Lexikonübersicht · Quellen und Abkürzungen
Alle diejenigen, die in der Liebe zum Herrn stehen und in der Liebtätigkeit gegen den Nächsten, und ihm von Herzen Gutes erzeigen gemäß dem Guten in ihm, und die ein Gewissen für Recht und Billigkeit haben, befinden sich innerhalb des Größten Menschen, denn sie sind in dem Herrn und deshalb auch im Himmel. Alle dagegen, die in der Selbstliebe und Weltliebe befangen sind, und hierdurch in bösen Begierden, und das Gute nur tun wegen der Gesetze, wegen ihrer eigenen Ehre und wegen der Güter der Welt und des eigenen Ruhms, die somit in ihrem Inneren unbarmherzig sind, Haß und Rachsucht hegen gegen ihren Nächsten um ihrer selbst und um der Welt willen, und sich über den Schaden ihres Nebenmenschen freuen, wenn er ihnen nicht günstig ist, - diese sind außerhalb des Größten Menschen, denn sie sind in der Hölle. Diese stehen auch nicht in Entsprechung mit irgendwelchen Organen und Gliedern des Körpers, sondern nur mit den verschiedenen Fehlern und Krankheiten, die er an sich hat, worüber auch, vermöge der göttlichen Barmherzigkeit des Herrn, im Folgenden die Rede sein wird. Diejenigen, die außerhalb des Größten Menschen, d.h. außerhalb des Himmels sich befinden, können nicht in diesen eingehen, denn ihr Leben ist von entgegengesetzter Art. Vielmehr, wenn sie auf irgendeine Weise hineindringen, was bisweilen von solchen geschieht, die während ihres Lebens auf Erden gelernt haben, sich in Engel des Lichts zu verstellen - und wenn sie dorthin gelangen, was ihnen bisweilen erlaubt wird, damit sie erkennen, wie sie beschaffen sind (sie werden aber nur bis zu den Vorhallen zugelassen, d.h. bis zu denen, die noch einfältigen Sinnes und noch nicht vollständig unterrichtet sind), dann können diese, die wie Engel des Lichtes hineingehen, kaum einige Augenblicke daselbst verweilen, weil hier das Leben der Liebe zu dem Herrn und der Liebe gegen den Nächsten waltet, und weil hier gar nichts mit ihrem Leben in Entsprechung steht, so können sie kaum atmen; daher fangen sie an, beängstigt zu werden, denn das Atmen verhält sich gemäß der Freiheit des Lebens, und was wunderbar ist, zuletzt können sie sich kaum mehr bewegen, sondern sie werden wie diejenigen, die von einer Betäubung des Kopfes befallen sind, während Angst und Qual ihr Inneres erfüllt. Deshalb eilen sie über Hals und Kopf hinweg, und zwar bis zur Hölle fort, wo sie wieder Atem und Beweglichkeit bekommen. Daher wird auch im Wort das Leben durch Bewegung (Wandeln) vorgebildet. Diejenigen aber, die sich im Größten Menschen befinden, stehen in voller Freiheit des Atmens, weil im Guten der Liebe. Gleichwohl aber sind sie unterschieden nach der Qualität und Quantität ihres Guten (d.h. ihrer Kraft zum Guten); daher gibt es auch so viele Himmel, die im Worte “Wohnungen” genannt werden; und in seinem Himmel befindet sich ein jeder in seinem Leben, und empfängt das
Einfließen vom gesamten Himmel. Ein jeder ist daselbst ein Mittelpunkt für alle Einflüsse und dadurch im vollkommensten Gleichgewichte, und zwar gemäß der staunenswerten Form des Himmels, die vom Herrn ist, und daher in aller Mannigfaltigkeit erscheint. <HG 4225>
Der Herr: Ich habe auch einst erwähnt, daß ihr allda auf einem solchen Stein noch sehr zerstörte und verwitterte kleinen Wohnungen antreffen dürftet. Allein dies ist nicht so wörtlich zu nehmen, sondern nur entsprechend. Und da zeigt die Wohnung soviel als eine Schrift, gleich den Hieroglyphen Ägyptens, welche Schrift außer Mir schwerlich auf dieser Erde jemand würde lesen können, außer durch Meine Gnade. <HIGA I,S.125/22: Die Choralpe>
Textgrundlage: die bereitgestellte Lexikonausgabe von Franz Kreuzwegerer. Originalquelle als PDF · Seite 167 →
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