Empfangen durch Kath. Michel-M. (Triest), am 7. Januar 1873
Du bittet Mich für deine Freundin um ein tröstend Wort, – sage, wo Ich euch tröstende Worte lege, das ist – in jedem Menschenherzen – Derer, die Mich aufrichtig lieben und bitten, zu finden. –
Sag‘ ihr auch: „den Ich liebe, den rupft und zupfe Ich,“ das kann sie wohl aus Erfahrung wahrnehmen; Ich sage ihr, der Gedanke, der sie tagtäglich quält in ihrem Herzen, ist – zu wissen um ihre Mutter. Diese ist in Meinem Reiche, wo es kein Aufhören der Seligkeiten gibt; doch bete, ja betet Alle untereinander, damit ihr nicht der Versuchung unterlieget, ohne Gebet kann kein wahres Gedeihen, weder für zeitlich, noch geistig sein.
Weiters ist der beste Trost zu finden in dem Bewusstsein edler Taten, wozu es euch an Gelegenheit nie fehlt, daher trachtet – große Sammlungen edler Taten zu machen, stellet selbe gleich den Bäumen frei, damit Ich sie euch segne, und durch Meinen Segen und Liebe-Tau ausstreue, dass ihr reichliche Früchte des guten Beispiels geben könnet – ohne Falsch! –
Sehet zu, dass Ich euch rein treffe, ohne Reinheit kann kein Beispiel stattfinden, ohne Reinheit kann keine gute Frucht auf der Pilgerreise, welche ihr Alle bedürfet, gereift werden, ohne Reinheit kann es dort „im Tale Josaphat“ kein erfreuliches Wiedersehen geben, ohne edle Taten der Reinheit sind Worte des Trostes leerer Schall; das sagt euch der geduldigste, liebevollste Vater und Jesus im Jahre 1873 zum ersten male, und sagte es vergangenes Jahr sehr, ja sehr viele male! Mit dem Segen an Alle.
Amen!
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