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Sechs – Entsprechungslexikon

Entsprechungslexikon · Zusammenstellung: Franz Kreuzwegerer (1998)

Lexikonübersicht · Quellen und Abkürzungen

Die Zahl Sechs bedeutet Arbeit und Kampf. Was insbesondere die Sechs anbelangt, so erhellt, daß sie den Kampf bedeuten, aus dem ersten Kapitel des Ersten Buches Mose, wo es sechs Tage sind, in denen der Mensch wiedergeboren worden, ehe er himmlisch wurde; innerhalb welcher Tage ein beständiger Kampf war, aber am siebenten Tage Ruhe. Daher kommt es, daß sechs Tage der Arbeit sind und der siebente Tag der Sabbath, der Ruhe bedeutet. Daher kommt es auch, daß ein hebräischer Knecht sechs Jahre dienen und im siebenten frei sein sollte. Weil sechs die Arbeit und den Kampf bedeuten, so bedeuten sie auch die Zerstreuung des Falschen. Sonst kommen die Sechs im Worte vor, wo sie nicht bedeuten Arbeit, Kampf oder Zerstreuung des Falschen, sondern das Heilige des Glaubens, weil sie sich beziehen auf zwölf, welche bedeuten den Glauben und des Glaubens Alles in einem Inbegriff; und auf drei, welche bedeuten das Heilige, daher auch die echte Ableitung der Zahl Sechs. Wie bei Hes.40/5, wo das Rohr des Mannes, mit dem er die heilige Stadt Israels maß, als sechs Ellen lang angegeben wird, und anderwärts. Der Grund dieser Ableitung ist der, daß im Kampfe der Versuchung Heiliges des Glaubens ist, sodann daß sechs Tage der Arbeit und des Kampfes auf den siebenten heiligen abzielen. <HG 737>

Die größten und die kleinsten Zeiten werden gemeiniglich im Wort unterschieden in drei oder in sieben, und werden genannt entweder Tage, Wochen, Monate, Jahre oder Zeitläufe; drei und sieben sind heilig, zwei oder sechs, welche vorhergehen, nicht heilig, sondern vergleichsweise unheilig. Drei und sieben sind auch das Unverletzliche, beides aus dem Grund, weil sie bezogen werden auf das Jüngste Gericht, das kommen soll am dritten oder siebenten Tage. Zwei oder sechs, die vorhergehen, verhalten sich beziehungsweise, und bedeuten im allgemeinen alle jene Zustände, die vorhergehen; dies ist die Bedeutung der Zahlen Zwei und Sechs, und sie verhalten sich je nach der Anwendung auf ein Subjekt und auf eine jede Sache, die ein Subjekt ist, und in Beziehung auf die sie ausgesagt werden. <HG 900>

Durch zwölf wird bezeichnet, alles der Liebtätigkeit und daher des Glaubens, was dem Reich des Herrn angehört. Hier aber sind es sechs, somit die Hälfte, aber die halbe Zahl schließt das gleiche in sich was die ganze, denn die Multiplikation und Division ändert nichts am Wesen der Sache selbst, wenn nur das gleiche zugrunde liegt. <HG 3239>

“Und sechs Jahre um deine Herde” bedeutet, damit dann das Gute eintrete. Dies erhellt aus der Bedeutung von sechs, insofern es Kampf und Arbeit bezeichnet; hier das übrige des Kampfes und der Arbeit, also das hierauf Folgende; und aus der Bedeutung der Herde, insofern sie das Gute bezeichnet. <HG 4178>

“So soll er sechs Jahre dienen” bedeutet den Zustand der Arbeit und einigen Kampfes und der daraus hervorgehenden Befestigung des Wahren. Dies erhellt aus der Bedeutung der sechs Jahre, insofern sie den Zustand der Arbeit und des Kampfes bezeichnen. Daß die Zahl Sechs Arbeit und Kampf bedeutet; und daß die Jahre Zustände bedeuten; sie bedeuten aber hier die Befestigung des Wahren, weil das geistig Wahre, welches das Wahre des Glaubens genannt wird, durch Arbeit und Kampf befestigt wird. <HG 8975>

“Und sechs Jahre sollst du dein Land besäen” bedeutet den ersten Zustand, wenn der Mensch der Kirche im Wahren und Guten des Glaubens belehrt wird. Dies erhellt aus der Bedeutung von sechs Jahren, sofern es den ersten Zustand des Menschen, der wiedergeboren wird, bezeichnet. <HG 9272>

“Sechs Tage sollst du deine Werke tun” bedeutet den Zustand der Arbeit und des Kampfes, während man in den äußeren Lustreizen ist, die mit den inneren verbunden werden sollen. Dies erhellt aus der Bedeutung von sechs Tagen, die dem siebenten vorausgehen, sofern sie den Zustand der Arbeit und des Kampfes bezeichnen; die Arbeit und der Kampf alsdann werden durch die Werke bezeichnet, die man in jenen Tagen tun soll. Durch die Werke der sechs Tage und durch die Ruhe am siebenten Tag wird bezeichnet, was beim Menschen in seinem ersten und in seinem zweiten Zustand stattfindet, wenn er wiedergeboren wird, und auch das, was bei ihm stattfindet, wenn er wiedergeboren ist. Es gibt nämlich einen äußeren Menschen, der auch der natürliche genannt wird, und es gibt einen inwendigen Menschen, welcher der geistige genannt wird. Der äußere Mensch hat Gemeinschaft mit der Welt, und der inwendige mit dem Himmel. Göttliche Ordnung ist es, daß der Himmel die Welt beim Menschen regiere, und nicht die Welt den Himmel bei ihm; denn wenn der Himmel den Menschen regiert, alsdann regiert ihn der Herr. Der Mensch ist aber in der Neigung geboren, die Welt und sich selbst mehr zu lieben als den Himmel und den Herrn, weil dies aber der göttlichen Ordnung entgegengesetzt ist, so muß es durch die Wiedergeburt umgekehrt werden. Dies geschieht, wenn das, was dem Himmel und dem Herrn angehört, mehr geliebt wird, als das, was der Welt und dem Ich angehört. Dies ist der Grund, warum der Mensch, der wiedergeboren ist, wie auch der, welcher im Himmel ist, abwechselnd einmal im Äußeren und ein andermal im Inneren ist; denn dadurch wird das Äußere so bestimmt und bereitet, daß es mit dem Inneren übereinstimmt, und daß es zuletzt diesem unterworfen wird.

Wenn der Mensch im Äußeren ist, dann ist er in der Arbeit und im Kampf; denn er ist in einem Leben, das seine Weisheit aus der Welt hat, und in das von allen Seiten her die Höllen einfließen, die fortwährend das, was dem Himmel beim Menschen angehört, anzufechten, ja zu unterjochen suchen; aber der Herr beschützt und befreit ihn fortwährend. Daher nun die Arbeit und der Kampf, die durch die sechs Tage der Woche, worin die Werke getan werden sollen, bezeichnet werden. Wenn aber der Mensch im Inwendigen ist, dann hört, weil er im Himmel beim Herrn ist, die Arbeit und der Kampf auf, und er ist in der Stille des Friedens, während der auch die Verbindung geschieht. Das ist es, was durch den siebenten Tag bezeichnet wird. <HG 9278>

“Mache sechs Bretter” bedeutet, wo das Gute vom Göttlich-Menschlichen des Herrn vollständig ist. Dies erhellt aus der Bedeutung von sechs, insofern es “alles in Zusammenfassung” bezeichnet, somit auch “vollständig”, und aus der Bedeutung der Bretter zur Wohnung, insofern sie das den Himmel unterstützende Gute vom Göttlich-Menschlichen des Herrn bezeichnen. <HG 9654>

“Sechs ihrer Namen auf den einen Stein” bedeutet die ganze Beschaffenheit der Wahrheiten aus dem Guten. Dies erhellt aus der Bedeutung der Zahl Sechs, insofern sie “alles” bezeichnet; hier alles Wahre aus dem Guten. Ferner aus der Bedeutung der Namen, insofern sie die Beschaffenheit bezeichnen; und aus der Bedeutung von “auf einen Stein”, insofern es das Einprägen in das Gedächtnis bezeichnet. Daß alle Wahrheiten aus dem Guten gemeint sind, kommt daher, weil es zwei Steine waren, auf welche die Namen der Söhne Israels eingegraben waren, und der eine Stein auf der rechten, der andere auf der linken Schulter sich befand; und weil beim Menschen das, was ihm zur Rechten ist, dem Guten entspricht, aus dem das Wahre hervorgeht, oder den Wahrheiten aus dem Guten; und das, was ihm zur Linken ist, den Wahrheiten entspricht, durch die das Gute sich gestaltet. <HG 9843>

Es gibt einfache Zahlen, die mehr als die übrigen bezeichnend sind, aus denen die größeren Zahlen ihre Bedeutung her haben, nämlich die Zahlen Zwei, Drei, Fünf und Sieben: Zwei bedeuten die Vereinigung und werden vom Guten gesagt, Drei bedeuten das Volle und werden vom Wahren gesagt, Fünf bedeuten viel und etwas, und Sieben bedeuten das Heilige. Aus der Zahl “Drei” kommen her 6, 12, 24, 72, 144, 1440, 144.000, und diese Zahlen bedeuten auch das gleiche wie drei, weil sie aus dieser einfachen Zahl durch Multiplikation entstehen. <EKO 430>

Textgrundlage: die bereitgestellte Lexikonausgabe von Franz Kreuzwegerer. Originalquelle als PDF · Seite 209 →

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