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gedenken – Entsprechungslexikon

Entsprechungslexikon · Zusammenstellung: Franz Kreuzwegerer (1998)

Lexikonübersicht · Quellen und Abkürzungen

Gedenken bezeichnet eine Verbindung, weil das Gedenken an jemand im anderen Leben verbindet; denn sobald ein Geist eines anderen gedenkt, stellt sich derselbe gegenwärtig dar, und zwar so gegenwärtig, daß sie miteinander reden. Daher kommt es, daß die Engel und Geister alle, die sie gekannt, und von denen sie gehört haben, treffen, sie gegenwärtig sehen und mit ihnen reden können, wenn der Herr es gestattet, daß sie ihrer gedenken. <HG 5229>

Gedenken, wenn es von dem gesagt wird, was durchaus nicht vergessen werden darf, insofern es das bezeichnet, was beständig im Denken ist. Beständig im Denken ist aber das, was allgemein darinnen herrscht; und im Menschen herrscht allgemein das, was beständig in seinen Gedanken ist, auch wenn er über andere Dinge nachdenkt oder in Geschäften ist. Was allgemein herrscht, ist das, was dem Willen selbst eingeprägt ist, denn der Wille selbst ist das Innerste des Menschen, weil er aus seiner Liebe gebildet ist. Alles nämlich, was der Mensch liebt, das will er, und was er über alles liebt, das will er am innigsten. Der Verstand aber dient dazu, um vor den anderen zu offenbaren, was der Mensch will, d.h., was er liebt, und dient auch dazu, um den Willen anderer durch verschieden geformte Vorstellungen zur Zustimmung zu bewegen. Wenn dies geschieht, dann fließt auch wirklich aus dem Willen die Liebe oder die Neigung in die Gedankenvorstellungen ein, und bewegt und belebt sie durch eine gewisse Begeisterung. <HG 8885>

Textgrundlage: die bereitgestellte Lexikonausgabe von Franz Kreuzwegerer. Originalquelle als PDF · Seite 286 →

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