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Pfingstfest 29. Mai 1881
Matth. 22 – vergl. Pred. 28 –
Liebe Kinder!
In diesem Kapitel, wo Ich als König Meine Knechte ausschicke, zur Hochzeit zu laden, da sind wir nun schon an dem Zeitpunkte angelangt, wo Ich den Gästen sagen lasse: "Siehe, Meine Mahlzeit ist bereit, Meine Ochsen und Mein Mastvieh ist geschlachtet, und alles bereit, so kommet zur Hochzeit!"
Ich möchte Mich jetzt mit der Menschheit vermählen und mit ihnen ganz Eins sein, dazu Ich alle Vorbereitungen getroffen habe, und ihnen sowohl im Leiblichen und im Geistigen viel Segen spende.
Die Knechte (und Mägde) welche Ich nun aussende zum Einladen, sind abermals die dazu erwählten Seelen, welche Ich besonders beeinflusse, daß sie von Mir zeugen können.
Doch wie Ich nach Meiner göttlichen Ordnung stets klein anfange, um etwas Großes zu erzielen, so ist es auch hier der Fall, bei diesen Knechten, welche für Mich einladen; sie sollen nicht vereinzelt bleiben, sondern Ich will jeden Tag noch mehr dazu berufen, so daß alles Mir zum Zeugnis dienen muß, um unumstößliche Beweise zu geben, daß Ich Selbst es bin, Der zur Hochzeit ladet, d.h. zur innigen Verbindung mit Mir; denn durch "Hochzeit" wird bezeichnet, daß eine Seele nun ganz entschieden auf Meine Seite getreten ist, und um Meinetwillen alles andere hintansetzt.
Da werdet ihr einsehen (laut Erfahrung), wie die Einladung von so vielen gar nicht gehört wird, und somit Meine Bemühungen zumeist vergeblich sind; ja sogar empören sich viele gegen diesen Vaterruf, und verfolgen solche, die Mir dabei dienen wollen.
Sie prüfen nicht einmal, ob solche Ermahnungen von Mir ausgehen; würden sie dieses tun, so wollte Ich mit Meinem Geiste ihnen zu Hilfe eilen, und sie könnten so gewonnen werden.
Darum muß Ich mit der Einladung oft Gerichte verbinden, wenn Ich sie an eine Seele ergehen lassen; Ich wirke da mit Meiner Gnade dann desto mächtiger mit.
Darum, ihr Lieben, die ihr euch berufen fühlet, für Mein Reich zu wirken, verzaget nicht ! wenn ihr ohne Erfolg wieder zu Mir kommet; folget nur Meinem Rat, den Ich euch ins Herz lege, und lasset nicht ab von Neuem anzusuchen; denn Meine Liebe kann nicht ruhen, bis alle an Meinem Tische sich sättigen.
Es sind noch gar viele in der großen Irre, die herbeigebracht werden müssen; das Ausscheiden dabei überlasset Mir Selbst, so habt ihr eure Pflicht getan, und Ich will euch den Segen dafür geben, den die Welt euch nicht rauben kann. So bringet noch viele auf eurem Herzen Mir vor den Thron, damit Ich auf Eure Fürbitte sie segnen kann.
Benützet dazu abermals das Pfingstfest, wo Mein Geist reichlich ausgegossen wird über alles Fleisch, und wo auch ihr Meinen vollen Segen dabei fühlen dürfet!
Amen!
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