GrEv IV u. VIII/22(7) — DER HERR: Lehret früh die Kindlein den Vater im Himmel lieben, zeiget ihnen, wie gut und liebevoll Er ist, wie Er alles, was da ist, zum Besten der Menschen höchst gut, schön und weise erschaffen hat und wie gar so sehr Er besonders den kleinen, Ihn über alles liebenden Kindlein zugetan ist! Machet sie bei jeder besonderen Gelegenheit aufmerksam, daß so etwas alles der Vater im Himmel anordnet und geschehen macht und läßt, so werdet ihr die Herzen der Kleinen zu Mir kehren und Meine Liebe wird in ihnen ehest zu wuchern anfangen! Wenn ihr also die Kleinen leiten werdet, dann wird eure leichte Mühe euch bald die güldensten Früchte tragen — sonst aber nur Dornen und Disteln, auf denen weder Trauben noch Feigen wachsen!
DER HERR: Die Kinder sollen mit wahrer und ernster Liebe behandelt und erzogen werden. Jede Verzärtelung und Nachgiebigkeit von seiten der Eltern ist ein großer Seelenschaden für die Kinder, der den Eltern zur Schuld gerechnet werden wird. — Weise Eltern werden auch mit weisen Kindern gesegnet werden. — Bei der Erziehung der Kinder aber ist ein Muß so lange nötig, bis das Gute der Gesetze zu einem freiwilligen und freudigen Gehorsam geworden ist. Ist dieser Fall eingetreten, so hat das Kind des Gesetzes Muß in sich selbst aufgehoben und ist zum freien Menschen geworden.
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