122. – 4. Juli 1879 "Sorget nicht!"
Liebe Kinder!
Diese Worte will Ich heute als Vater euch zurufen, indem ihr als schwache Kinder glaubet – ihr wollt sorgen, daß die Worte, welche euch Meine Gnade direkt gespendet hat, zu ihrer Geltung kommen sollen. Ja, liebe Kinder, diesen Wunsch will Ich euch (zwar) segnen; aber lasset die Worte dadurch mehr zur Geltung kommen, daß ihr sie in eurem Herzen gut aufbewahret, und durch die tätige Liebe sie zu verwerten suchet. Traget also ihre wirkende Kraft zur Schau, und Ich will das Meinige hinzutun und euch auch den Raum zeigen, wo dieselben aufgenommen werden.
Denn obwohl nach Meinem Heimgange zum Vater Meine gänzliche Austilgung nach Außen angenommen wurde, so ist dieses doch bis auf die Jetztzeit nicht der Fall. Ewig und allmächtig bin Ich euer Gott; keine Macht, kein Hindernis kann Mir im Wege stehen, das auszuführen, was Meine Liebe und Weisheit für gut befindet!
Mein Name ist unauslöschlich, wenn er einmal in einem Orte geschrieben steht, d.h. keine menschliche Vernunft und kein menschliches Auge kann ihn auswischen; das Herz ist die Gedenktafel, welche Ich Mir vorbehalten habe! Sobald Ich von den Menschen eingeladen werde, die Flammenschrift auch ihnen einzuprägen, bleibt dieselbe unauslöschlich, wenn auch noch so viele Stürme über sie kommen, und selbst wenn der Mensch auch wieder ganz abgeneigt gegen Mich wird, so klopft Meine Gnade doch immer wieder bei ihm an; denn alles, was von Mir ausgeht, besteht ewig, darum auch eine Übergabe an Mich, wozu Ich dann Meinen Segen gebe, unwiderruflich ist. Immer wieder knüpfe Ich an dieselbe an, wenn solche einmal ernstlich stattfand, und sollten auch Zeiträume dazwischen kommen, welche von einem gänzlichen Abfalle zeugen, was sehr traurig ist, so bleibt dennoch Mein Gnadenzug, und wird bei der geringsten Buße verstärkt. *)
Es ist deshalb eine ewige Wahrheit, daß Nichts verloren geht, das den Stempel der Göttlichkeit trägt; warum sollen deshalb Meine Offenbarungen, welche mit großer wirkender Kraft begleitet sind, verloren gehen? Nie wird solches geschehen! Glaubet fest, und lasset euch durch euern Verstand, der so viele Ungeduld in euch hervorruft, nicht irre machen, wenn sie (die Gelehrten) Mich da sie in solchen (gegen den Verstand gerichteten) Worten ihren Untergang sehen, vollends wegzuräumen suchen; doch wissen die Toren nicht, daß zwischen der Grablegung und der Auferstehung eine kleine Zeit ist, und gerade durch diese der Weg zum Triumphe gebahnt wird!
Ich habe in jedes Vorkommnis in Meinem Leben eine Entsprechung gelegt für Meine Lehre, wie es derselben ergehen wird, also auch in den Tod das Auferstehen. Darum liebe Kinder, die ihr Mich schon begraben wähnet, auf dem einsamen Weg nach Emmaus sollet ihr Mich finden, dort will Ich euch erquicken durch Meine Worte, und gleich wie die Schar der Jünger dort eine geringe war, und Meine Lehre nun doch über alle Lande ausgebreitet ist, also sollen die ewigen Wahrheiten, wenn dieselben zuerst ihre Kraft auch nur an Einzelnen beweisen, ein Allgemeingut werden. Tuet was die Bedingungen dabei sind und hoffet, daß auch Ich Mein Wort halten werde. Amen! Euer Vater in Jesu Christo!
*) siehe in der "Haushaltung Gottes" 1C, die Agla. (D.Hsg)
NEUOFFENBARUNG