Empfangen durch Kath. Michel-M. (Triest), am 8. November 1872
Bitte: O liebevollster, heiligster Vater! Im Namen aller Brüder und Schwestern hier wage ich es wieder, da heute der Namenstag unseres lieben Bruders und Führers ist, einige Worte von Dir zu erflehen, da es uns an Worten der schuldigen Dankbarkeit fehlt.
So fange nur an, Ich bin dann schon bereit, dir zu helfen. „Als wir das erste Jahr das Vergnügen hatten, mündlich unsere Gratulierungen auszusprechen, und unsern Dank mit einem warmen Händedruck zu begleiten.“
Ja, ja, da aber euer Handeln und Betragen derart Alles verstümmelte, so musste es also kommen, dass er von euch entfernt bleiben muss; so sage ihm im Namen aller Andern, das Freudenfest wird erst in Meinem Reiche, für alle verflossenen Jahreszeiten gefeiert, wenn ihr Alle erst den wahren Wert erkennen werdet (dessen), was er in Meinem Namen der ganzen Menschheit schreiben musste. –
Obwohl manchesmal mit Ungeduld und selbst mit Misstrauen in Meine eigenen Worte, doch aber gehorsam, in Meinen Willen ergeben! führt er die Feder, um euch den wahren Weg zu zeigen. –
Trachtet daher, selbes, was ihr so zahlreich habt, in Anwendung zu bringen; die Zeit drängt, und schiebt euch so gleichzeitig vorwärts zum Ziele; zum Ziele! ruft es, der Hammer der Glocke schlägt schon bald die zwölfte Stunde! –
O suchet vereint, ihr, die Ich auserkoren habe, den Weg zu wandeln, den euch euer Führer mit Geduld und Sanftmut als glänzendes Muster vorangeht, damit er den Lohn habe, nämlich: euch Alle an Mein Vaterherz zu führen, und er keine Schande bei Mir aufhebe, sondern Freudentränen mögen ihn in seine ewige Heimat begleiten mit seiner ganzen Herde, und das wird seine größte Namensfest-Gabe sein, was er dann mit Freuden auch annehmen wird!
Leere Worte helfen ihm sowie Mir nichts! Welten-Throne und -Mächte werden fallen, Meine Worte aber bleiben unveränderlich! –
Daher sage Ich euch Allen: nur mit Taten zugegriffen, um Meine Lehre zu benützen! Keine Weltmacht soll euch daran hindern.
Deshalb seht zu, wie Ich anfange, in Allen die Schlacken zu reinigen, gehet ihr mit eurem Führer in alle seine Maximen ein, so werdet auch ihr – wie er – nach und nach überwinden, und Friede und Freude werden in euer Herzenshaus einkehren; das wird er mit freudiger Liebe zur Gratulation annehmen.
Dass Ich ihm nicht nur allein zu seinem Namenstage – was nur Weltgebrauch ist – gratuliere, sondern jeden Tag mit Meinem Segen dabei bin, davon ist er wohl gänzlich überzeugt; so sollt auch ihr jeden Tag mit Aufopferung eurer selbst, wie er, ihn begleiten, und in seine Fußstapfen treten, das soll euer Bestreben sein! worauf dann Ich – Meine Zufriedenheit mit ihm teilend – euch berufen werde. –
Das sagt euch euer liebevollster, Vater, Der euch nie verlässt, und wenn Meine Kinder auch straucheln auf dem Pfade dieses Pilgerlebens, so ergreift sie Meine Liebe wieder, und führt sie zu Meiner Herde zurück; das tut ein unermüdeter, liebender Vater! Mir dem Segen an alle Meine Kinder!
Amen.
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