← Zurück zu „S“

Saat – Entsprechungslexikon

Entsprechungslexikon · Zusammenstellung: Franz Kreuzwegerer (1998)

Lexikonübersicht · Quellen und Abkürzungen

Daß Saat und Ernte” bedeuten den wiederzugebärenden Menschen, und daher die Kirche, bedarf keiner Begründung aus dem Wort, weil so oft vorkommt, sowohl daß der Mensch verglichen und gleichgesetzt wird dem Felde, somit der Saat, als auch das Wort des Herrn dem Samen, und die Wirkung selbst dem Erzeugnis oder der Ernte; was ein jeder auch aus der gewöhnlichen Redeweise abnehmen kann, die sich daher schreibt. Im allgemeinen wird hier gehandelt vom Menschen überhaupt, daß nie fehlen werde, daß ihm Samen vom Herrn eingepflanzt wird, sei er nun innerhalb oder außerhalb der Kirche, d.h., mag er das Wort des Herrn wissen oder nicht wissen; ohne eingepflanzten Samen vom Herrn kann der Mensch gar nichts Gutes tun; alles Gute der Liebtätigkeit, auch bei den Heiden, ist Same vom Herrn; und obwohl es bei diesen nicht das Gute des Glaubens ist, wie es sein kann innerhalb der Kirche, so kann es doch das Gute des Glaubens werden; denn die Heiden, die in Liebtätigkeit gelebt haben, wie sie pflegen in der Welt, ergreifen auch im anderen Leben, wenn sie von Engeln belehrt werden, und nehmen viel leichter an, als die Christen, die Lehre des wahren Glaubens und den Glauben der Liebtätigkeit. Insbesondere aber wird hier gehandelt vom wiederzugebärenden Menschen, daß nämlich nicht fehlen werde, daß eine Kirche irgendwo auf Erden besteht, was hier bezeichnet wird durch: während aller Tage der Erde werde sein Saat und Ernte. Daß immer “Saat und Ernte”, oder eine Kirche, bestehen wird, bezieht sich auf das, was im vorhergehenden Verse gesagt worden ist, daß nämlich der Mensch nicht mehr so sich werde verderben können, wie die letzte Nachkommenschaft der Ältesten Kirche. <HG 932>

Textgrundlage: die bereitgestellte Lexikonausgabe von Franz Kreuzwegerer. Originalquelle als PDF · Seite 1 →

← Zurück zu „S“