(Merkmale zwischen den Diktaten Swedenborgs und denen der Vatermedien. Klarheit und Verständlichkeit der Diktate als Beweis der inneren Beschaffenheit des Mediums. Das innere Wort wird durch Verstand und Vernunft beeinflußt. Swedenborgs Wunsch, zum Vater Jesus zu kommen und sein diesbezügliches Gebet.)
Geisterdiktate zeigen die Merkmale, daß sie nicht so klar und kurz ausgedrückt sind wie die Meiner Medien. Auch Meine Medien unterscheiden sich stark: Je höher das Medium steht, desto reiner und entscheidender ausgedrückt sind die Diktate, weil Ich immer so die Worte geben kann, wie das Medium geistig entwickelt und vorgeschritten ist. Je ruhiger und entwickelter das Medium, desto leichter und verständlicher sind die Diktate seiner Medialität, weil es höher in Erkenntnis der göttlichen Wahrheit steht und weniger persönliche Mitarbeit an Ansichten leistet, daher das Diktat auch reiner und fehlerfreier an sich ist. Wo Widersprüche oft vorkommen, da ist das Medium noch nicht geistig rein und genügend vorgeschritten aber Ich werde zur rechten Zeit alles Unrichtige entfernen und dadurch es rein herstellen, daß ihr euch nicht daran stoßen werdet.
Freilich ist auch die Schulbildung für die Satzstellung bei manchem daran schuld, weil das innere Wort mit der Vernunft und dem Verstand früher in Berührung kommt, bevor es im Munde sprechend erscheint, also leicht und oft an Reinheit und Richtigkeit des Ausdruckes leidet. Dieses fand Ich zeitgemäß euch aufzuklären, damit ihr die Werke des Swedenborg und den Unterschied in der Aufklärung zwischen Swedenborg und Lorber, Mayerhofer und anderer erkennet. Nun kehren wir zum Swedenborg zurück. Seine geistigen Freunde erzählten ihm wohl die Ordnung, wie sie im Mittelparadiese besteht, aber diese paßte ihm nicht. Er wollte Mich sehen, für den er sich ja viele Jahre geplagt hatte und manche Unannehmlichkeit von Seiten seiner Zeitgenossen hinnehmen mußte. Daher war er traurig, daß er Mich nicht sehen konnte. Eine Zeitlang beobachtete er das Leben und Treiben des Mittelparadieses, wo noch so mancher Irrtum in Begriffen und Handlungen, mit unterläuft. Daher ersah er, daß da nicht alles paßte mit den Lehren, die er geschrieben hatte, und daß sie höhere und geistigere Zustände erheischten.
Darum wandte er sich bittend an Mich und bat Mich recht inbrünstig: »O mein liebevollster Vater Jesus, ich bitte Dich recht demütig, lasse mir ein Licht aus Deiner himmlischen Gnadensphäre werden, damit ich weiß, was ich tun soll, um zu Dir, Meiner einzigen Liebe zu kommen! Denn siehe, lieber Vater, mir ist langweilig ohne Dich, an den Mein ganzes Denken und Sinnen hängt. Daher, o mein vielgeliebter Vater Jesus, lasse Dich doch herbei und komme zu mir und kläre mich auf, was ich doch tun soll, um ehestens zu Dir zu gelangen! Meine Seele trauert nach Dir und will zu Dir und kann nicht, weil sie die Wege nicht kennt, welche dahin führen.
Es muß sicher etwas Besonderes in mir stecken, daß ich nicht das rechte Licht habe, da ich doch selber soviel Lichtvolles für die Bekehrung der Welt schrieb. Komm, komm, lieber Vater und lasse mich nicht in meiner traurigen Lage schmachten, sondern hilf mir das Licht und den Weg der Wahrheit finden, denn ich will alles tun, was Du mir auftragen wirst zu tun, um nur zu Dir zu kommen. Ich weiß um meine Schwächen und Fehler, daher weiß ich auch, daß in mir die Kraft ist, durch die Liebe, die ich zu Dir habe, dieselben auszumerzen und ganz nach Deinen Lehren zu leben. Daher rufe ich Dir, Du ewige Liebe und Erbarmung, zu, lasse Dich herbei und nimm mich auf in Deine Liebe und Gnade. Amen.
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