Lexikonübersicht · Quellen und Abkürzungen
Hes.13/10-12: “Wann diese die Mauern bauen, siehe, so tünchen jene mit Untauglichem; sage zu denen, die tünchen mit Untauglichem, daß die Wand fallen wird; wird man nicht zu euch sagen: Wo ist nun die Tünche, mit der ihr getüncht habt?” Die Mauer, die sie mit Untauglichem tünchen, bedeutet das Falsche, das als Prinzip aufgestellt wird, das sie durch Anwendung des Wortes in seinem Buchstabensinn so bilden, daß es als wahr erscheint; die Tünche bedeutet die Anwendung und die scheinbare Begründung, das Untaugliche ist das Verfälschte. Und weil das Wahre des Wortes auf diese Weise zerstört wird, und verfälschte Wahrheiten zu Beweisgründen gemacht werden, die an sich falsch sind, und diese zugleich mit dem falschen Prinzip hinfällig werden, darum wird gesagt: siehe, es wird fallen die Wand, wird man nicht zu euch sagen: Wo ist nun die Tünche, mit der ihr getüncht habt? <EKO 237>
Textgrundlage: die bereitgestellte Lexikonausgabe von Franz Kreuzwegerer. Originalquelle als PDF · Seite 161 →
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