Empfangen durch Kath. Michel-M. (Triest), am 17/18. Januar 1873
Schon oft sagte Ich, wo es sich ums Wohl der unglücklichen (leidenden) Menschheit handelt, da wird dir keine Bitte vorenthalten; so sage Ich dir, die Arme ist wohl sehr seelenkrank; jedoch nicht verzagt, es wird die Zeit kommen, wo sie Meine Liebelehre mehr beherzigen wird, als jetzt, wo soeben eine eitle wahnsinnige Liebes-Erklärung, welche jedenfalls erfolglos ist, in ihren zitternden Händen sich befindet.
Sage – nie mehr sollte sie der Eltern Haus verlassen, Mir sollte sie – als einzigem getreuem Liebhaber – all ihren Schmerz und Kummer anvertrauen; nur bei Mir ist dauerhafte Freundschaft und wahre unermüdliche Liebe zu finden, auch kein freundlicherer Trost wird von Niemand und nirgends erhalten als bei Mir, ihrem liebenden Vater und Bruder und Freund.
Alle müssen sich Mir und Meiner Obhut anvertrauen, wo nicht früher, – doch später ganz gewiss; das sage ihr einstweilen zum Troste in ihren verwirrten Stunden, da sie manchmal nahe daran ist, den Kopf zu verlieren; das sagt ihr dein und euer liebender Bräutigam Jesus, als Meister und Lehrer mit dem Segen.
Amen.
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