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256.  Tuet Buße, das Himmelreich ist nahe herbeigekommen!

256.
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6. November 1881
"Tuet Buße, das Himmelreich ist nahe herbeigekommen." – Matth. 3 –

 
Liebe Kinder!

Dieser Ruf tönt heute noch fort, weil Ich stets bereit bin, das Himmelreich oder das Reich des Friedens auf Erden vorzubereiten, und es in die Herzen zu senken, welche aber immer noch sündhaft sind, und noch mehr zur Buße aufgefordert werden müssen, damit ihre Buße rechtschaffene Früchte der Liebe-Tätigkeit, und somit des lebendigen Glaubens bewirke.
Immer wieder muß euch die Aufforderung zur Buße im Herzen hörbar sein; es ist ein Mahnwort, das nie stirbt, weil ihr der Vervollkommnung fähig seid, und diese nie aufhört, auch als vollendet im Jenseits, sondern es muß ein stetes Wachsen sein; denn darin besteht die Seligkeit und das Reich des Friedens, in dem Zuwachs der Liebe und Weisheit, weil ihr Meine Kinder seid.
Bis ihr aber einen solchen Grad der Liebe erreicht habt, daß man in all eurem Tun euch als Abkömmlinge von Mir erkennt, da dürfet ihr nie aufhören euch stets aufs Neue selbst zu prüfen, und Buße zu tun über eure Schwachheits-Sünden, welche euch noch ankleben, und darum mit geistigen Waffen müssen bekämpfet werden.
Gerade wenn ihr diese Sünden besieget, tut ihr wahre Buße, welche auch eurem Nächsten zum Segen werden kann; denn jeder Mensch sieht wieder auf einen Andern, um damit zu erforschen, wie weit es möglich ist, Tugenden zu erlangen und Laster zu meiden.
Sieht er Fortschritte der Tugend, so wird er zuerst aufgerüttelt, beunruhigt über seine Fehler, und angetrieben dieselben abzulegen, um auch nach Tugend zu streben; er erkundigt sich nach dem Mittel, welches meistens im Worte Gottes besteht, und so wird eine Seele gewonnen durch rechtschaffene Buße, welche für sich und andere Frucht bringt; darum ist es so nötig, daß ihr all euren Wandel nach Meinem Wort einrichtet, sowohl aus Liebe zu eurem Nächsten, als aus Liebe zu Mir.
Hier ist ein Hauptpunkt zu beachten: Es gibt Menschen, die bei einer Schwachheits-Sünde sich damit entschuldigen: "Gott sieht mein Herz, Er vergibt mir." Da haben diese wohl recht, daß Ich sie genau kenne, und darum Meine Vergebung durch Zuchtmittel an ihnen beweise, um sie vor größerer Sünde des Ärgernisses zu bewahren; denn diese Folgen sind vor Mir ein Gräuel; da hauptsächlich muß Ich von Meinen Kindern verlangen, daß sie kein Ärgernis geben, auch nicht im äußeren Lebenswandel. Sie sind damit nicht überfordert gegen andere, sondern sollen bedenken, daß wem viel anvertraut ist, von dem wird einst auch viel gefordert werden.
Denket nicht: "Wir haben Abraham zum Vater," d.h. denket nicht, daß ihr von Geburt aus berechtigt seid eures Vorzuges, den euch nur die Gnade zukommen läßt; denn in Meiner Macht steht es, auch aus steinernen Herzen Kinder zu gewinnen, sondern wisset, daß alles auf die Früchte ankommt; denn welcher Baum nicht gute Früchte bringt, der wird abgehauen und ins Feuer geworfen werden!

Amen!

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