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Hinweis zur geistigen Wachsamkeit – Wachet und betet!

442.  – 1. März 1885 Hinweis zur geistigen Wachsamkeit  Wachet und betet! 

„Lasset eure Lenden umgürtet sein und eure Lichter brennen!“ u.s.w. (Luk. 12, 35.)

Liebe Kinder!

In diesem Kapitel legte Ich den Menschen klar dar, wie unnötig es ist zu sorgen für solche Dinge, welche Ich als Vater Selbst besorge und ausführe für Meine wahren Kinder, deren ganzes Denken und Streben nur darin besteht, Mir ihre dankbare Liebe entgegenzubringen, und die sich stets bemühen durch ihren Gehorsam Mir Freude zu machen. Denselben gelten die Worte: Lasset eure Lichter brennen; denn durch ihr Beispiel können sie Mir am sichersten Seelen gewinnen, und dieselben Mir zuführen. Dazu gehört aber eine große Wachsamkeit; sie müssen stets gerüstet sein, auf dass wenn Ich anklopfe, sie mit Freuden Mir entgegen gehen, und Meinen Auftrag auszuführen zu jeder Stunde oder Zeit tüchtig sind.

Es gibt sehr viele redliche Seelen, welche Mir mit großem Eifer dienen wollen; aber sie sind nicht wachsam genug, und bedenken zu wenig, dass der Feind sie stets beobachtet, und gerade in solchen Augenblicken, wo sie Mir geloben, in Meinem Namen etwas mit großer Treue auszuführen, da überfällt er solche Seelen, oft dadurch, dass er ihnen die Wege zeigen und sie beraten will, und ehe sie es merken, sind sie dann schon auf Abwege gekommen, und anstatt für Mich werden zu können, hat der Feind sie auf seine Seite gebracht. Sehet, hier gilt es stets: „lasset eure Lenden umgürtet sein“, denn bei jedem Vorhaben, wobei ihr etwas für Mich ausführen wollt, da wendet der Feind doppelt List und Macht an. Es sind hier (V. 38) die verschiedenen Zustände angedeutet: die erste, andere und dritte Wache, worin sich eine Seele befindet, wo Ich stets wieder anklopfe und dieselbe besuche.

Die erste Zeit ist mehr die des Eifers, und da erwägt eine Seele alles noch ängstlich, was sie wieder von Mir trennen könnte, und sie ist darum noch nicht so sicher, als in der anderen Wache, wo sie sich freut, wenn sie Fortschritte im Guten gemacht hat, sich aber schon wieder mehr auf sich selbst verlässt; die dritte Wache ist gleichfalls eine Fortsetzung des Guten, welches der Seele immer mehr zur Freude und Lust wird. Wenn Ich also eine Seele besuche, so lasse Ich sie Meine Freude fühlen und beselige sie dadurch:

„Wahrlich Ich sage: Er wird Sich aufschürzen und wird sich zu Tische setzen, und vor ihnen gehen, und ihnen dienen.“ Ich werde als Bruder und Vater mit solchen Seelen verbunden werden, die stets wachen, und so immer mehr den Feind von sich abhalten, damit er nicht die sich ansetzende Frucht des Guten wieder raube, sondern Ich werde dieselbe als ein göttliches Gnadengut, bei ihrem Wachen und Beten in ihrem Herzen bewahren. Welche Ich also finde, denen will Ich ein Mahl der Liebe bereiten, auf dass sie gestärkt weiter gehen können auf dem Wege, der ihnen verordnet ist, um das ewige Leben zu erreichen! 

Amen!  Euer Vater.

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