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Wassertrog – Entsprechungslexikon

Entsprechungslexikon · Zusammenstellung: Franz Kreuzwegerer (1998)

Lexikonübersicht · Quellen und Abkürzungen

Der Wassertrog oder Trinkrinne, sofern er ist das Gute des Wahren, denn das Wasser in der Trinkrinne bedeutet das Wahre, und die Trinkrinne selbst das gleiche, was das Holz, nämlich das Gute. Das Gute des Wahren ist das, das erzeugt wird vom Guten durchs Wahre, und ist wie der Sprößling geboren aus dem Wahren als von der Mutter, und vom Guten als vom Vater; alles echte Gute im natürlichen Menschen kommt daher, oder aus der Ehe des Guten und Wahren im Vernünftigen. Dieses Gute ist es, das genannt wird das Gute des Wahren, und im Wort bezeichnet wird durch Trinkrinne oder Wassertrog. <HG 3095>

“In die Wassertröge, wohin die Herden kamen zu trinken”, bedeutet die Neigung zum Wahren. Dies erhellt aus der Bedeutung des Wassers, sofern es sind Erkenntnisse und Wißtümliches, das Wahrheiten des Natürlichen sind; aus der Bedeutung der Tränk- oder Wassertröge, die, weil sie das Wasser enthalten, im inneren Sinn Gutes des Wahren sind, denn das Gute ist Behälter des Wahren; aus der Bedeutung von kommen zu trinken, sofern es ist die Neigung zum Wahren. Daß kommen zu trinken, sofern es die Neigung zum Wahren ist, kommt daher, weil es den Durst voraussetzt. Durst bedeutet nämlich im Wort ein Begehren und Verlangen, somit die Neigung, das Wahre zu wissen und zu schöpfen, und zwar deshalb, weil das Wasser das Wahre im allgemeinen bedeutet. Der Hunger aber bedeutet das Begehren, Verlangen, somit die Neigung, das Gute sich anzueignen, und zwar deshalb, weil das Brot, das für Speise überhaupt genommen wird, das Gute bedeutet. Hieraus wird klar, daß durch jene Worte die Neigungen zum Wahren bezeichnet werden. <HG 4017>

Textgrundlage: die bereitgestellte Lexikonausgabe von Franz Kreuzwegerer. Originalquelle als PDF · Seite 46 →

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