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Friede sei mit euch – Friede sei mit Mir

Das Wort Gottes – Die größte Bibliothek göttlicher Offenbarung / Vaterbriefe Band 2 / 208.  Zu Weihnachten

Der Herr JESUS:

Ihr wollet heute Christtag feiern nach Meinem Sinne; es sei, Ich komme zu euch mit dem Gruße: "Friede sei mit euch", und aber auch mit der Bitte: Friede sei mit Mir.
Diese Bitte soll euch nicht befremden, sie ist in der Jetztzeit so nötig, denn das meiste von Kreuz und Leiden, in welchem sich die Menschen dünken, kommt davon her, weil sie keinen wahren Frieden in sich finden; zuerst für sich selbst, denn sie haben noch zu viel (eitle) Wünsche und Bedürfnisse für ihren Leib, und setzen dessen Bedienung immer oben an; daher kommt es, daß man mit Mir nicht zufrieden ist, weil Ich als Vater geistiger Kinder bei euch walten will, und daher nur solche Güter euch zuwenden will, die euch geistigen Gewinn bringen und also wahrhaft beglücken.
Wenn Ich nun um Frieden mit Mir bitte, so liegt in dieser Bitte eure ganze Stellung Mir gegenüber; denn gleich wie am Christtag die Kinder nur freudig den Eltern entgegen kommen und mit dankbarem Herzen ihre Geschenke betrachten, und in ihren Blicken Liebe strahlt, so sollten all die Meinen zu Mir kommen, vertrauensvoll und dankbar für die geistigen Geschenke, die Ich ihnen – oft nicht anders als durch die Kreuzboten – schicken kann; allein sie bleiben zu sehr mit den Boten beschäftigt, und vergessen dabei den eigentlichen Wert, den der Geber ihnen damit zugedacht hat, hoch zu schätzen, und murren dann oft gegen Mich, als den Geber aller guten Gaben.
So ist Meine Geburt schon für die Umgebenden, den Josef und die Maria zuerst eine große Heimsuchung und ein schweres Kreuz gewesen, – sie konnten den großen Segen darin nicht verspüren; also ist es jetzt noch; wenn Ich jemand besuche, so sind die ersten Augenblicke zu sehr gegen das Natürliche gerichtet, und dieser Widerspruch, welcher dabei entsteht, und meistens durch Leiden und Kreuz bewirkt wird, erzeugt in euch Unzufriedenheit mit Mir; daher Ich euch nun bitte, in solchen Fällen, wo Ich stärker anklopfe und so euch besuche, doch ein Beispiel an den Kindern zu nehmen, die vor dem Christbaume stehen; kommet Mir freudig entgegen, auch wenn ein Geschenk noch verdeckt ist; Meine Liebe wird es euch dann desto bälder enthüllen, und wenn ihr auch mit verzagtem Herzen es tut, weil ihr keine Freudigkeit dazu fühlet, so kommet doch; Meine Gnade und Erbarmung ist so groß, daß sie diese Anwandlung von Murren schon verzeiht, wenn eine Überwindung dabei angestrebt wird.
Diese Versicherung Meiner Vaterliebe soll eure gesegnete Weihnachtsgabe sein; dagegen bringet Mir statt Gold und Silber, ein volles Vertrauen, daß Ich euch richtig führe, damit ihr dadurch auch zunehmet in der wahren Bruderliebe, indem ihr alle eure Vorkommnisse von Mir ausgehend ruhig annehmet, und nicht ein Glied das andere beschwert, als ob es ihm hinderlich wäre bei seinem Wirken, Ich will euer Haupt sein und ihr sollet in Liebe verbunden Mein Leib sein, so wird euch allen geholfen werden. Meinen Frieden gebe Ich euch, – – – nicht wie die Welt gibt, sondern so wie ein himmlischer Vater Seinen geistig strebsamen Kindern geben kann.

Amen!

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