123. – 13. Juli 1879 "Der Kampf in dieser Welt – soll den Geist ausreifen."
Liebe Kinder!
In dem materiellen Leben ist die größte Gelegenheit geboten den Geist zu seiner hohen Bestimmung zu veredeln, dadurch daß er die Seele beeinflußt, sich mit ihm zu vereinigen und die Freiheit die ihr gegeben ist, nicht zu mißbrauchen, um sinnliche Genüsse anzustreben, wodurch sie untüchtig gemacht wird für Erreichung ihres seligen Zieles.
Gerade die Erhaltung des Körpers ist es, welche nötig macht, daß Sorge und Arbeit mit dem Leben verbunden sind, freilich in verschiedenen Stufen, oft durch dringende Nahrungssorgen, und wo diese wegfallen, sind es oft Sorgen für die Gesundheit; immer hat der Mensch etwas, wo er an sich selbst denken muß, und gerade dieses Etwas soll ihn antreiben, mit einem höheren Wesen oder mit Mir sich zu beraten; denn in diesen Fällen wird ihm klar, daß er nicht ganz unabhängig ist, wenn er das Richtige finden und seine Aufgabe als Mensch lösen will.
Hiezu machen ihn die Gesetze und Lehren von Außen und die Stimme im Innern aufmerksam, die immer wieder tönt und bei keinem Menschen ganz entfernt, obwohl bis auf einen tiefen Grad abgestumpft werden kann, um endlich einmal desto stärker sich vernehmen zu lassen, was sehr oft erst dann geschieht, wenn die Teilung zwischen Seele und Leib stattfindet, (beim Sterben), und es ist also auch dies noch ein Gnadenakt, welcher segensreich fürs Jenseits ist! Diejenigen aber, welche auch diesem Anklopfen das Ohr verschließen, werden einst Drüben schwer und lange zu tun haben, das hohe Ziel, welches Meine Liebe ihnen bestimmt hat, (und dann vielleicht nur teilweise?) zu erlangen.
Darum sind die Vorkommnisse in diesem Leben so eingerichtet, daß sie schneller befördern; wer dieselben im Rat mit Mir ausnützt, kann schon hier geprießen werden als ein Kind von Mir!
Denn gleichwie Ich als Vater durch unsichtbare Kräfte unter euch walte, und doch alles bestens hinausführe, so sollen Meine Kinder eine geistige Kraft erhalten, alle ihre Vorkommnisse zum geistigen Gewinn auszubeuten, zuerst für sich selbst. Sind sie durch ihre völlige Übergabe an Mich in eine innigere Verbindung mit Mir getreten, so daß die Liebe gegen Mich und die Mitgeschöpfe dadurch in stetem Wachstum ist, dann ist ein Ausfluß der Liebe möglich, welcher auch ihrer Umgebung zum Segen wird. Diese wird durch den Genuß derselben gleichfalls sich angetrieben fühlen die Hauptquelle zu suchen, von welcher die beglückende Liebe ausgeht; und ihr sollet durch Meine Hilfe befähigt werden solchen Suchenden den Weg zu Mir, als der Hauptquelle alles Lebens, aller Liebe, aller Kraft, zu zeigen, damit auch sie das materielle Leben als den kürzern Weg, der zum Seligsein führt, schätzen lernen, und sich keine Kluft denken, über welche sie einst nach ihrem Ableben Diesseits durch außerordentliche Mittel könnten in den Stand der Seligen gehoben werden, sondern daß sie schon hier den Anfang machen müssen, durch ihr Wollen und Tun, welches sie einrichten sollen nach Meinem Wort, welches in der heiligen Schrift niedergeschrieben ist, und dessen Echtheit durch Mein Leben und Sterben verbürgt ist, wie auch durch die Einwirkung des Geistes, welches ihr Gewissen nennet.
Daß das Gewissen der Geist in euch ist, sollet ihr daran erkennen, daß wenn der Mensch sein Wollen nach Mir einzurichten bemüht ist, das Gewissen immer zarter und feiner auftritt, und auch die kleinsten Fehler rügt, was bei solchen Menschen, die in das Materielle verstrickt sind, weniger der Fall ist, weil ihr freier Wille nicht dazu geneigt ist auf die Einflüsterungen, welche zum Guten antreiben, tatsächlich Acht zu haben, weil dieselben verbieten Habsucht, Geiz, Stolz und alle bösen Leidenschaften zu hegen, die bei dem Trachten nach Irdischem, Besitz vom Menschen nehmen.
Ihr, die ihr den Mahnruf vernommen habt, nicht allein durch euer Gewissen, sondern auch durch die Erleuchtung Meiner heiligen Schrift, welche durch die (neu) gegebenen direkten Worte euch zu Teil wird; leset oft die Worte in der Schrift, und grabet sie tief in euer Wollen und Tun ein:
"Trachtet am ersten nach dem Reiche Gottes, und nach Seiner Gerechtigkeit, so wird euch das Übrige alles zufallen!" Amen!
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„Der Kampf in dieser Welt – soll den Geist ausreifen.“
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