein der Schöpfer, weil Ich aus Meiner Macht die Schöpfung schuf? O nein, Mein kleines Volk! Löse dich vom Dasein dieser Welt; denn ich, der Schöpfer, bin mit jenem Augenblick der VATER jedes Lebens, wenn es sich als Bildnis aus des Schöpfers Hand erkennt.
Im Nicht-schauen liegt auch das Nicht-erkennen! Ich bin das Heil von jenem Anfang an, wo Ich als Schöpfer ein Gebilde schuf; und von Anfang an ein Vater, weil anders sonst die Schöpfung nur ein pures Werk geblieben wäre. Eine Schau bringt das Erkennen, daß ICH euch erschuf. Ein Geschöpf, das Mich nicht sieht, kann wissen, daß Ich sein Schöpfer bin; doch das lebendige Gefühl geht ab, womit ihm der Impuls zur Seligkeitsempfindung fehlt. Hätte Ich jedoch den Vorenthalt gesetzt, so hätten die von Mir gezeugten Kinder keine eigene Verbindung. Mein personhafter Lebensanteil setzt voraus, daß ein Kind mit seinem Schöpfer den Verbindungsstrom erhält, der es frei und herrlich zur PERSON erhebt.
Moses Wort war der Schlüssel, mit dem Mir jeder nahen konnte. Doch man sagte lieber: ‚Gehn wir fern vom Angesichte Gottes, so sieht Er nicht, was Ihm zuwider ist.‘ Daher behielt das Volk die Angst, die durch die Sünde im ‚Nur-Geschöpflichen ihren Ausdruck hat. Mein Erscheinen ist keine Versuchung; sie ist und bleibt das ‚heilsame Ansuchen’ die aus allen Sünden selbstgebaute dunkle Todesschranke aufzuheben, um mit Mir frei und herrlich zu verkehren.
Das Verbergen war dem Volke angenehmer als eine Offenbarung. Als Entschuldigung hieß es: ‚Wir wollen Gottes Furcht vor Augen haben, daß wir nicht sündigen.‘ Mose machte daraus ein Gebot, um Israel vor Mir zu entlasten. Die Furcht ward zur Angst, dem Lichte fremd. Ein Spiegel dieser Welt! Nur die Treuen traten vor Mich hin, weil sie Mich als gnadenreicher sahen denn alle Angst der Ängstlichen. Als sie den Lebensstrom erkannten, wurde ihre Furcht zur Ehrfurcht: das gerechteste Empfinden, der Adel einer jeden Seele.
Ehrfurcht hebt das Geschöpf zum Kind empor, weil in ihr die Macht der Liebe ruht. Wer Mich liebt, will Mich nicht betrüben, wie ICH kein Kind betrübe. Trübsal stammt ja aus der Weltenangst, Ausdruck und Anteil einer Sünde. Wer Mich sieht, hat keine Sünde, denn da wird ein Kind zum Funken Meiner Lebensflamme. Das Volk wählte sich die Sünde weil es Mich nicht sehen mochte; es verbarg sich hinter Mose, wie sich einstmals Adam auch verbarg.
Das gilt allen, obzwar jeder seiner Furcht verschiedenen Ausdruck gibt. Wer keine Ehrfurcht hat, weiß nichts von Meiner Liebe! Beide sind der untrennbare Wesenszug aus der Verbindung, die die Materie zum Himmel hebt. Kommt ein Kind zu keiner Anschauung, so läßt sich seine Tiefe nicht zur Höhe bringen. Geschieht es aber, wird die Ehrfurcht wahre Liebe, die sich anbetend vor Mir neigt. Jede Anbetung ist eine Ehrfurcht, die MIR gebührt, die ICH in Anspruch nehme und die das Kind sich ohne Scheu dem Vater nähern läßt. Das ist das Pfand des Lebens, aus der Schaffensmacht dem Kinde anvertraut.
Wo die Ehrfurcht stirbt, hat man zuvor die Liebe begraben!
Was furchtlose Liebe heißt, ist die große Täuschung: Aschera!, deren totes Bild die Menschen ohne Angst betrachten. Sie wähnen, es decke sie vor Meinem Angesicht. Das ist der greuelvollste Götzendienst; denn so versucht der Mensch, seinen GOTT zu hintergehen! Daß ihm das nie gelingt, sagt ihm jede dunkle Ahnung, er aber es zu können glaubt, bewirkt seine ehrfurchtslose Seele.
Wenngleich Ich eure Angst als unnötig bewies, war sie doch als Ehrfurcht Mir die Gabe eurer Liebe. Mit ihr mag jeder zu mir kommen; so empfängt er Meinen Vater-Liebe-Strahl, der ausreicht, euch selig zu machen auf euerm Weg bis hin zu Meinem Gnadenstuhl. — Mose ordnete die Opfer an, weil Israel nicht sein eigenes ich in der Anschauung seines Gottes opfern wollte. Jeder wußte: ‚Wer Mich sieht, verliert sein Leben! (2. Mo. 3.3, 20.)Weder aber wird das Erdenleben dabei aufgehoben, noch weniger das Leben aus dem Geist!
Warum soll sterben, was ICH erschuf? LEBEN hat den gesetzerfüllten Grund im Schöpfer, der Leben und Gesetz gestaltete und beides aufeinander angewiesen hat. Könnt ihr gesetzlos leben? ohne Leben die Gesetze halten? Ich setzte beides zu dem Grund, darauf sich Schöpfer und Geschöpf begegnen! Errichtete Ich das Bleibegesetz, so nehme Ich dem Kinde nicht das Leben, bleibt es auf Meiner Ordnungsbahn, wo es Mich ja sehen kann. Doch welche Wahrheit, die Mose einst von Mir empfing! Das ‚Leben-verlieren‘ ist das Aufgeben des Ichbewußtseins, das ein Mensch nur ungern seinem Schöpfer opfert.
Ich frage: Seid ihr tot? der Welt entrückt obwohl ihr euch jetzt unirdisch fühlt? Seht ihr nicht des Himmels Sternenglanz? Hört ihr nicht die Stimmen der Natur?! Faßt euch an; ihr fühlt euren warmen Körper. Trotzdem habt ihr getreu dem ewig wahren Wort euer Leben nun verloren, da ihr Mich gesehen habt.
Das verstehe geistig, kleines Licht im Dunkel dieser Welt. Ich offenbare euch Mein Leben und bedarf’s nicht mehr des eueren, das sich vom Schöpfer durch die Sünde scheidet. Auch Mose verlor sein Leben, nachdem er Mich gesehen hatte. Von da ab war er ein Anteil Meines Lebens, daß er nur noch dachte, sprach und handelte in Meinem Willen. Das machte ihn zu einem Mittler zwischen Mir und jenen, die ‚Meine Furcht vor Augen haben wollten‘. Also ist auch euch, Meinen lieben Kindern, Meine Offenbarung durch Elia zugekommen; denn erst Mein Wort hob euch aus der Angst heraus, während Elia in angstloser Demut und ehrfurchtsvoller Bescheidenheit sein anbetendes Herz auf jene Stelle legte, wo Meine Füße stehen.
Selig ist, der die Furcht zu seines Lebens Anfang setzt, der in Ehrfurcht zu Mir betet! Eine ferne Anbetung, die aus freiem Glauben wächst, ist ein Mich erfreuender Wohlgeruch. Doch eine nahe Anbetung ist die Speise, die ein Kind Mir opfern kann. Bin Ich nur ein Gott der Nähe oder nur der Ferne? (Jer. 23, 23.) Oder bin Ich ein so naher Gott, der Sich vor Seinen Kindern nicht verhüllt?!
Der Mensch betrachtet gern sein Bild, bis sein kleines Ich zum Götzen wird. Wer verlieren will, was in Leidenschaft sein Dasein ist, der sehe Mir in Meine Augen. Dann lebt er nur Mein Leben; dann wird sein totes Ich zum Grund, der Meinen hohen Lebensanteil trägt:
In der Anschauung Meines Angesichtes ohne Sünde!
Wer dieses tut, der ist gestorben und ist wiedergeboren aus Meinem Ich, wie es der Materie zur ewigen Erlösung zubereitet ward! Denn solang die Welt und ihre Ferne bleibt, so lange löst Mein Leben in steten Opfern die Gefallenen von ihrem Fall!
Heute seid ihr frei geworden, Mein Odem tilgte eure Schuld. Wer in der Anschauung verbleibt, die auch einmal auf der Welt genügt, um sie lebenswahr für immer zu behalten, kann nie betrüben. Hier setze Ich aus Liebe euern Willen vor die Tat; denn der gute Wille wird gewertet. Wer wirklich will, gelangt von selbst zur guten Tat. Verfehlungen, nicht immer zu vermeiden, fallen ah, sobald Meiner Anschauung vom Kinde aus das Ehrfurchts-Liebeopfer folgt.
Ich Selbst bin euch ein Bogen Meines Bundes und der Gnade; denn das Bild verging, dafür stehe ICH vor euch! Ihr spürt, daß ihr der Welt gestorben seid. Als Gegengabe wurde Meines Reiches Leben euer ganz persönlicher Besitz. Wer das neue Leben sich behalten will, der möge seines Herzens Liebe Mir als Ehrfurchtsopfer überlassen. Denn solche Opfer sind Mir wohlgefällig, deren Rauch — von Mir gesegnet — heiligend auf die Opferbringer niederfällt.
Das ist Mein Bund in Ewigkeit, Mein Testament, das nicht erneuert wird, wohl eher für die Welt einer neuen Darstellung bedarf. (Ga. 13, 17.) Wer Mich sieht, wie ihr Kinder jetzt, der hat schon Meines Testamentes Offenbarung, da er sich selbst gestorben und in MIR auferstanden ist. Kommet her! alle, die ihr mühselig und die ihr beladen seid! Ich löse jeden vom armen Leben, löse von der Herrschaft dieser Welt! Dafür binde Ich ihn an Mein Leben, verbinde ihn mit dem Reich-Tum Meiner Ewigkeit! Amen.“
Der Himmel gleicht dem Heiligtum, dessen sanftdunkles Rund, von Sternen übersät, die ‚Herde‘ liebewarm umhüllt. Greifbar erscheint die Herrlichkeit. Aber erst der Herr! Seine unsagbare Freundlichkeit zieht einen jeden zu Ihm hin. Elia und Elisa begeben sich neben die Himmlischen, um den andern Raum zu lassen. Obadja, Maggoth, Rachel und Rebekka treten vor, die Männer aufgelöst in tiefster Ehrfurcht, die jungen Mädchen im Tränenstrome heißer Liebe. Für jedes Herz hat der Schöpfer-Vater ein besonderes Segenswort.
Nachdem alle Gott ins Auge sahen, wissen sie, wie wahr das Wort vom ‚Leben-verlieren‘ ist. Die Kleinen kauern sich zu Gottes Füßen nieder. Haben sie den hehren Sinn auch nicht erfaßt, ging doch in ihrem kindlichen Gemüt das eine auf: O, möchte dieser Abend niemals enden! Das sagt Maggoths Sohn, der besonders dankt, weil Gott ihnen ihren Vater wiedergab. Und er wollte gern dessen Liebe mit Simalahs Kindern teilen, damit auch diese einen Erdenvater hätten.
Gottes heilige Augen strahlen hell. Er drückt den Knaben auf Sein Herz. Doch das Leben auf der Erde ist noch zu erfüllen. Und pflanzt sich Gottes Anschauung in ihren Seelen fort, so reicht sie aus und wird zum Wunderkad und -krüglein bis ans Lebensende auf der Welt. —
Gott ist gegangen. Doch die Himmlischen sind dageblieben. Es folgt ein langes Schweigen, und erst in Saphats Hause lösen sich die Zungen. Elia unterhält sich mit dem einen Himmlischen, der der ‚Schöne‘ ist. Maggoth betrachtet verstohlen den anderen. Kann jemand solchem Engel gleichen? Allerdings — der junge Sidonier besaß ein so reines Gesicht, was ihm damals aufgefallen war.
„Maggoth“, fragt der Jüngling, „prüfst du, wer ich sei?“ „Ja ja, mir ist sonderbar zu Mute. Du — verzeihe mir den sündigen Vergleich — siehst fast so aus wie jener junge Heide, der mich errettet hat.“ „Nun, der Heilige hat Sich als unser guter Vater offenbart, also kann ich meine Decke fallen lassen. Ich bin dein Sidonier.“ „Ich habe mir‘s doch gleich gedacht!“ Maggoth ist erregt.
„Darf ich dich umarmen, wie einst am Meer? Dort warst du mir ja nur ein Mensch, jetzt bist du aber sozusagen . . .“ „Siehe dir Elia an“, unterbricht der Lichtfreund heiter, „und erkenne, daß man alles darf, was reine Liebe will.“ Elia preßt eben seinen ‚Schönen‘ fest an seine Brust und flüstert jenem zu: „Nun kehre ich bald heim! Und dann, Bruder, stehen wir wieder Hand in Hand zum Dienst am Heiligen Herd.“ Niemand hätte dieses Wort begriffen.
Durch Elia ermutigt, redet nun jeder mit den Himmlischen ganz unbefangen. Som-Hasads Frau, die feine, gemütvolle Rebora, bittet den ‚Schönen‘, wie man ihn bereits schmunzelnd nennt, ob man die kleinen Kinder wecken dürfte, damit sie ebenfalls von all der Gnade etwas hätten. Der Schöne lächelt: „Rebora, du selbst hast keine Kinder, bist aber vielen Kindern eine gute Mutter. Und das wiegt tausendfacher auf, als wenn du selber Mutter wärest. Das mütterliche Mitgefühl für arme Kinder ist von GOTT geheiligt und steht sogar über dem eigenen Muttertum.
Daß eine Mutter ihre Kinder liebt, ist naturgebunden; fremden Waisen, Mutterlosen, Mutter sein, ist eine Gabe aus dem Geist. Wohl dir! Du hast sie gepflegt und zwar nicht aus dem Verlangen, dich zu entschädigen, sondern nur der Kindlein wegen. Du dachtest an die Kleinen deiner Schwestern, die es auch gern wollten, nur trauten sie sich nicht zu fragen. Darum holet sie herbei, wenngleich sie diese Nacht im Traum mit ihren Engeln spielten.“
Das wird noch eine wunderschöne Stunde, in der Mütter und Mädchen von den Engeln lernen, wie man seine Kinder gut erzieht. Als die Morgenröte grüßt, grüßen auch die Engel, die nun scheiden. Allein — sie werden nie vergessen, am wenigsten der gute Herr! — —
Die Abel-Gemeinde, wie man kurzweg überall die glaubensstarken Ortschaften Abel-Mehola und Abel-Gafra nennt, erhält sich bis zur zweiten Babylonischen Gefangenschaft. Und solang sie existiert, umfaßt sie Heiden und Hebräer, die gemeinschaftlich an ihres Gottes Gnadentafel sitzen. — —
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