Lexikonübersicht · Quellen und Abkürzungen
Recht tun, sofern es heißt: leben nach den Vorschriften des Wahren. <HG 8361>
Rechte (Hand) “Und ich sah in der Rechten Dessen, Der auf dem Thron saß” bedeutet den Herrn in Ansehung der Allmacht und in Ansehung der Allwissenheit. Dies erhellt aus der Bedeutung der Rechten, wenn vom Herrn die Rede, sofern sie die Allmacht und auch die Allwissenheit bezeichnet. <EKO 297>
Daß die Rechte, wenn vom Herrn die Rede ist, auch die Allmacht und Allwissenheit bedeutet, beruht darauf, daß zur Rechten im Himmel der Mittag ist und zur Linken daselbst die Mitternacht; durch Mittag aber wird das göttlich Wahre im Licht bezeichnet, und durch Mitternacht das göttlich Wahre im Schatten; und weil das göttlich Gute durch das göttlich Wahre alle Macht hat, darum wird durch die Rechte, wenn auf den Herrn bezogen, die Allmacht bezeichnet; und weil alle Einsicht und Weisheit dem göttlich Guten durch das göttlich Wahre zukommt, und zur Rechten im Himmel das göttlich Wahre im Licht ist, wie gesagt worden, darum wird durch die Rechte, wenn auf den Herrn bezogen, auch die Allwissenheit bezeichnet. Die meisten Ausdrücke im Wort haben auch einen entgegengesetzten Sinn, daher auch die Rechte, und in diesem Sinn bedeutet die Rechte das Falsche aus dem Bösen, und sein Vernünfteln und Kampf gegen das Wahre aus dem Guten.
Daß die Rechte, wenn von den Bösen die Rede, das Falsche und daher das Vernünfteln und den Kampf gegen das Wahre bedeutet, kommt daher, weil die Himmelsgegenden bei denen, die im Bösen sind, entgegengesetzt sind den Himmelsgegenden bei denen, die im Guten sind, und so zu ihren Rechten das Wahre in dichter Finsternis, das Falsche aber wie im größten Licht ist. <EKO 298>
Textgrundlage: die bereitgestellte Lexikonausgabe von Franz Kreuzwegerer. Originalquelle als PDF · Seite 370 →
NEUOFFENBARUNG