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36b. Kapitel — Erinnerung an Adams Ungehorsam und die Gnade Gottes

Fortsetzung von 36a

[HGt.01_036,25] Doch aber werden sich einst Welten vor dieser Erde neigen, da ihr Licht größer wird als das aller Himmel, denn da wird einst leuchten Gottes Heiligkeit allen Völkern, die eines guten Willens sein werden. Und so ihr getreu verbleiben werdet in der Demut und im freiwilligen Gehorsam gegen den allerheiligsten Willen des ewigen, großen Vaters, so wird dieses Licht auch zu euch dringen und euch lebendig machen durch und durch; jedoch, so ihr euch je erheben solltet oder könntet eines über das andere, dann wird dieses allerhellste und allerheiligste Licht, aus der innersten Tiefe Gottes ausgehend, zu euch nur kommen wie das Licht der entferntesten Sonne der Schöpfung in die finsterste Nacht der Erde.

[HGt.01_036,26] Seht, die Nachkommen Lamechs werden ihres Hochmutes wegen bald mit ihren Häuptern das Firmament erreichen, es durchstoßen mit ihrer verruchten, blinden und tauben Starrheit als finstere, böse Frevler an der Stelle gerade, da das große Gefäß, schon beinahe jetzt ganz voll von Greueltaten aller Arten, sehr gebrechlich steht. Dieses große Gefäß wird dann zur Erde stürzen, voll von Sünden und der schrecklichsten Gerichte Gottes; da werden dann in den Hurenschlammfluten des Frevels ersaufen und ersticken alle Täter des Übels und werden mit sich reißen eine übergroße Anzahl der Kinder Gottes, die da sich werden von den Töchtern der Schlange in ihren Herzen gefangennehmen lassen und werden mit ihnen treiben die schändliche Hurerei und zeugen Kinder des Zornes und des Fluches Gottes, die da werden genannt Kinder der Hölle und Säuglinge der Drachen, und werden da nicht mehr denn acht Personen geschont werden.

[HGt.01_036,27] Jedoch bevor alles dieses geschehen wird, wird der Herr dreihundert Jahre hindurch lassen Lehrer und Propheten kommen, die sie warnen werden vor Seinen Gerichten und werden ihnen predigen die Buße zur Vergebung ihrer Sünden und zur völligen Änderung ihres todvollen Höllennachtscheinlebens und werden ihnen zeigen die Spur des wahren Lebens aus Gottes unendlicher Barmliebe und Gnade und werden ihnen wunderbar sogar im Kleinen zeigen die Art der bevorstehenden großen Gerichte Gottes.

[HGt.01_036,28] Dann wird es geschehen, daß die arge Brut die Lehrer und Propheten ergreifen wird und wird sie teils töten, teils umschlingen mit ihren Schlangenarmen und wird sie hinabziehen in den Pfuhl ihrer Hurerei und sie verderben und töten am Geiste und sie selbst noch dazu zu Mördern ihrer eigenen Kinder machen (NB. wie bei euch jetzt in euren Mir überaus wohlgefälligen Ressourcezeiten!).

[HGt.01_036,29] Dann wird Gott den letzten Lehrer – einen Bruder des einzigen gerechten Sohnes, der da heißen wird Noah, das heißt ,der gerechte Sohn‘, namens Mahal-, auf dessen eigenwilliges Verlangen noch bereisen lassen die Städte des Greuels und predigen daselbst. Dieser wird Übles erfahren und selbst übel werden, am Ende Gott verlassen und zugrunde gehen im Pfuhle.

[HGt.01_036,30] Dann erst wird das erwähnte Gefäß, der Sünde und des Gerichtes voll, zerbrochen und mit allem Fluche beladen zur Erde geschleudert werden und entzünden dieselbe an allen bösen Punkten aus ihrem Zentrum, und nur um der wenigen Gerechten willen wird dann die Barmliebe Gottes die gewaltigen Schleusen des Himmels öffnen und hohe Fluten selbst über die höchsten Berge wälzen zur Sänftung des Höllenfeuers und Erhaltung und Reinigung der Kinder, wie auch der Erde selbst zur Tragung eines besseren Geschlechtes nach dem Willen Gottes.

[HGt.01_036,31] Jedoch sollet ihr weder von dem Feuer noch von den Fluten heimgesucht werden, so ihr demütig gehorsam beachten werdet den euch nun geoffenbarten Willen Gottes, der also liebevoll lautet:

[HGt.01_036,32] Euer erster Gedanke sei Gott, Sein Wille, Seine Liebe und Gnade; und so der Tag sich in die sternschimmernden Arme der Nacht begeben wird und der schönen Sonne Gottes letzter Strahl sanft verklingen wird über den weiten Fluren der Erde, da sollet ihr euch in diesen prüfenden Lichtgedanken eures unsterblichen Geistes in die gesegnete Ruhe eures Leibes begeben.

[HGt.01_036,33] Ihr sollt euch nicht sorgen um die Nahrung für den Leib; denn wo der Herr irgendein Land der Erde gesegnet hat, da werden seine Bewohner niemals Hunger leiden müssen, solange ihr Bestreben dahin gerichtet sein wird, nur den heiligsten, alles segnenden Willen des ewigen, großen Vaters stets vor Augen und im Herzen zu haben; denn darum sind die Menschen erschaffen worden, daß sie Gott erkennen sollen und Seinen heiligsten Willen, danach leben und in Wort und voller Tat loben und preisen den allerheiligsten Namen des großen, ewigen Gottes!

[HGt.01_036,34] Und so ihr das in aller Demut und freiwilligem Gehorsam aus reiner, uneigennütziger Liebe zu Gott tun werdet, so wird Er auch allezeit bereit sein, euch gnädigst Seinen heiligsten Willen kundzugeben, teils mittelbar durch die redende Natur, teils aber auch unmittelbar durch Sein eigenes, lebendiges Wort, laut redend in euren Herzen.

[HGt.01_036,35] Habt ihr auch nur einen Tag das zu tun unterlassen in einer euch prüfenden Scheingenüge, so wird dessen Herz, der da Gottes hätte vergessen können, beschwert werden zuerst mit wohlmahnender Traurigkeit und wird sieben Tage lang sein stumm wie ein fauler Baum. Und wie der Boden der Erde unter den Tritten des Folgsamen die edelsten Früchte bis zu seinem Munde treiben, tragen und reifen wird, ebenso auch wird die Erde unter dem Fußtritte des Ungehorsamen zur Wüste werden und nichts tragen denn Staub, Steine, Dornen und Disteln und giftige Beeren.

[HGt.01_036,36] Denn die unendliche Liebe und Weisheit Gottes gibt jedem das Seinige. Den frommen, folgsamen Kindern gibt sie Brot, Honig, Milch und süße Früchte leiblich und geistig, der ungehorsamen, hochmütigen Brut der Schlange aber gibt sie Steine, Staub, Dornen und Disteln und giftige Beeren, geistig und leiblich, damit die böse Brut verderbe und womöglich der tote Geist erhalten und nach und nach wieder lebendig werde in der unendlichen Barmliebe des großen, ewigen, über alles allein allerheiligsten Vaters.

[HGt.01_036,37] Seht, ihr alle seid gleich, – gleich ihr Männlichen und gleich ihr Weiblichen! Jedoch sollet ihr Weiblichen wohl bedecken eure Schamteile wie auch euren ganzen Leib, und vorzüglich aber euer Haupt, damit durch euer geiles Wesen nicht der Mann zur Unzucht gereizt werde, gleichwie die Schlange lockt durch die große, geheime Lüsternheit ihrer verführerischen Augen das freie Geschlecht der Vögel in die tötende Gefangenschaft ihres giftvollen Rachens; denn ihr Weiber seid zuallernächst Kinder der Schlange und voll deren Giftes. Daher seid vor allem züchtig wie das Bienenweibchen, das sich nicht getraut mit seinem Wesen ans Licht der Sonne, sondern Tag und Nacht sorglich kriecht über die Zellen seiner harmlosen Kinderchen; so auch sollet ihr sein und gehorsam in allem euren Männern, insoweit es der allerheiligste Wille Gottes erheischt. Jedoch, sollte ein Mann – was nicht zu gedenken sein sollte – euch wider den allerheiligsten Willen Gottes zu etwas zwingen wollen, so soll auch euch gestattet sein, euer Haupt vor dem Manne zu entblößen und selben lieblich zu mahnen an seine Pflichten, hervorgehend aus Gott. Und so ihr alles dieses so genau erfüllen werdet, dann wird der Herr euch mit großen Gnaden überhäufen, und ihr werdet werden zur süßen Augenweide in unendlicher Schönheit des ewigen, heiligen Vaters, ewig und unsterblich.

[HGt.01_036,38] Euch Männern aber sei kein anderes Gesetz gegeben als der allzeit sich euch kundgebende heiligste Wille des allerhöchsten Gottes; wer von euch jedoch diesen unbeachtet in seiner Brust je sollte lassen, vor dem wird sich nach und nach der heilige Mund Gottes, wie der der Natur, schließen. Dann wird ihm, da er sich von Gott nach außen gewendet, auch ein äußerliches Gesetz gegeben werden, welches ihn zum Sklaven der Sünde und Knechte der Hölle machen wird, wenn er nicht alsobald sein Herz brechen wird, es reinigen im demütigen Gehorsam und dann wieder bittend und lange betend dasselbe hintragen wird vor Gott in Furcht und Liebe, damit Er es wieder segnen und heiligen möchte mit Seinem allerheiligsten Willen. – (NB. Das sei auch euch ein gutes Zeichen, wie und warum ihr nach der Wiedergeburt trachten sollet!)

[HGt.01_036,39] Nun aber erhebet euch und ziehet an diese von den Kindern Gottes für euch bereiteten Kleider – die da ihr Männlichen, und die da ihr Weiblichen –, damit ihr euch unterscheidet im Geschlechte, auch in der Tracht der Kleider sittlich, züchtig und manierlich. Ferne jedoch sei von euch alle Pracht und Hoffart; nur bedecken soll euch das Kleid und schützen vor Erkältung in kühlen Nächten leiblich und bringen geistig zu Gott in der Wärme der ewigen Liebe, Sanftmut und Gehorsam.

[HGt.01_036,40] Und hier nehme auch ein jedes von euch eine Binde und verbinde sich damit seine Augen, damit da niemanden schwindle vor den Abgründen, über welche ich euch führen werde; und so wir uns am bestimmten Orte und Stelle befinden, sollet ihr wieder dem Lichte eurer Augen freien Lauf lassen und hocherfreut schauen da eure Vorheimat, köstlich eingerichtet von der übergroßen Liebe des überguten und überheiligen Vaters. Da sollet ihr euch laben mit gesegneter Kost der Erde und essen aus den Händen zweier euch alldort schon erwartenden großen Kinder Gottes, einem Manne und einem Weibe, zur ewigen Lebensstärkung eures Geistes. Nun folget mir nach dem allerheiligsten Willen Gottes! Amen.“

[HGt.01_036,41] Und siehe, so führte sie Mein lieber Ahbel sieben Tage und Nächte lang bis zur bestimmten Stelle schnell eine noch über dreißig Tage lange Strecke, und zwar ohne Rast und ohne Nahrung; denn derzeit waren sie Meine Gäste, und es flogen ihnen – wie ihr zu sagen pflegt – die gebratenen Vögel in den Mund, das heißt: Ich speiste sie unterdessen geistig; der Geist aber stärkte die Seele, und die Seele kräftete den Leib; und so haben sie bei dieser Meiner wahren Himmelskost schon gar wohl ausdauern können.

[HGt.01_036,42] Und als sie nun so ganz wohlbehalten am bestimmten Ort und Stelle angelangt waren, da kamen alsobald die beiden sie hier erwartenden Kinder Gottes oder Kinder Meiner Liebe, Ahujel und sein Weib Aza (,Sohn des Himmels‘ und sein Weib als ,stumme gerechte Begierde‘), als Enkel der Kinder Adams vor Seth und nahmen ihnen die Binden von den Augen und bewillkommten sie auf das freundlichste. Da erstaunten diese vierzehn Kleinen mächtig vor den zwei großen Kindern Meiner Liebe, die ein gerechtes Maß eines Menschen hatten, nämlich sechshundertsechsundsechzig Zoll der Mann und sechsundsechzig Zoll weniger das Weib, während die Geretteten kaum euer Maß von sechzig Zoll hatten.

[HGt.01_036,43] Und als sie nun wieder im Vollgebrauche ihrer Augen und Ohren waren, da fing der Engel wieder an zu reden und sprach: „Kinder, hier ist der Ort eurer Bestimmung, und diese beiden großen Kinder Gottes betrachtet als eure von Gott euch gegebenen Eltern und folget ihnen in allem; denn das ist der Wille Gottes, welchen ich bei meiner ersten Anrede an euch verschweigen mußte!

[HGt.01_036,44] Diese werden euch allzeit bestätigend sagen, was Gott zu euren Herzen reden wird, und werden euch allzeit erwecken, so euern Geist der Schlaf ankommen wird, und werden euch lehren viele nützliche Dinge, die euch sehr frommen werden, sowohl leiblich als geistig. Und ihr sollet euch geschlechtlich ja nicht eher erkennen, als bis diese nun eure Eltern euch nach dem heiligsten Willen Gottes segnen werden; und seid ihr dann auch gesegnet worden, so sei aber doch ferne von euch alle Hurerei, sondern die Keuschheit prange wie ein Immergrün auf eurer Stirne, und nie entheilige Zwietracht, Zorn, Neid, Geiz und Unzucht die geheiligte Zeugung eurer Kinder, sondern Mäßigkeit in allem und die Liebe Gottes über alles sei eure Regel. So ihr das tun werdet, wird euer Leben des Leibes lang und euer Abschied von der Erde in großem Lichte der unendlichen Gnade des ewigen, heiligen Vaters sein, da euer erst der wahre Lohn wartet als ewiges Leben im weiten Schoße des heiligsten, liebevollsten Vaters im hohen Himmel dort über den Sternen und einst, ach einst in Seinem liebevollsten Herzen selbst!

[HGt.01_036,45] Doch davon werden euch eure Eltern nähere Kunde geben, die da wohl unterrichtet sind von Gott und meines Unterrichtes vor euren Augen nicht bedürfen! – Gottes Liebe segne euch, und Seine Gnade erleuchte und heilige euch und führe euch zum Leben! Amen, amen, amen.“

[HGt.01_036,46] Und nun sehet, das ist die Gründung Sinas oder Chinas, welches Land verschont blieb von der Flut und noch heutzutage im ganzen vielfach besser ist als andere Länder der Erde bis auf einige närrische Verschlimmerungen, welche erst später durch Bekanntwerdung mit anderen Menschen der bösen Welt dahin verschleppt worden sind. Da soll nie ein Unwiedergeborener Mein Evangelium zu predigen sich wagen! Amen!

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