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Lebenswinke für die Treue in der Liebe

382.  – Den 10. Februar 1884  Lebenswinke  für die Treue in  der Liebe

„So seid nun mäßig und nüchtern zum Gebet; vor allen Dingen aber habt untereinander eine brünstige Liebe decket auch der Sünden Menge.“ „Seid gastfrei untereinander, ohne Murmeln. „Und dienet einander, ein jeglicher mit der Gabe die er empfangen hat, als die guten Haushalter der mancherlei Gnade Gottes.“  1. Petri 4, 7.
 

Liebe Kinder!

Ich weise euch heute hin auf die Worte des Apostels Petrus, welche derselbe in Meinem Namen an die Gemeinde richtete, oder an einen Bund, dessen Glieder sich durch Meine Gnade berufen fühlten Mich als ihr Oberhaupt und als Gott anzuerkennen, und die sich somit auch verpflichteten Mir in allen Dingen Gehorsam zu leisten; hauptsächlich aber auch in der gegenseitigen Liebe, weil ein jedes Einzelne Gelegenheit hat, die Liebe an den Andern zu betätigen, welche aus Dank gegen Mich Selbst euch veranlassen soll, daß ihr, da ihr Mich nicht sichtbar um euch habt, dieselbe an euren Mitbrüdern und Mitmenschen ausübet, was euren nächsten Wirkungskreis ausmacht, in welchem ihr stets wachsen und zunehmen sollet.

Denn, wenn ein Jedes in solchem Bunde sich bemüht, die Liebe zu pflegen, so geht es leicht, weil dann ein großer Genuss damit verbunden ist, indem ihr Jedem einfach geben könnet; aber dafür von der Mehrzahl wieder Liebe empfanget, und ihr somit gleichfalls von der Liebe gepfleget und getragen werdet. Dagegen wenn ein Mensch Hass ausübt, er wiederum nur Hass erntet und sich selbst dadurch die Hölle bereitet.

Dieses so ganz klare Bild von der Liebe und ihrem Gewinne herzustellen, ist die Aufgabe solcher Gemeinschaften, die sich nach gütige und demütige Liebe untereinander machen sie dann Meinem Namen Ehre, und ziehen noch Andere nach in ihre Bedingungen einzugehen, welche von Mir Selbst gestellt sind, und Liebe heißen in allen Fällen des Lebens.

Darum, wenn Jemand sich schwach fühlt die Liebe so auszuüben, wie Ich’s gebiete, z, B. wenn ein Mitglied sich derselben selbst unwürdig gemacht hat, so sage ich euch: Um Meines h. Namens Willen übet euch in der Liebe! Und ihr werdet immer mehr in derselben erstarken, um auch Solche mit Geduld zu tragen, welche eure Liebe entweder gering schätzen, oder sie gar zurückweisen.
           
Bedenket aber auch dabei, daß der Feind am meisten die Liebe zu schmälern sucht, weil er weiß, daß wenn diese erkaltet, er überall den Sieg davon trägt. Darum alle Mahnungen von Meinen Aposteln und von Allen, welche für Mich werben, das Symbol der Liebe festhielten und stets festhalten müssen. Ohne Liebe gibt es keine wahre Treue, keine wahre Demut, keine reinen Opfer, keine wahre Gerechtigkeit; nur durch die Liebe können in Meinem Weinberge die Früchte geraten, sie ist gleichsam die Sonne, die alle andern Stoffe filtriert zu einer genießbaren Frucht, und einen Gemeinschaftsleib nährt.
           
Wollt ihr denselben zerstören, so ist dies bald geschehen. wenn die Liebe in euch nicht gepflegt wird. Und gleichwie an einem Leibe jedes Glied beachtet werden muss, so auch muss in einer Gemeinschaft jede Seele gepflegt werden, damit der Leib oder die Gemeinschaft ein vollkommenes Ganze bilde, (B. 11.) „auf daß in allen Dingen Gott gepreiset werde, durch Jesum Christum! Amen!“ Also „liebet euch untereinander, gleichwie Ich euch geliebet habe!“

Euer Vater.

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