Lexikonübersicht · Quellen und Abkürzungen
“Und gewürzhaften Zimt” bedeutet das Innewerden und das Gefühl des natürlich Wahren. Dies erhellt aus der Bedeutung des gewürzhaften Zimt, sofern er das Innewerden und das Gefühl des natürlichen Wahren bezeichnet, welches Wahre das innere Wahre des äußeren Menschen ist. Der Mensch hat ein sinnliches Leben und ein natürliches Leben; beides gehört dem äußeren Mensch an, aber das sinnliche Leben ist ein äußeres, das seine Wahrheiten von den Gegenständen hernimmt, die auf Erden und im Leibe sind, und das natürliche Leben ist ein mehr inneres, das seine Wahrheiten von den Ursachen jener Gegenstände her bekommt. Das Leben des inwendigen Menschen ist in gleicher Weise ein äußeres und ein inneres; das äußere bekommt seine Wahrheiten von dem her, was im Letzten des Himmels ist, das innere aber von dem, was im Inneren des Himmels ist; die Wahrheiten werden durch die jetzt folgenden wohlriechenden Stoffe bezeichnet. Daß durch den gewürzhaften Zimt das Innewerden und das Gefühl des Wahren bezeichnet wird, beruht darauf, daß durch das Gewürzhafte das wohlgefällige Innewerden bezeichnet wird. Das wohlgefällige Innewerden kommt aber aus der Neigung, die der Liebe angehört, denn von nirgend anders her kommt das Wohlgefällige im Innewerden. <HG 10254>
“Und Zimt und Rauchwerk” bedeutet, daß der Gottesdienst aus der himmlischen Liebe entweiht wurde. Dies erhellt aus der Bedeutung des Zimt, insofern er das Gute der himmlischen Liebe bezeichnet; und aus der Bedeutung des Rauchwerks oder des Wohlgeruchs, insofern er das Wahre der himmlischen Liebe bezeichnet; denn weil dieses Wahre aus dem Guten der himmlischen Liebe stammt, so ist es das Gute der Weisheit. Zimt bedeutet aber die himmlische Liebe, weil er das vorzüglichste Aroma hat, und daher aus demselben in Verbindung mit anderen wohlriechenden Dingen das heilige Öl zur Salbung bereitet wurde. <EKO 1150>
Textgrundlage: die bereitgestellte Lexikonausgabe von Franz Kreuzwegerer. Originalquelle als PDF · Seite 464 →
NEUOFFENBARUNG