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Rubin – Entsprechungslexikon

Entsprechungslexikon · Zusammenstellung: Franz Kreuzwegerer (1998)

Lexikonübersicht · Quellen und Abkürzungen

“Rubin, Topas, Karfunkel” bedeutet die himmlische Liebe des Guten. Dies erhellt aus der Bedeutung dieser Steine, insofern sie das Gute der himmlischen Liebe bezeichnen. Die himmlische Liebe aber ist die Liebe zum Herrn vom Herrn. Daß jene Steine diese Liebe bedeuten, hat seinen Grund in ihrer roten und flammigen Farbe, und das Rote bedeutet die Liebe, ebenso das Flammige; hier die himmlische Liebe, weil sie in der ersten Reihe sind, und was in der ersten Reihe ist, entspricht den Dingen, die im innersten Himmel sind, wo die himmlische Liebe, d.h. die Liebe zum Herrn herrscht. Weil die 12 Steine im Brustschildlein alles Wahre aus dem Guten vorbildeten, deshalb bildeten sie auch den ganzen Himmel vor, denn der Himmel ist Himmel vermöge des göttlich Wahren, das aus dem göttlich Guten des Herrn hervorgeht. Die Engel darin, die den Himmel bilden, sind die Aufnahmegefäße desselben. Daher kommt es, daß die 3 Steine, welche die erste Reihe bilden, den innersten

Himmel vorbilden, und somit die Liebe in demselben, das die himmlische Liebe des Guten und die himmlische Liebe des Wahren genannt wird. Die Steine, die in der ersten Reihe sind, bilden die himmlische Liebe des Guten vor, die in der zweiten die himmlische Liebe des Wahren. Daß diese Steine diese Liebe vorbilden können, haben sie vermöge ihrer Farbe; denn die kostbaren Steine bilden je nach ihren Farben vor. Es erscheinen nämlich in den Himmeln Farben von unaussprechlicher Schönheit, denn sie sind Modifikationen des himmlischen Lichtes, und das himmlische Licht ist das vom Herrn ausgehende göttlich Wahre. Hieraus ist deutlich, daß die Farben dort je nach den mannigfachen Arten des Guten und Wahren sich darstellen. Sie sind somit Modifikationen des Lichtes, das vom Herrn vermittelst der Engel hervorgeht. Das Licht, das vom Herrn ausgeht, erscheint im innersten Himmel wie eine Flamme, deswegen sind die Farben, die aus demselben stammen rot und flammend. Aber dasselbe Licht erscheint im mittleren Himmel als ein helles Licht, deshalb sind die Farben, die daraus entstehen, hell glänzend und in dem Maße, als sie Gutes in sich haben, schimmernd. Daher kommt es, daß es zwei Grundfarben gibt, auf die alle übrigen sich beziehen, nämlich die rote und die weiße Farbe, und daß die rote Farbe das Vorbildliche des Guten, und die weiße Farbe das Vorbildliche des Wahren ist. Hieraus erhellt nun, warum Steine von so vielen Farben reihenweise auf das Brustschildlein gesetzt wurden, nämlich damit sie alles Gute und Wahre, das in den Himmeln ist, in seiner Ordnung und mithin den ganzen Himmel vorbilden konnten. Daß die Steine in der ersten Reihe, nämlich Rubin, Topas und Karfunkel, die himmlische Liebe des Guten vorbildeten, beruht darauf, daß sie ihre Färbung vom Roten haben. Auch stammt die Benennung des Rubin, der an erster Stelle steht, in der Grundsprache von einem Worte ab, das Röte bedeutet, und Karfunkel, der die dritte Stelle einnimmt, wird in derselben Sprache von einem Wort abgeleitet, das ein Blitzen wie von Feuer bedeutet. Woher aber der Topas, der die mittlere Stelle inne hat, seinen Namen ableitet, ist unbekannt, wahrscheinlich von einer rötlich flammenden Farbe. <HG 9865>

Textgrundlage: die bereitgestellte Lexikonausgabe von Franz Kreuzwegerer. Originalquelle als PDF · Seite 426 →

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