Jesus zu Sarah, der Tochter des Synagogenobersten Jairus: „Ich bin das eigentliche Leben im Menschen durch die Liebe in seiner Seele zu Mir, und diese Liebe ist Mein Geist in jedem Menschen. Wer die Liebe zu Mir erweckt, der erweckt seinen von Mir ihm gegebenen Geist, und da dieser Geist Ich selbst bin, so erweckt er Mich selbst in sich, ist dadurch ins ewige Leben vollauf eingeboren und kann ewig nimmer sterben, weil er mit Mir eins ist. Beharre daher in deiner Liebe zu Mir, so wirst du keinen Tod sehen, fühlen oder schmecken!“
[Ev. Bd. 2 Kap. 41, 4-5]
Jesus: „In der Seele wohnt der reine Funke des Geistes Gottes, aus dem sie ein rechtes Bewußtsein ihrer selbst und der göttlichen Ordnung in der Stimme des Gewissens überkommt.“
[Ev. Bd. 2, Kap. 210, 3]
Jesus: „Der geistige Gottlebensfunke ist besonders stark und gottähnlich im Menschen vorhanden; dadurch kann der Mensch vernünftig und verständig werden, hat eine Sprache und kann Gott als seinen Schöpfer anfangs ahnen und später immer reiner erkennen, lieben und dann seinen eigenen Willen dem erkannten göttlichen völlig unterordnen.“
[Ev. Bd. 6, Kap. 32, 6]
Jesus im Jenseits zu einer erlösten Seele: „Ich bin wohl Gott, als das urewige Wesen voll Weisheit, Macht und Kraft — und du nur ein Geschöpf Meiner Willenskraft. Aber dein Geist ist ganz das, was Ich selbst bin. Und somit bleibt zwischen uns fortan das völlig gleiche Verhältnis wie zwischen Vater und Sohn oder wie Bruder und Bruder. Denn deiner Seele nach, die nun dein äußeres Wesen ist, bist du Mir ein Sohn und deinem Geiste nach ein Bruder. — Die Seele ging hervor aus dem Urlichte Meiner Weisheit und ist um endlos vieles minder als das erschaffen-habende Urlicht, und darum ist die Seele ein Sohn zu Mir, der Ich im Grunde des Grundes pur Liebe bin. — Aber dein Geist, der da ist Meine Liebe selbst in dir und somit Mein höchsteigener Geist, ist demnach Mein Bruder durch und durch!“
[Rbl. Bd. 1, Kap. 146, 9]
Jesus im Jenseits zu forschenden Seelen: „Habt ihr an euch denn nie eine doppelte Art geistiger Tätigkeit entdeckt, nämlich eine im Kopf und eine im Herzen? — Im Kopfe sitzt der Seele kalt berechnender Verstand, — im Herzen aber ruht die Liebe, ein Geist, aus Meines Herzens Geist genommen. Dieser Geist aber hat, so wie Mein höchsteigener, alles in sich, was die Unendlichkeit vom Größten bis zum Kleinsten enthält.
[Rbl. Bd. 2, Kap. 279, 5]
Auf die Frage des römischen Statthalters Cyrenius, der das Jesuskindlein entzückt auf den Armen trägt: ‚Wie kommt es, Du mein Kindlein, daß Du, noch kaum etliche Monate alt, schon so vernünftig und deutlich sprichst, hat Dich Deine liebe Mutter das gelehrt?‘ Da richtete sich das Kindlein sanft lächelnd ganz gerade auf und sprach wie ein kleiner Herr: „Cyrenius, da kommt es nicht auf das Alter und das Erlernen an, sondern was für einen Geist man hat! Lernen müssen nur Leib und Seele, aber der Geist hat schon alles in sich aus Gott! — Ich aber habe den rechten Geist vollmächtig aus Gott; siehe, darum kann ich auch schon so frühe reden!“
[Jug. Kap. 55, 21-24]
Jesus zu neubekehrten Freunden in der Stadt Abila: „Seid nüchtern, in allem Guten und Wahren eifrig und in aller Liebe und Geduld tätig, auf daß Mein Geist in euch erstehe und euch zeige im klarsten Lichte die innere Gotteswelt in eurer Seele Herzen; denn darin ist eine für den Außenmenschen unentdeckte, seligste Unendlichkeit verborgen. Nur Ich kenne den Weg dahin und zeige ihn euch; wandelt auf ihm, auf daß ihr in die Gotteswelt in euch selbst gelangen möget!“
[Ev. Bd. 10, Kap. 69, 9]
Über den Geist als Stimme des Gewissens sagt der Erzengel Raphael: „Jeder Mensch hat ein geistiges Organ in seinem Herzen, das uns Engeln Gottes immer offensteht; es vertritt die Begriffe ‚gut — schlecht‘, ‚wahr — unwahr‘, ‚recht — unrecht‘. Tust du das Gute, Wahre und Rechte, so wird von uns der bejahende Teil angerührt, und in dir entsteht dadurch das lohnende Gefühl, daß du gut und recht gehandelt und geredet hast. — Hast du aber nicht gut gehandelt oder geredet, so wird von uns das Gegenteil des geistigen Organs erregt; dann wird dich ein Bangen ergreifen und dir sagen, daß du aus der göttlichen Ordnung getreten bist. Und dieses Organ heißt: das Gewissen! Du kannst dich auf diese Stimme gar treu verlassen, sie wird dich niemals trügen!“
[Ev. Bd. 3, Kap. 232, 8-11]
Jesus: Eine Gewissenstafel befindet sich in eines jeden Menschen Herzenskämmerlein, aber viele Menschen streichen diese Tafel mit ihren Sünden schwarz an, auf daß sie ja nimmer erschauen mögen Meinen Willen. — Eine solche Tafel befindet sich auch im Haus eines jeden Himmelsgeistes; sie stellt ein durch den Herrn gereinigtes Gewissen dar, weshalb sie dort in hellem Glanze erscheint.
[BM. Kap. 37, 15, Kap. 38, 15-17]
Der Seher Mathael: „Jesus ist Seinem Geiste nach die wirkliche Ur-Sonne. Wir und alle Geister aber sind nur lebendige Abbilder von dieser ewigen Urgrundsonne Gott.“
[Ev. Bd. 3, Kap. 121, 5]
Der Seher Mathael: „Jesus, der Heiland aus Nazareth, ist die Lebenssonne selbst, und in mir als einem Tautröpfchen waltet wundersam helle das kleine Abbild jener ewig-wahren, großen Sonne, aus der zahllose Myriaden solcher Tröpfchen wie ich ihre heilige Lebensnahrung saugen.“
[Ev. Bd. 3, Kap. 48, 11]
Jesus: „Der lebendige Geist im Menschen ist Meine ewige Liebe und Weisheit, die alles schafft, ordnet und erhält. Und dieser Geist ist der eigentliche wahre, in sich ewige Mensch im Menschen, der sich aber nach Meiner ewigen Ordnung, der Selbständigwerdung halber, mit Seele und Leib umkleidet und so in eine äußerlich schaubare Form tritt.“
[Ev. Bd. 9, Kap. 85, 10]
Der Erzengel Raphael: „Der Geist aus Gott wohnt im innersten Zentrum eurer Seele, er ist da noch ganz abgesondert von dem allgemeinen Gottesgeiste, weil er durch eure zu geringe Liebe zu Gott viel zu wenig Nahrung hat, als daß er sich in der Seele ausbreiten und sie durchdringen könnte, d.h. nicht etwa räumlich, sondern in der Sphäre der Willensfähigkeit, die in ihm ebenso vorhanden ist wie in Gott selbst, von dem er als ein unverwüstbares Lebensfünklein in das Herz der Seele gelegt wurde. In der Willenssphäre ausbreiten heißt aber, daß die Seele selbst ihren Willen dem erkannten Willen Gottes völlig unterordnet und sich freiwillig ganz von ihm beherrschen läßt. Läßt sich eine Seele von dem erkannten und genau befolgten Willen Gottes bis in ihr Innerstes durchdringen, so erweckt dieser Wille den in der Seele Innerstem (wie) ruhenden Geist aus Gott. Dieser vereinigt sich dann alsbald mit dem ihm gleichen, die ganze Seele durchdrungen habenden allgemeinen Willensgeiste Gottes und ist dann eins mit ihm in allem.“
[Ev. Bd. 7, Kap. 150, 14-16]
Der Erzengel Raphael: „Den machtvollen Geist, das ist die Liebesflamme aus dem Gottesherzen, demzufolge ihr zu wahren Gotteskindern werdet, bekommt ihr Menschen dieser Erde jetzt erst (d.h. seit Gottes Menschwerdung in Jesus) und seid demnach unaussprechbar über uns Engel hinaus bevorzugt, und wir werden euren Fleischesweg zu wandeln haben, um wie ihr Gottes Kinder zu werden.“
[Ev. Bd. 3, Kap. 180, 4]
Jesus zu den drei Hauptjüngern auf dem Berge Tabor: „Der Geist, von dem Ich sage, daß er euer Geist sei, ist eben Mein Geist in euch und weiß um alle Dinge und Verhältnisse wie Ich selbst und kann euch in alle Weisheit leiten. Aber jetzt ist er in euch noch nicht wach und vollwirkend; d.h. er ist zwar für sich wach und wirkend, aber sein Wachsein und Wirken ist für euch wie noch etwas Fremdes und euch nicht Angehöriges, weil eure Seele noch nicht rein genug ist, um sich mit Meinem Geiste völlig zu einen.“
[Ev. Bd. 5, Kap. 236, 10]
Jesus: „Niemand weiß, was im Menschen verborgen ist, als nur der Geist, der im Innersten des Menschen wohnt; und so weiß auch kein Weltweiser, was Gott selbst und in Gott ist, als nur der Geist, der alle Tiefen der Gottheit durchdringt. — Wenn der Geist im Menschen als das wahre Lebenslicht aber nicht erweckt wird, dann ist es finster im Menschen, und er — der Mensch — erkennt sich nicht. Wenn aber durch den Glauben an Mich und durch die Liebe zu Mir und zum Nächsten der Geist im Menschen erweckt und zu hellem Lichte entzündet wird, dann durchdringt er den ganzen Menschen, und der Mensch erschaut dann, was in ihm ist, und erkennet sich. Und wer sich so erkennt, der erkennt auch Gott; denn der ewige Lebensgeist im Menschen ist nicht ein Menschengeist, sondern ein Gottesgeist, ansonst der Mensch kein Ebenmaß Gottes wäre!“
[Ev. Bd. 9, Kap. 58, 6-7]
Der Erzengel Raphael zu Lazarus von Bethanien: „Du ißt und trinkst, um dich zu ernähren, und hast doch keine Ahnung, wie dein dir bisher noch unbekannter Geist, als der geheime Liebeswille Gottes im Herzen deiner Seele wohnend, durch seinen Willen und seine hohe Intelligenz aus den zu dir genommenen Speisen jene Stoffe, die zur Bildung deiner sehr verschiedenartigen Leibesteile unerläßlich sind, scheidet und sie dahin führt und zieht, wo sie notwendig sind.“
[Ev. Bd. 7, Kap. 15, 7]
Der Römer Agrikola fragt den Erzengel Raphael: „Sieh, in dir wohnt doch auch eine Seele und in ihr nach eurer Lehre ein dir ganz ebenbürtiger Geist. Warum kann denn ich nicht durch solchen meinen Geist das bewirken, was du als ein Geist zu bewirken imstande bist?“ — Darauf der Erzengel: „Weil deine Seele dazu noch nicht reif und dein innerster Geist noch nicht in deine Seele übergegangen ist. — Aber etwas bewirkt dein Geist dennoch durch die Beharrlichkeit seines Willens, und das ist der Bau und die Erhaltung deines Leibes. Solches aber kann deine Seele noch nicht merken, auch nicht, wie ihr Leib gebaut ist, weil ihr innerer, reiner, jenseitiger Baumeister ihr dies nicht offenbaren und zeigen kann, da sie dafür noch nicht reif ist.“
[Ev. Bd. 7, Kap. 69, 4-5]
Der Erzengel Raphael: „Der innere Geist arbeitet unablässig dahin, die Seele ehestmöglich reif und völlig frei zu machen, doch kann und darf er ihr nicht den geringsten Zwang antun, weil dadurch die Seele noch unfreier würde, als sie durch alle Einflüsse der Außenwelt je werden könnte. Darum ward der Seele in ihrem Leibe ein eigener Verstand und Wille gegeben, um durch den Unterricht von außen her dahin gebracht zu werden, sich aller Weltlichkeit durch ihren eigenen Willen immer mehr zu entäußern und, in sich reiner und reiner werdend, die geistigen Wege zu betreten. — In welchem Maße aber die gereinigte Seele die geistigen Wege tätig begeht, in demselben Maße eint sich dann ihr innerer, reiner, jenseitiger Geist mit ihr. Und hat sie sich durch ihren in sich stets lauterer gewordenen Verstand und durch ihren dadurch auch freier gewordenen Willen aller Welt vollends entäußert, so ist sie ihrem Geiste gleich und eins mit ihm geworden, welche Einswerdung wir die geistige Wiedergeburt nennen.“
[Ev. Bd. 7, Kap. 69, 5-6]
Jesus: „Dem Geiste oder der ewigen Essenz wohnt die göttliche Liebe inne als die alles bewirkende Kraft, die höchste Intelligenz und der lebendig-feste Wille. Alles das zusammen erzeugt die Substanz der Seele und gibt ihr die Form des Leibes. Ist die Seele oder der Mensch da nach dem Willen und nach der Intelligenz des Geistes, dann zieht sich der Geist ins Innerste zurück und gibt der Seele nach seinem Willen und seiner Intelligenz einen wie von ihm getrennten freien Willen und eine freie, selbständige Intelligenz, die sich die Seele teilweise durch äußere Wahrnehmungssinne und teils durch ein inneres Innewerden aneignet und vervollkommnet, als wäre dies ihr eigenes Werk. Infolge dieses Zustandes, in dem die Seele sich wie von ihrem Geiste getrennt fühlt, ist sie einer sowohl äußeren wie auch inneren Offenbarung fähig. Empfängt sie diese, nimmt sie sie (die innere, göttliche Offenbarung) an und tut danach, so eint sie sich mit ihrem Geiste und geht dadurch stets mehr in dessen unbeschränkte Freiheit über, sowohl in Hinsicht der Intelligenz und der Willensfreiheit als auch in der Kraft und Macht, alles das zu bewirken, was sie erkennt und will.“
[Ev. Bd. 8, Kap. 25, 7-9]
Jesus zu dem Römer Agrikola: „Wenn der Mensch seine sinnlichen und weltlichen Begierden von sich verbannt und im Geiste zu leben anfängt, dann beginnt der Geist sich mächtig mit der Seele zu einen, und diese tritt dann mehr und mehr in den Verband mit der allein wahren Geisteslebenswelt. Diese aber, früher ungeahnt und ungekannt liegt vorerst tief im Menschenherzen, gleichwie das reine Geistflämmchen im Keimhülschen eines Samenkorns.“
[Ev. Bd. 7, Kap. 77, 5-6]
Der Herr: „Jeder Mensch, der auf eurer Erde geboren wird, bekommt einen Geist aus Mir und kann dadurch nach der vorgeschriebenen Ordnung die vollkommene Kindschaft Gottes erhalten. Auf den anderen Weltkörpern aber bekommen die Menschen einen Geist aus den Engeln.“
[Ed. Kap. 53, 12-13]
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