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234.  Von der Lästerung des Heiligen Geistes

234.
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5. Juni 1881
Markus 3,28,29 Lukas 12,10
Wer den heiligen Geist lästert, der hat keine Vergebung, sondern ist schuldig des ewigen Gerichtes!"

Meine lieben Kinder!

Es ist hier unter Lästerung des heiligen Geistes nicht eine einzelne Tat verstanden, welche nie mehr könnte bereut und vergeben werden, sondern es ist das Zurückstoßen der inneren Stimme, welche durch den heiligen Geist stets angetrieben wird euch zu lehren, zu strafen und zu bessern.
Wer sich derselben stets widersetzt, auf dieselbe gar nicht hört, der kommt dann in Fälle, wo er Taten verübt, die davon zeugen, daß er ein solcher Lästerer (des heiligen Geistes der Erbarmung Gottes) ist, und alles von sich weist, durch was ihn noch die Gnade zu beeinflussen sucht.
Solche Seelen sind dem Gerichte verfallen, weil sie den Rettungsweg meiden, und ihr freier Wille das Böse sucht; darum ist für sie keine Hilfe mehr möglich, weil diese Seelen innerlich zwar einen Widerspruch fühlen, aber absichtlich die Wahl zum Guten unterdrücken.
Darum Ich sagte: sogar die Gotteslästerungen können vergeben werden, weil diese oft auf Unwissenheit vom Wesen Meiner Person beruhen, wo ihnen auf dem Gnadenwege mehr Licht beigebracht werden kann, was eben das Werk des heiligen Geistes ist; wird diesen Beeinflussungen entgegengearbeitet, so hört Mein Wille auf, und die Seelen verfallen der ewigen Verdammnis (gemäß ihrem freien Willen).
Darum, ihr lieben Kinder, ist es so nötig, daß ihr immer mehr den heiligen Geist an euch in Seinem Gnadenwerke walten lasset, was dadurch geschehen kann, daß wenn ihr Mir folgen wollet, Er euch immer mehr und stets deutlicher zeigt, wo ihr und wie viel ihr jeden Tag, jede Stunde von Meinen Geboten wieder abgewichen seid.
Nehmet ihr diese Mahnungen dankbar an, so habt ihr einen sicheren Führer zum Himmel, und er wird euch nicht nur strafen und ermahnen, sondern auch die nötige Weisheit geben zu eurem Handeln und Wandeln; er wird euch immer mehr eurer Abstammung versichern, so daß ihr mit Lust mehr nach innen als nach außen verkehret, und eure Bitte wird sogar ein Triumpfgebet für euch sein, wo es heißt: "Abba, gib mir den Heiligen Geist!" ihr werdet das Wahrzeichen an eurem Mitmenschen herausfinden, und sie mit der gerechten Liebe behandeln lernen, die ihr ihnen schuldig seid.
Darum konnte Ich Meinen Jüngern einst und jetzt keine größere Himmelsgabe zur wahren Beglückung geben, als Meinen heiligen Geist, welcher die Quelle alles Guten ist. Wer seinen Besitz schätzen lernt, und sein Herz zur Wohnung für Ihn reiniget, dem wird und ist ewig geholfen.
Wenn ihr nun an Pfingsten um den heiligen Geist bittet, so wisset, daß eure bitte erhöret wird; beobachtet aber auch die Kennzeichen, woran ihr wisset, daß ihr Ihn empfangen habt, und wachet, damit ihr Seine Warnung oder innere Unruhe nicht etwa schnell zu beseitigen suchet, sondern bedenket, daß da der heilige Geist mit euch reden und Sein Gedankenwerk in euch fortsetzen will, damit ihr wachsen sollet in der Besserung zum Guten, und ihr vereint mit Ihm den Sieg über alle Leidenschaften des Bösen davontraget.
So ist auch in Meinem Gebete (Vaterunser) in den Bitten um diese Gaben alles enthalten, was ihr von dem Pfingstsegen erwarten könnet, wo es ja darin heißt: "Dein Reich komme! Dein Wille geschehe!" und "erlöse uns von dem Übel", das ist von dem Widerspruch gegen Deinen heiligen Geist.
Nachdem Ich euch nun den Wert des heiligen Geistes erklärt habe, machet eure Herzen bereit Denselben aufzunehmen.

Amen. Euer Jesus-Vater!

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