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4. Teil – DIE HIMMLISCHE HERRLICHKEIT

Kapitel 21-22

Das Hohe Reich tut seine Tore auf. Trotzdem erhält auch hierbei der letzte Bibelprophet unterschiedliche Bilder, von der großen Überschau bestrahlt, wie sie aus der letzten Materie-Entwicklung zuerst der Ordnungsträger Mose auch empfing. Diesem ward zuteil, manches vor dem Liebetag zu schauen, jenem das Hernach. Nur blieb von Moses Schau das meiste bis zur Abendzeit des sechsten Tages zugedeckt.

Im Anfang (Joh. 1, 1), entnommen der stehenden und waltenden Machtpolarität, den Bedingungen und der Freiheit, betrat keineswegs die mosaische Schau (1. Mo. 1, 1); es ging dasselbe auch von URs Gesamtsein aus. Denn die darin enthaltenen Werke hatten ihren eigenen Beginn und ihr eigenes Ende, aus denen gleichfort neues Werden ward. Aber hier schon steht der hehre Bündnisbogen des ‚Weißen Riters Treu und Wahrhaftig‘ hoch gewölbt. Der BUND offenbart sich in der Vorschau Moses, die GNADE in der Nachschau des Johannes. Das ganze Bibelwerk ist unter diesem Bogen wundersam beschlossen: in die Hütte = Obhut eingehegt.

Was Mose sehen und Johannes offenbaren kann, hat einst Rafael als Träger und als Mitgestalter des reichen Liebetages an dessen ersten Glockenschlag erkannt: Das herrliche Finale, dessen Unermäßlichkeit UR SELBER ist! Rafael, der Liebe Lichtfürst, sagte, lang bevor der Schöpfungsfall erlolgte:

„O Vater, allheiliger UR, wie gut Du zu Deinen Kindern bist. Ja – gut! Das kommt aus Deiner Güte, deren Lebenswasser unausschöpflich ist. In dieser königlichen Güte, dem GUT‚ liegt wohl Deine Wesenheit GOTT begründet, mit der Du am Liebetag uns Deine Offenbarung schenkst, wie wir es ernstlich kaum begreifen können. Dein Wesen enthüllt sich wunderbar! Du hast uns diesen Liebemorgen wie einen Feierabend zubereitet. Wahrlich, ist jetzt schon seine Fülle kaum zu Messen, — sag‘, mein Vater, was alles bringt uns noch der Tag?!“

„Viel Segen, Mein Sohn Rafael, viel Arbeit und manch bittere Entscheidung! Alles zusammen aber ist der Abend, den du fühlbar in dir trägst. Siehe zu, und verliere nichts!“

„Verlieren — ?“ Rafael sieht ernst empor. „Kann die Liebe oder eine andere Eigenschaft je etwas verlieren, o Vater‘“

„Die Eigenschaft nicht selbst; denn sei gewiß Mein ICH verliert nichts, auch wenn ein Kind sich selbst verliert und damit Meine Gabe, die immer bleibt, was sie ist!‘‘

Mein Ich verliert nichts!! Damit war der unerschütterliche Grund gelegt, das Reich, das nun in Seiner

Himmlischen Herrlichkeit

allen Kindern gabenmäßig und auch erblich zugeteilt werden soll.

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