Der Zug hat sich vom Meere abgewandt, hinauf zu der Terrasse, die wir schon kennen. Arvodos Auge blickt erstaunt auf die bluehende Pracht ringsum. Es ist das versteckte Paradies, das den Wohnsitz der beiden Einsiedler am Meere umgibt. Sie sind mit dem noch immer bewusstlosen Upal jetzt in ihrem Obdach angelangt und legen ihn auf ein Mooslager nieder. Der Alte legt seine Haende auf den Kopf des Bewusstlosen und leise bewegen sich seine Lippen im stummen Gebet. Dann naehert er sich Arvodo, winkt ihm und beide begeben sich abseits, um den Schlaf des von der Gewalt der Ereignisse niedergeworfenen Upal nicht zu stoeren. Arvodo findet endlich Worte und es entwickelt sich zwischen beiden folgendes Gespraech:
„mein Gefaehrte nannte Dich beim Namen des verschwundenen Koenigssohnes Muhareb. Bist Du es, der rechtmaessige Koenig von Mallona?"
„ich bin Muhareb, Mabans Sohn. ich bin der rechtmaessige Koenig, aber Areval thront in seiner Hauptstadt!'<
In dringendem, aufgeregtem Tone, mit bittender Gebaerde naehert sich Arvodo: "Herr, gebt mir einen Beweis, dass ich nicht zweifeln kann, fuer mich haengt alles davon ab!"
„Der Beweis wird Dir nichts nuetzen, Arvodo. ich kenne Dich, kenne Deine Plaene, denn mir ist’s vergoennt vom Allvater, in den Herzen der Menschen zu lesen, zu erkennen ihr Wollen, ob es gut oder boese sei. Doch will ich Dir den Beweis geben, den Du forderst! Erfuelle ich damit doch den Befehl dessen, dem ich allein noch diene.„
Der Alte entfernt sich und kommt bald zurueck mit jenem Gefaess, das ich schon frueher geschaut und das Kleinodien enthaelt. „Arvodo, einstens liess Maban drei Ringe herstellen als Zeichen der unumschraenkten Macht seines Hauses, geschnitten aus ein und demselben Orostein. Der Stein zeigt auf weissem Grunde das Bildnis Furos, des hel-denhaften Stammvaters unseres Geschlechtes, bedeckt mit dem Helme der Macht und Staerke, den er einst dem Daemon Usglom selbst im harten Kampfe entrissen haben soll. Du weisst, dass seitdem Usglom unserem Geschlechte grollt und es zu verderben gesonnen ist. Areval und mir gab Maban je einen Ring, er selbst trug stets den dritten. Areval besass nach dem Tode Mabans dessen Ring, er glaenzt jetzt an Deiner Hand als Zeichen seiner Dir gewordenen Gunst. Er legte einen Teil seiner Macht in Deine Hand. Hier sieh den dritten gleichen Ring." Der Alte oeffnet das Gefaess und zeigt Arvodo den Ring, der darin ruht.
Der Feldherr betrachtet mit Staunen das Kleinod. Er sieht auch das koenigliche Diadem, das auf dem Grunde des Behaelters ruht, verziert mit einem funkelnden Diamant von ungeheurem Wert. Er zweifelt nicht mehr, denn nur Areval traegt bei besonderen Gelegen-heiten einen gleichen Reif als Zeichen seiner koeniglichen Wuerde. Er zieht seinen Ring vom Finger, kniet vor Muhareb nieder und spricht:
„mein Herr und Koenig, dieses Zeichen meiner Macht gebe ich zurueck der Hand, der sie gebuehrt. Der Befehl meines sterbenden Vaters ist erfuellt. Er wusste, dass mein Gebieter lebt und befahl mir, bestrebt zu sein, Dir die Gewalt zurueckzubringen, der Du entsagtest. Nur Du allein kannst der Retter des entarteten Volkes werden. ich habe geschworen, Dich zu suchen, und siehe, mir ist das Glueck geworden, Dich zu finden. 0 komme zu Deinem Volke, gib diese Einoede auf, in der Du bisher gelebt! Alle Herzen werden Dir zujauchzen, Dir, dem rechtmaessigen Koenige von Mallona!"
Ruhig und unbewegt blickt der hohe Greis auf den Knieenden. Er nimmt den Ring nicht, hebt ihn auf und sagt milde:
„Herr und Koenig von Mallona bin nicht ich, nicht Areval. Keiner von euch kennt Ihn mehr. ich aber habe Ihn erkannt und werde Seinen Willen erfuellen. ich sehe, dass Dein Herz voll Eifer ist, doch schlaegt es falsche Bahnen ein. Nicht ich kann das Volk mehr retten. Ein Tier, das in Suempfen leben will, kehrt dahin zurueck, wo es ihm wohl ist. Mallonas Voelker sind zu solchem Tier geworden, die Grossen derselben zu reissenden Bestien. Wenden sie sich nicht ab von ihrem Tun, so ist keine Hilfe moeglich, sie muessen die Folgen ihrer Schuld tragen".
„Sie werden sich abwenden, Herr, wenn Du ihnen das Beispiel gibst! Dein Gedaechtnis ist nicht erloschen in ihnen. Noch preist man den Prinzen Muhareb als Inbegriff der Tugend. Kehrt er zurueck als Koenig, -so wird ein Blutbad beginnen, wie noch keines war. Ist der erste Rausch verflogen, so wird der Sitten-prediger Hass ernten, wo er Liebe saeen will. Das Tier will seinen Sumpf haben. Suche es herauszureissen, nachdem es verlernt hat, sich nach reinerer Wohnstaette zu sehnen, und es wird Dich verschlingen. Nicht mit Gewalt werde ich den Haenden Arevals je zu entreissen suchen, was er durch Allvaters Willen erhielt. jeder Herrscher ist so beschaffen, wie sein Volk ihn braucht. Das Volk und die Grossen machen ihn erst zu dem, was er ist.
Areval aber wurde ein Scheusal durch sich selbst. Er unterdrueckt das Volk und verprasst das von ihm Erpresste mit seinen Kreaturen. Was Maban erbaute, riss er laengst wieder ein. Wie dieser ein Muster des Guten war, so ist er ein Muster des Boesen. Warum fanden die Voelker Mallonas denn nicht durch die Ausuebung des Guten, das Maban sie gelehrt, die Kraft, den Versuchungen des Boesen durch Areval zu widerstehen? Weil sie nicht gut waren, weil Maban sich taeuschte und glaubte, seine aufgedrungene Tugend habe auch die Kraft einer Umwandlung der boesen Eigenschaften, die in unseren Voelkern schon von den Vaetern herstammt. In Maban war der letzte Wall gegen ein einst sicher hereinbrechendes Verderben geschaffen. Er war ein letzter Wegweiser, seinen Voelkern zu zeigen, welche Wege sie wandeln muessten, um sich empor zuraffen aus dem Sumpfe der Genusssucht und Begierden. mir sollte es vorbehalten sein, sein Werk fortzusetzen, wenn die Voelker sich ihrer Wuerde erinnern wollten, die sie als Geschoepfe des ewigen Allvaters zu bewahren haben.
Sie taten es jedoch nicht, beugten sich nur der Gewalt. Der Herrscher hat keine Gewalt ueber den Sklavensinn eines Volkes, der sich hinter der Sehnsucht nach Gesetz und Recht oft verbirgt. Die oeffentliche Ordnung zu erhalten, bedarf es keiner Gewalt, sobald das Bewusstsein des Rechtes in jedem Einzelnen lebendig ist. Fehlt aber dieses, so beginnt erst die Macht und Schaerfe des Gesetzes nach dem Willen eines Maechtigen, der oft selbst des Gesetzes am meisten bedarf.
Arvodo, ich sah diese Stunde im Geiste kommen. ich wusste, dass sie mir Entscheidung bringen wuerde, nochmals zurueckzukehren in den aeusseren Glanz. ich weiss auch, dass um den Preis eines haerteren Tyrannen, als Areval es ist, ich diese Welt mit Zwang beugen wuerde. Doch der Weg geht dann ueber Leichen und Blut. Das Mittel ist Zerstoerung, Vernichtung der Seelen, die dahinfahren in Wut, Rachsucht und Begierden, verloren der weiteren Entwicklung im Hause Allvaters. ich sehe auch die weiteren unabwendbaren Folgen. ich weiss, dass der Vernichtung der Leiber nicht entgangen werden kann, das Wie verschleiert mir noch die Hand des Allvaters. Aber ich habe gewaehlt und verlasse nicht mehr diese Staette, an der ich das Licht der Seele errungen, das Wehen des ewigen Geistes gefuehlt und die wahren Ziele der Menschenwesen erkannte. ich kann der von Dir erhoffte Retter nicht sein und verlange, dass Du schweigst von mir, kehrst Du zurueck zu den Deinen!"
„Verlangst Du auch, dass ich den Plaenen entsage, die ich in mir hege?"
„Die Erfuellung aller Plaene, wie Du sie gefasst, liegt nicht in meiner, nicht in Deiner Hand, sie wird gelenkt nach erhabenen Absichten des Ewigen. Alle Plaene koennen nie das letzte Ziel durchkreuzen, dem die Menschheit zustrebt, kaum dessen Erreichung verzoegern. Handle nach Deinem Erkennen, ich werde Dich nicht hindern." –
„Und wenn diese Plaene mich nun hindern wuerden, zu verschweigen, dass Muhareb, der wahre Koenig von Mallona, lebt?"
„So kann ich Dich, nachdem Du diese Wahrheit einmal gefunden, daran nicht hindern. Doch glaube nicht, dass Muhareb gesehen werden kann, wenn es nicht der Wille Allvaters ist. Es war Sein Wille, dass ihr mich fandet. Euer Flugschiff, das euch in die Tiefe der Wirduhoehle brachte, konnte zerschmettert werden; ich haette euch verderben koennen, beides geschah nicht. ich handle nach dem Willen dessen, der mir im Herzen vorschreibt, was ich tun soll. Gebet beide in Frieden, wir werden euch zurueckgeleiten. Sicher werdet ihr wieder zu den Euren gelangen. Unser Tun ist nicht dasselbe!"
Muhareb hat mit solcher Macht der Ueberzeugung gesprochen, dass es Arvodo unmoeglich ist, etwas zu entgegnen. Finster blickt er vor sich nieder, dann sagt er, auf den heller werdenden Streifen am Meereshorizont weisend:
„Es naht die Zeit, dass ich zurueckkehren muss. Wirst Du uns hindern?"
„Nein, Du hoertest, wir werden Dich geleiten. Harre hier, ich werde sehen, wie sich Dein Begleiter fuehlt!"
Ohne eine Antwort zu erwarten, wendet sich Muhareb ab und geht der Lagerstaette Upals zu. Er findet Upal erwacht und mit dem Juengling im eifrigen Gespraech. Als er den naehertretenden Muhareb erblickt, springt er auf und eilt auf den Greis zu. Muhareb schliesst den Tieferschuetterten in seine Arme und fluestert ihm beruhigende Worte zu.
„Upal, jetzt ist es nicht an der Zeit, Deine Fragen alle zu beantworten, doch soll Dir Antwort werden auf alles, was Dir noetig ist zu wissen. Bringe den Gefaehrten zurueck, es draengt die Zeit. Hast Du diese Aufgabe erfuellt, so fuehre Dein Luftschiff bald wieder hierher zu mir. Siehst Du dort den weit ins Meer ragenden hohen Felsenvorsprung? Du siehst ihn von der Hoehe des Kraters, in den Du Dich senktest. Halte auf ihn zu, so fehlst Du nicht die Richtung zu unserer versteckten Bucht. ich erwarte Dich. Arvodo lass allein heimkehren. Sei verschwiegen ihm gegenueber, damit Du einstens nichts zu bereuen hast."
Upal sieht ueberrascht auf Muhareb und fragt: "ist der Feldherr in unserer Naehe?"
„Er ist es und erwartet Dein Kommen. Fuehlst Du Dich wieder stark?"
„ich bin es! 0 wie viele Fragen draengen sich mir auf die Zunge, doch ich unterdruecke sie und gehorche Deinem Befehle!"
Muhareb wendet sich ab mit einem Wink an Upal und den Juengling. Beide folgen. Die drei begeben sich zu dem harrenden Arvodo. Dieser steht dort, wo ihn Muhareb verlassen, und starrt auf das offene Meer. Als er das Geraeusch der Schritte hoert, wendet er sich um, fasst Muhareb fest ins Auge und naehert sich ihm. Upal und der Juengling bleiben unwillkuerlich zurueck, da sie empfinden, dass der Feldherr mit Muhareb allein zu reden wuenscht. Im Fluestertone sagt Arvodo:
„Es ist fuer immer Dein Entschluss, dem Throne zu entsagen, Muhareb?"
„Er ist es!"
„Mabans Vermaechtnis an meinen Vater, der dessen getreuester Vasall gewesen, war die Aufgabe, Dich zu suchen und zurueckzufuehren. Der Koenig wusste, dass sein Sohn lebt und konnte nicht glauben, dass er sich gaenzlich von ihm abgewendet. Auf mich ging nach meines Vaters Tode dieses Vermaechtnis ueber; soll es fuer immer zu Schanden werden?"
„ich gab Dir meine Antwort bereits, sie bleibt be-stehen."
„So entbindest Du mich des Eides, den ich dem sterbenden Vater gab?"
„Ohne Kraft ist Dein Versprechen, von dem Du nicht wusstest, ob Du es je wuerdest erfuellen koennen. Frei, ohne Verpflichtung stehst Du mir gegenueber!"
Arvodo blickt Muhareb mit Erstaunen an; unmutig ruft er aus:
„Deine Weigerung toetet in mir die besten Regungen meines Herzens. In Dir lebt nicht Deines Vaters Geist. Ein Hoehlenmann sein und bleiben wollen, wenn ein Thron winkt, ich fasse es nicht!«
„Weil Du nicht fassen kannst, was mich bestimmt, so ist es besser, wir scheiden schnell. Handle nach Deiner Erkenntnis, ich folge der meinen. Unsere Wege sind nicht dieselben."
Kurz wendet sich Muhareb ab und winkt den beiden Zurueckgebliebenen. Eine auf den Weg zum Meeresstrande hinweisende Gebaerde des Greises veranlasst Arvodo, denselben zu betreten. Muhareb schreitet voran. Upal und der Juengling, die beide Mangafackeln tragen, folgen. Sie betreten eine andere als die erste Schlucht, durch welche sie aus dem Bergesinnern traten und befinden sich bald zwischen einengenden Felsen. Ein dem frueheren aehnlicher Hoehlenweg nimmt sie auf und sie gehen lange in gewundener Linie tief in das innere. Es scheint, dass dieser Weg nur zur Zeit der Ebbe gangbar ist, denn feucht ist der Sand unter den Fuessen, nass und tropfend die einengenden Felsen. Ploetzlich wendet sich Muhareb nach rechts ab und steigt zwischen Felsen empor. Ein weiter Tunnel fuehrt jetzt bergauf. Er weitet sich und sie treten in eine weite Felsenhalle.
Upal erkennt sofort den Ort. Sie sind wieder dort angelangt, wo sie den Gang zum ausgetrockneten See-becken entdeckten. Muhareb hatte seine Begleiter auf schnellerem Wege nach dem Kratergrunde zurueckgefuehrt, nahe der Stelle, an der sie das Flugschiff verliessen. Rings umgibt sie finstere Nacht, die das Licht der Mangafackeln nicht verscheucht. jetzt blinkt es in der Ferne auf, das Licht spiegelt sich auf metallenen Staeben und Flaechen, die Form des Flugschiffes tritt aus dem Dunkel hervor.
Arvodo blickt finster auf das Gefaehrt. Mit anderen Gefuehlen, als er es verlassen, sieht er es wieder. Das Verlangen, schnell diesen fuerchterlichen unterirdischen Grueften zu entrinnen, macht sich ihm zwingend fuehlbar. Muhareb sieht durchdringend auf den Feldherrn. Arvodo meldet diesen Blick, sind doch seit der letzten hartnaeckigen Abweisung Gedanken in ihm aufgestiegen, die, zwar noch unklar, einen Gegensatz zwischen ihm und dem Greise hervorrufen.
„Unsere Wege sind nicht dieselben", toent es in ihm nach – gut, so moegen sich diese schnell trennen und jeder seines Weges gehen.
Upal ist in die Maschine getreten und hat alles geordnet. Er entflammt alle die Gondel umgebenden Mangafackeln, laesst das aufwaertstreibende Flugrad sich drehen und meldet dem Feldherrn, dass er bereit zur Abfahrt sei.
Muhareb, dem Arvodos Gedanken klar geworden, sagt: Allvater, der euch hergefuehrt, schuetze eure Ausfahrt!" –
Arvodo steigt ein. Noch einmal wallt es in ihm auf, als er dem Greis ins Auge blickt.
„Werde ich Dich wiedersehen?" fragt er.
„Allvaters Wille entscheidet, nicht wir. Tue Seinen Willen. Lass Dich nicht blenden von Usgloms Schaetzen, so rettest Du Dein Selbst und wir werden uns wiedersehen."
Arvodos Antlitz zeigt Unwillen. Kurz gibt er Upal den Befehl zum Aufstieg. Schneller dreht sich das Flugrad. Die Maschine hebt sich und schwebt empor dem Ausgang des Kraters zu, sicher gelenkt von Upals kundiger Hand.
Ohne Unfall gelingt die Fahrt. Die Muendung des Kraters wird passiert. Daemmerung liegt ueber das Land gebreitet. Upal laesst das Flugschiff hoch in die Luefte steigen, um unbemerkt nach dem einsamen Ort zu gelangen, von dem sie aufgestiegen. Eine Entdeckung desselben waere jetzt leichter als in der naechtlichen Finsternis. Schnell gleitet das Flugschiff mit ihnen durch die Luefte.
Upal redet zu dem in tiefem Sinnen versunkenen Arvodo jetzt folgendes:
„Herr, ist es euch genehm, so lenke ich den Flugwagen zum Fuss des Berges, auf dessen Hoehe ich ihn stets verberge. Ihr erspart dadurch den Abstieg und gelangt schnell in den Ort, wo euer Diener mit dem Wagen wartet. Viel Zeit verbrauchten wir in den Hoehlen des Wirdu, sie einzubringen, ist euch vielleicht von Nutzen!" –
Arvodo nickt, ihm ist es offenbar angenehm, den Gefaehrten zu verlieren. Er sagt: Tue so. ich erwarte Dich so bald als moeglich in meinem Palast. Schweige gegen jedermann, gedenke Deines Schwurs!"
Upal hebt seinen rechten Arm und legt die Hand auf seinen Kopf: ein Zeichen, das die Getreuen geben, um ihre unbedingte Zustimmung auszusprechen. Mit schaerfster Aufmerksamkeit lenkt er nun den Flug der Maschine. Bald haben sie die Kratergegend ueberflogen und nahen sich bewohnteren Gegenden. Jetzt dehnen sich weite Waelder unten aus, das Luftschiff senkt sich schnell und schwebt bald in geringer Hoehe ueber die Wipfel der Baeume. Nun zeigt sich der schroff aufstei-gende Gipfel des Berges, auf dem Upal sein Gefaehrt verbirgt. Zu dessen Fuessen die Ebene, welcher er zustrebt. Langsam senkt sich das Flugschiff. Ein leichter Stoss und es steht still auf Wiesengrund, durch den ein schmaler Weg sich in den nahen Wald am Fusse des Berges verliert.
„Herr", sagt Upal, dieser Pfad fuehrt euch sicher zu dem Orte, in dem der Wagenlenker eurer wartet!"
Arvodo entsteigt der Gondel, reicht Upal die Hand und sagt: Bereite alles vor, dass es Dir zu spaeteren Fahrten an nichts gebricht. Noch weiss ich nicht, wozu ich mich entschliesse. Doch ich will, dass Du jederzeit bereit bist, weitere Fahrten zu unternehmen. Versorge Dein Lager droben mit allem, was Du brauchst."
„Herr, ich bedarf dazu einiger Zeit, bis ich dazu vorbereitet bin."
„So saeume nicht und melde Dich bei mir erst dann, wenn Du alles wohl vollendet hast.«‘
Upal wiederholt das Zeichen der Zustimmung. Als Arvodo sich wendet und schnell dem Walde zuschreitet, in dem er bald verschwindet, erhebt sich die Maschine wieder in die Luefte und schwebt anscheinend dem Bergungsorte zu.
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