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Des Menschen Geist 2

Ein Erzengel zu dem Griechen Philopold: „Der Geist im Menschen ist ein Gott im kleinsten Maße, weil völlig aus dem Herzen Gottes.“

[Ev. Bd. 1, Kap. 214, 10]

Jesus zu dem in der Paradiesessphäre stark fortgeschrittenen Robert Blum: „Mein lieber Freund, Bruder und Sohn! Du hast wahrlich ein sehr geschmeidiges Herz, und das ist für Mich eine große Freude. Denn siehe, du redest wie aus dir selbst, und dennoch redest nicht du sondern Ich! Dein Herz vernimmt genau Meine Gedanken, und Mein Wille bleibt ihm nicht fremd. Und siehe, das alles ist das Werk Meines stark gewordenen Geistes in dir. Dieser Geist, weil er ganz rein aus Mir ist, kann daher auch in Meine Tiefen dringen und allda erschauen und erforschen Meine Gedanken und Meinen Willen!“

[Rbl. Bd. 1, Kap. 52, 1-2]

Der Herr: „Der Geist ist nicht teilbar, sondern wo er in eine große oder kleine Seele gelegt wurde, da bleibt er auch eine Einheit!“

[Ed. Kap. 53, 10]

Der Herr: „Nach der Einlegung des Geistes ins Herz der Seele, was bei einigen Kindern früher, bei anderen später geschieht, bei vielen drei Tage vor der Geburt, wird der Leib schneller ausgereift, und die Geburt kann vor sich gehen.“

[Ed. Kap. 51, 7]

Jesus: „Wie eine Menschenseele aus vielen Kreaturseelen zusammengefügt wird, so wird sie auch mit ihrem jenseitigen Geiste verbunden, welcher der eigentliche Erwecker, Fortführer, Bildner und Erhalter der Naturseelen bis zur Menschenseele ist, die dann erst in ihre volle Freiheitssphäre tritt und sich selbst in moralischer Hinsicht fortzubilden imstande ist. Wenn die Seele sich bis zu einem gewissen Grade der geistigen Vollkommenheit erhoben hat, dann vereinigt sich ihr jenseitiger Licht- und Liebegeist mit ihr, und der ganze Mensch beginnt von da an, Gott in allem ähnlicher zu werden.“

[Ev. Bd. 10, Kap. 184, 5-6]

Jesus: „Der natürliche, noch geistlose Mensch ist gerichtete Materie, und sein Naturleben ist ihm vom Geiste Gottes aus nur als ein Mittel gegeben, damit er dadurch das wahre, geistige Leben in sich erwecke. Und so kann er mit seinem Naturverstande die Gebote Gottes als solche wohl erkennen und dann den Willen fassen, nach ihnen zu leben und zu handeln. Tut er das, dann dringt der Geist Gottes so weit in seine Seele, wie diese vom Glauben an Gott und von der Liebe zu Ihm und zum Nächsten erfüllt ist. Hat der Geist aus Gott die Seele ganz durchdrungen und all ihr Erkennen und Wissen geistig gerichtet, dann hat die Seele dadurch ihre früher tote Materie überwunden und ist mit dem Geiste Gottes ein Geist, eine Kraft, ein Licht und ein wahres, nimmer verwüstbares Leben geworden.“

[Ev. Bd. 7, Kap. 55, 10-11]

Der Jünger Johannes zu dem bußfertigen Bettler Zorel: „Wenn dein Geist in dir wach wird, so wirst du seine Stimme wie lichte Gedanken in deinem Herzen vernehmen. Diese mußt du anhören und dich danach in deiner ganzen Lebenssphäre richten, so wirst du dadurch deinem Geiste einen stets größeren Wirkungskreis verschaffen. Der Geist wird dann wachsen in dir bis zur vollen Größe und deine ganze Seele wird endlich dein ganzes materielles Wesen durchdringen.“

[Ev. Bd. 4, Kap. 76, 10]

Jesus: „Glaubet es Mir, die zahllosen Wunder, die da in für euch unmeßbaren Räumen kreisen und bahnen, hat ein Mensch in seinem Geiste ruhend verborgen; trachtet daher vor allem, daß euer Geist völlig erweckt werde, und ihr werdet das, was kein Auge je geschaut und kein Sinn je empfunden, in euch selbst in größter Klarheit schauen und empfinden können.“

[Ev. Bd. 3, Kap. 175, 8]

Jesus: „Der Geist im Menschen ist aus Gott, und ist der im Menschen Herr geworden, so lehrt er die Seele in einer Stunde mehr, als ein Mensch auf dieser Erde von noch so weisen Lehrern in tausend Jahren erlernen könnte.“

[Ev. Bd. 10, Kap. 16, 7]

Der Seher Mathael: „Der Gottesgeist im Menschen ist zwar schon von Anfang an ein Ebenmaß Gottes, aber zur vollen tätig-lebendigen Ähnlichkeit Gottes muß er sich erst erheben auf dem Wege der Liebe und Wahrheit.“

[Ev. Bd. 3, Kap. 48, 7]

Jesus: „Die von Mir berufenen seelenvollkommenen Nubier erkannten schon von weitem Meine Seele, nicht aber Meinen in der Seele wohnenden göttlichen Geist, weil den Geist Gottes nur wieder ein Geist aus Gott erkennen kann. Dazu mußte Ich durch Mein Wort erst den Geistesfunken in ihr Herz legen. Als der Funke, in ihrer Seele die rechte Nahrung findend, erstarkte, da erkannten sie Mich auch alsbald in Meinem Geiste und wissen nun, mit wem sie es in Mir zu tun haben.“

[Ev. Bd. 4, Kap. 225, 2]

Jesus: „Die euch Menschen unvorstellbar schnelle Bewegung der großen Zentralsonnen ist eine wahre ‚Schneckenpost‘ gegen die Schnelligkeit des Geistes, für den ‚hier‘ und unermeßlich fern irgendwo ‚dort‘ eins ist.“

[Ev. Bd. 4, Kap. 255, 7]

Jesus: Der göttliche Geist im Menschen hat die Fähigkeit der Vergegenwärtigung des Vergangenen und des Zukünftigen.

[Ev. Bd. 4, Kap. 255, 8-11]

Der Herr: „Das Geistige ist das Allerinnerste und zugleich das Allerdurchdringendste, demnach das Alleinwirkende und Bedingende.“ Beispiele: die Frucht, der Ton in der Glocke, der Magnet.

[GS. Bd. 1, Kap. 1, 2-12]

Der Evangelist Johannes: „Die Kugel und der Kreis sind Symbole der Vollendung; zugleich aber stellen sie dar, daß der Geist des Menschen im vollkommenen Siege über sein Weltliches sich selbst eine neue Welt schafft, welche hervorgeht aus seiner vollendeten Weisheit. Also wird auch ein jeder vollendete Geist einst der Schöpfer seiner eigenen Welt werden, oder er wird die Welt bewohnen, die hervorgegangen ist aus den Werken seiner Liebe und aus dem lebendigen Licht seines Glaubens. Und dazu bezeigt die Kugelgestalt die höchstmögliche Vollendung einer solchen Welt, vollendet in der Liebe, in der Weisheit und in jeglicher Tüchtigkeit.“

[GS. Bd. 2, Kap. 38, 7]

Jesus: „Die Außenlebenssphäre des Menschengeistes gleicht dem Äther, der den ganzen endlosen Raum erfüllt. Wenn der Geist, in der Menschenseele frei auftauchend, sich erregt, so erregt sich auch seine Außenlebenssphäre im selben Augenblick endlos weit hinaus, und sein Schauen, Fühlen und Wirken geht dann ohne Beschränkung so endlos weit hinaus, wie der Äther zwischen den Schöpfungen und in ihnen den Raum durch und durch erfüllt; denn dieser Äther ist ganz identisch mit dem ewigen Lebensgeiste in der Seele des Menschen. Dieser ewige, göttliche Menschengeist ist ein verdichteter Brennpunkt des allgemeinen Lebensäthers, der die Unendlichkeit erfüllt. Wenn der ewige Lebensgeist im Menschen durch die Seele mit dem Außenäther in Berührung kommt, so vereint sich sein Fühlen, Denken und Schauen augenblicklich mit dem unendlichen Außenlebensäther Gottes in die endlosen Fernen hin ungeschwächt, und was der große göttliche Lebensäther im endlosen Raume allenthalben alles umfließend und durchdringend fühlt, sieht, denkt, will und wirkt, das fühlt, sieht, denkt und wirkt im selben Augenblicke der Sondergeist in einer Seele und somit auch die Seele, solange sie von ihrem Geiste durchdrungen wird und dieser mit dem ihm innigst verwandten unendlichen, allgemeinen Außenlebensäther Gottes im Verbande steht.“

[Ev. Bd. 4, Kap. 256, 2]

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