Lexikonübersicht · Quellen und Abkürzungen
“Nach der Kunst des Steinschneiders, und in der Weise der Siegelstecherei sollst du auf die beiden Steine graben die Namen der Söhne Israels” bedeutet die himmlische Form aller Wahrheiten in ihrer Ordnung im Gedächtnis aus dem Guten der Liebe, somit das Verstandesmäßige darin nach der Anordnung vom Willensgebiet aus bei dem Wiedergeborenen. Dies erhellt aus der Bedeutung der Kunst des Steinschneiders, insofern sie das Gute der Liebe bezeichnet, somit das Willensgebiet des Wiedergeborenen, denn dieses stammt aus dem Guten der Liebe. Der Wille des Wiedergeborenen nimmt nämlich das Gute der Liebe auf, und der Verstand desselben nimmt die Glaubens-
wahrheiten. Daß durch die Kunst des Steinschneiders das Gute der Liebe oder das Willensgebiet des Wiedergeborenen bezeichnet wird, kommt daher, weil das Gute der Liebe einwirkt, und die Wahrheiten beim Menschen in Ordnung bringt, wenn er wiedergeboren wird, und sie hernach in ihrer Ordnung erhält, wenn er wiedergeboren ist. Denn die Wahrheiten werden ganz nach der Ähnlichkeit des Guten geschaffen, und nach jedem Winke desselben, somit nach dem Ganzen der Liebe; denn das Gute ist Sache der Liebe. Daß es sich so verhält, erkennt man daraus, daß der Mensch nur das als wahr anerkennt, was er liebt, und daß er somit das Wahre gemäß seiner Liebe auffaßt und anerkennt. Daher kommt es, daß die Wahrheiten die Form des Guten bilden. <HG 9846>
Textgrundlage: die bereitgestellte Lexikonausgabe von Franz Kreuzwegerer. Originalquelle als PDF · Seite 380 →
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