f) Der Rest des Linsengerichts.
Esau gab bedenkenlos die Erstgeburt um eine Linsensuppe hin (1. Mo. 25, 29-34). Das ist kein nur biblisches Geschehen, sondern Spiegelung von Sadhanas Erstgeburt, die Einmalige, das DUAL der UR-Gottheit! Für Macht, nach der sie Hunger hatte, als sie vom Schöpfungsfeld nach Hause kam und sah ihre untergeordnete Herrlichkeit, wie das Feldgetier dem Esau unterordnet war, gab sie das Erstrecht achtlos aus der Hand: ‚Was nützt mich eine Gabe, die mich vom Geber abhängig macht?‘ (Ich muß doch sterben, was soll mir denn die Erstgeburt?).
Das rote Machtgericht konnte ihren Hunger nur vorübergehend stillen. Der Fall ist die Linsensuppe, die Materie ist der Teller. Der ward leer mit dem es ist volbracht! Da fiel Sadhana der Löffel aus der Hand. Aber UR ließ keinen armen Rest vom Tellerrand verderben; darum gab Er ‚jene kleine Zeit‘ zum reinigen, wie geschieht:
‚Wenn tausend Jahre vollendet sind, wird Satanas los werden aus seinem Gefängnis und wird ausgehen, zu verführen die Heiden a den vier Enden der Erde, den Gog und Magog, sie zu versammeln zum Streit, welcher Zahl ist wie der Sand am Meer. Die tausend Jahre sind hier zusätzlich die Gnadenzeit für den Linsenrest; vollendet sind = zur Reinigung bereit; Satanas wird los aus seinem Gefängnis aus der Verstrickung der Materie, von der die Gefallenen zu lösen sind.
Die Heiden = Erdbodenmenschen zu verführen ist Kampf gegen Gesetz, Gerechtigkeit, Wahrheit und Treue. Damals wurden die vier heiligen Winde zurüchgehalten = setzt der Kampf ein an den vier Enden = die Machtzentren, über die ganze Erde gespannt; Der Erde = im gebundenen Leben; Gog und Magog = als Herrschaft der Welt und ihrer Völker; sie zu versammeln = lenken diese mit einheitlicher Meinung und Diktatur zum Streit = in Auflehnung gegen Gott. Gog = skrupellose Herrschaft, Hammer; Magog = Volk, Metall, das geschmiedet werden soll.
Welcher Zahl ist wie der Sand am Meer sieht kaum nach Resten aus. Die Zahl scheint überwältigend, doch ihre Billigkeit ist dargetan, denn: Sand = wertlose Sache; am Meer = nebensächlich. Am Rande sei die Nachkomenschaft von Abraham vermerkt wie ‚Sterne am Himmel und Sand am Meer’, gemäß des Schöpfungsdualismus Licht und Finsternis.
‚Sie zogen herauf auf die Breite der Erde und umringten das Heerlager der Heiligen und die geliebte Stadt. Und es fiel Feuer von Gott aus dem Himmel und verzehrte sie.‘ Zogen herauf = aus dem Untergang das technische Zeitalter zu umwandeln scheitert ohne GOTT!, weil die vier Winde die vier Enden wegen des ‚Zuspät’ durcheinander wirbeln.
Auf die Breite der Erde= auf alle Welt ausgelastet; ferner: Der Fall trieb Luzifer vom Zentrum an den äußersten, breitesten Rand des ihm belassenen Raumes. Aus dieser Breite, dieser UR-Ferne, stürmen sie daher; umringen = mit Satzungen das Geistige in die Enge treiben, die Gläubigen mit Argumenten fangen wollen. Doch das Heerlager der Heiligen ist die Kraftzentrale (Joh. 7, 38), wo UR das unermeßliche Reich-Tum angesammelt hat für Seine Treuekinder, die die Heiligung erhalten haben, weshalb Johannes: sie hier kurzweg Heilige nennt.
Stadt = Stätte der Getreuen, auch die Glaubenssache, in und an der die Kinder ihren Ruhsitz haben; geliebt = Gottes Heiligtum und das Innigste am Glauben. Gerade das wird umringt = profanisiert; in der Breite heraufziehen = breit treten, totschweigen wollen. Aber — —
Es fiel = rasche Vergeltung; Feuer = durch die Schöpfermacht, die jene Reste reinigt, die erst nach dem zweiten Tod eine Brauchbarkeit erlangen. Von Gott = der hochpriesterliche Ernst wirkt mit seinem Rechtsanteil an der Wiedergutmachung! GOTT, mit Voransetzung der Liebe an ihrem Tag, bringt als JESU das Verlorene über Gethsemane und Golgatha wieder heim! Das UR-Opfer ist erfüllt!
Aus dem Himmel = die wahrhaftige Bestätigung der Erfüllung; und verzehrte sie = verleibt sich die Reste ein, nimmt sie alle in das Schöpfungs-Sein zurück. Das bedeutet demnach keine grundsätzliche Auflösung. Wird der neue Himmel und die neue Erde aufgetan, dann offenbart sich auch die Herrlichkeit vom Rest (K. 21).
Der Seher kann über weitgespannte Zeiten aus UR-Raum und UR-Zeit die Voraussetzung zur Vollendung von URs Tätigkeiten offenbaren. Völker, Könige, Mächtige sind aufgestiegen und verfallen, weil sich alle nur dem Sein, nicht dem UR-Sein unterwerfen. In wenig Worten reiht sich Bild an Bild, ein geistkosmisches Geheimnis, bisher wie eingesargt in eine Mosesdecke. Ganz enthüllt ist‘s der Endzeit der Materie vorbehalten. In ihr treten die UR-Bedingungen in heiliger Waltung auf, wie sie zum Segen aller Kinder und nicht als alleinige Herrschaft dem sechsten Liebe-Schöpfungstag gegeben worden sind. Das steht zu Recht! Darum auch immer: In der Rechten usw.
Die Verse 8 und 9 zeigen Schluß samt Folge vom Endgericht. Zwei Dinge sind bei allem zu beachten: die dynamische Zeit und jene des Einzelschicksals. Erstere, soweit sie der Endzeit gilt, beginnt mit Jesu Himmelfahrt, die ein symbolischer Garant der Heimbringung der Kinder ist. Im Dynamischen ist das Gericht ein fortwährendes mit allmählicher Steigerung, was mit dem ‚Gerichtet-sein‘ des persönlichen Luzifer während JESU Höllengang zusammenhängt.
Damals wurde er gerichtet, allen Ernstes wieder aufgerichtet, in welcher Folge die Materie ihr wirkliches Gericht erfährt. Einzelschicksale jedoch beziehen sich im strengen Offenbarungsschnitt auf die Einzelbilder. Gerade darin entpuppen sich die UR-Jahre, deren Gründung oder Aufbau samt Richtung, Lauf und Ziel auf der Ordnung ruht. Ordnung = UR und Seine Wesenheiten!
Der Höhepunkt im blauf vom Einzelnen, ohne aber das dynamische Gericht zu behindern, fängt mit den Leitbildern von Sichel und Kelter an und nahm und nimmt auch die ‚Breite der Erde‘ ein, wie bei der letzten Kampfansage wider GOTT. Törichte wollen es nicht sehen. Wenn nun URs Rechte die letzten ‚Schach-matt-Figuren‘ rückt, wird nicht mehr nur der freie Wille gelten, vielmehr dann jene richterliche UR-Bedingung: Ihr müßt es sehen und verspüren!
Die wahren Glaubensleute merken längst aus ‚Gottes Geist‘ (Röm. 8, 14), wie stark bereits der Mensch und sein Idol, seine arme Welt, unter der Gerichtslast steht; und! — da der heilige Richter schon auf Erden wandelt. Denn die Abrechnung des Gesamtfalles bleibt bestehen, die Scheidung der Schafe und Böcke ist des Höchsten Richters unbedingte Tat. Ja, das Feuer von GOTT aus dem Himmel fordert Seine endgültige Wiedergutmachung. Das liegt in der angsterweckenden Epoche, deren Zeit gedrängt — voll Drangsal ist.
Der Gerichtsschluß, noch zum sechsten Bild gehörend, lautet: ‚Der Teufel, der sie verführte, ward geworfen in den feurigen Pfuhl und Schwefel, da auch das Tier und der falsche Prophet war; und sie werden gequält werden Tag und Nacht von Ewigkeit zu Ewigkeit.‘ Zuerst gilt das dem bösen Prinzip. Da es aber ein ‚Es-ist-gekommen‘ hat, bleibt es nicht unpersönlich. Vom Satan aus pflanzte sich das Böse in die von ihm verführten Kinder, denen gegenüber er der Schuldurheber ist, sonach das personhafte vor dem prinziphaften Bösen steht.
In Person und Prinzip sind auch die ‚Teufel‘, aus eigenem Willen mit gefallen, inbegriffen. Noch gehören dazu alle Seelen, die nicht die erste Auferstehung haben. Ward geworfen in den feurigen Pfuhl und Schwefel = hat bis auf Eigenpersönliches keine andere Deutung als bisher. Die Zeit gilt dem Prinzip, deshalb wird mit dem Tier zugleich der falsche Prophet erwähnt.
Gequält = werden ohne Ruhe sein durch eigene Schuld. Ausdrücklich steht keiner da, der sie quält. Kann GOTT, Der die Mühseligen und Beladenen zu Sich ruft (Matth. 11, 28), solche Qual aus Seiner Macht gestalten? – ? Wenn es so geschähe, dann wäre ihre Dauer untragbar! Die Erlösung stünde damit ewig offen! Doch URs unendlich erhabenes Opfer hat in die Erlösung das Fallwerk einbezogen. Hingegen lastet Reue schwerer als ein Urteil, das der Zeit und ihrer Folge angeheftet wurde. Die Sühne ist Wiedergutmachung, die in HARMAGEDON als die bittervollen Qualen auszutragen ist.
Tag und Nacht = Reue und Aufbegehren. Manch Verurteilter hat tiefe Reue; später will er sich entschuldigen und reicht eine Widerklage ein. Darum Tag und Nacht. Doch das Urteil nagt, macht ruhelos, bis die Reue länger, das Aufbegehren kürzer werden. Ja von Ewigkeit zu Ewigkeit von der Materie bis zu des Reiches Heil, das die endgültige Heilung auch den im zweiten Tod Gefangenen bringt.
Gälte solche Ewigkeit als unermeßlich, dann wären UR-Opfer und Erlösung Vergeblichkeiten. Von / zu = von Zeit zu Zeit! Sobald sie nimmer aufbegehren, ist für sie ‚zu Ewigkeit Vorbei. Harmagedon kann sie entlassen (1. Pet. 4, 6) und die Feierabendglocke ruft sie heim, zwar als Nachzügler, jedoch vor Einholung des Schöptungskindes.
Das Final! beinah zusammenhanglos geschrieben. Das lag an der erdrückenden Fülle, die Johannes am Ende sieht. Und wenn das letzte Bild des vierten Teilgesichts aus dem dritten Offenbarungsabschnitt
NEUOFFENBARUNG