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erbarmen – Entsprechungslexikon

Entsprechungslexikon · Zusammenstellung: Franz Kreuzwegerer (1998)

Lexikonübersicht · Quellen und Abkürzungen

“Und sie erbarmte sich über ihn”, bedeutet die Mahnung vom Göttlichen. Dies erhellt aus der Bedeutung von sich erbarmen, sofern es einen Einfluß der Liebtätigkeit vom Herrn bezeichnet, denn wenn jemand aus Liebtätigkeit einen im Elend sieht, wie hier die Tochter Pharaos das Kind im Kästchen von Schilfrohr und weinend sah, so äußert sich ein Erbarmen, und weil dieses vom Herrn stammt, so ist es eine Mahnung. Diejenigen, die ein Innewerden besitzen, erkennen auch wirklich, wenn sie sich erbarmen, daß sie vom Herrn gemahnt werden, Hilfe zu bringen. <HG 6737>

“Und will gnädig sein, wem Ich gnädig bin, und will Mich erbarmen, wessen Ich Mich erbarme”, bedeutet das göttlich Wahre und Gute werde denen geoffenbart werden, die es aufnehmen. Dies erhellt aus der Bedeutung von gnädig sein, sofern es heißt, geistig Wahres und Gutes schenken; hier dasselbe offenbaren, weil vom Inneren und Äußeren der Kirche, des Gottesdienstes und des Wortes gehandelt wird; und aus der Bedeutung von sich erbarmen, sofern es heißt, himmlisch Wahres und Gutes schenken, hier dasselbe offenbaren. Daß es bedeutet bei denen, die es aufnehmen, beruht darauf, daß keinen anderen die inneren Dinge des Wortes, der Kirche und des Gottesdienstes geoffenbart werden, als denen, die sie aufnehmen. Gnädig sein heißt aber, geistig Wahres und Gutes schenken, und sich erbarmen heißt, himmlisch Wahres und Gutes schenken, weil Gnade gesagt wird vom Glauben, und Barmherzigkeit von der Liebe; und das Gute des Glaubens ist das geistig Gute, das Gute der Liebe aber das himmlisch Gute. <HG 10577>

Textgrundlage: die bereitgestellte Lexikonausgabe von Franz Kreuzwegerer. Originalquelle als PDF · Seite 68 →

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