124. – 20. Juli 1879 "Freuet euch! denn des Vaters Hand führt alles herrlich hinaus!"
Liebe Kinder!
Eine besondere Freude ist es, die heute eure Herzen empfinden, bei der Erfahrung die ihr gemacht habt, daß Ich alles herrlich hinausführen will. Nachdem ihr lange sorget in den Besitz Meiner anderen direkten Worte zu gelangen, seid ihr nun erfreut, daß ihr sie jetzt ganz unerwartet erhalten habt, wenigstens solche, die euch schon bekannt sind. (Die Geisterszenen im Original).
Gleichwie der Baumeister die Steine vorher zurichten läßt, und für das weitere Material sorgt, ehe der Bau aufgeführt wird, also ist auch Mein Walten, um den neuen Tempel herzustellen, dessen Spitzen in den Himmel ragen sollen, damit Himmel und Erde miteinander verbunden sind.
Alle Vorbereitungen dazu geschehen so viel als möglich im Verborgenen, und nur solche merken dieses, welche mit großem Interesse Teil nehmen, daß Ich mehr geliebt und geehrt werden solle, und die darum in der Jetztzeit beim Überblicke der großen Gottentfremdung mit sehnsüchtigem Herzen bitten: "Dein Reich komme! Dein Wille geschehe!"
Daß Mein Wille geschehen muß in der Weltregierung, das könnet ihr aus allem erkennen, denn was nun Meinem Reiche hindernd im Wege steht, wird zermalmt, oft über alles Begreifen der Menschen, welche bei manchen Fällen gar nicht mehr glauben, daß geholfen werden könne!
Solche Überweisungen sind nötig für die Menschen, damit sie Meine Macht nicht vollends ganz verwerfen; darum Ich auch oft bei Meinen Kindern ein dunkles Verhältnis zu lassen muß, das sie trotz innerer Erleuchtung doch nicht durchschauen können. Sie sollen dadurch mehr auf Meine Liebe und Macht hingeleitet werden, daß sie sich getrauen in Meinem Namen etwas auszuführen, und sich dabei keine Stütze durch den Verstand suchen wollen.
Dies ist auch für euch höchst nötig, wenn ihr Mir wahre Kinder Kinder werden wollet, daß ihr mit Freudigkeit eures Vaters gedenket, wohl wissend, daß Er an euch das Vaterrecht nicht vergibt, sondern sobald von irgendwoher angestrebt wird es euch streitig zu machen, Ich bereit bin, mit Meiner Macht zu zeigen, daß Ich helfen will und kann.
Wenn ihr so gestützt auf Mich in eurer Not rufet: "Dein Wille geschehe!" so hindert euer Wille Mich nicht mehr zu eurem Besten zu handeln, sei es durch Freude oder Leid, es muß für euch zum Segen werden, und wenn es auch gegen eure eigene Berechnung geht.
Wenn euer Anliegen ist: "Dein Reich komme!", "Dein Wille geschehe auf Erden, wie im Himmel!" so soll der Segen von Mir darüber heißen: "Amen!" "Amen!"
Vorerst findet dieses bei Einzelnen statt; durch diese Hingabe wird Meinen Engeln möglich gemacht, ihren Einfluß auf den einzelnen Menschen zu verstärken; und wenn es Zeit ist, daß diese wahren Kinder zur Mehrzahl heranwachsen, wozu nun alle Vorkommnisse hinwirken sollen, sowohl durch Unglücksfälle, Naturereignisse, als auch durch viele sittliche Verderben, welches zugelassen wird, damit die Menschen einsehen lernen – wer besser daran ist, die, welche zu Mir halten und ihren freien Willen Mir unterordnen, oder die, welche mit demselben allen bösen Leidenschaften frönen, und dadurch der Hölle ihr Reich aufbauen?
Wenn Mein großes "Amen" ausgesprochen wird am Ende, so werden sie erst recht fühlen den Unterschied zwischen dem Reiche der Liebe und des Friedens, und dem Reiche des Hasses und der Finsternis.
Einstweilen aber genießet ihr, die ihr auf Meine Seite getreten seid, den Frieden, der euch zuteil wird, sobald ihr euch traulich an Mich wendet, und euer Herz vor Mir ausschüttet, mit der Zuversicht "mein Vater ist Gott! und Gott ist mein Vater! Er will helfen, und kann helfen! Hallelujah!" Amen.
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„Freuet euch! denn des Vaters Hand führt alles herrlich hinaus!“
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