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f) Guter Rat für stillende Mütter

GrEv VI/80 — DER HERR: Ein junges Ehepaar hat schon ein Kind, und zwar einen Knaben. Aber das kaum etliche Wochen alte Kind litt an bösen Krämpfen, und zwar infolge eines Schrecks, den die junge Mutter noch im Wochenbette dadurch erlitten hatte, daß in einem nachbarlichen Hause ein Feuer entstand, das aber bald gelöscht wurde. Die jungen Eltern, wie auch ihre noch lebenden Alten versuchten alles, das Kind von diesem Übel zu heilen; aber da war alles vergebens.

Als Ich ins Haus trat und sie Mich wohl erkannten, da fielen sie vor Mir auf die Knie nieder und sagten: "O Meister, Dich hat wahrlich Gott zu uns geführt, auf daß Du heilest unser einziges Kind! Oh, wir bitten Dich inbrünstigst darum! Daß Dir alles möglich ist, wissen wir schon lange."

Sagte Ich: "Stehet auf; denn es ziemt sich nicht, daß Menschen vor Menschen sich auf die Knie werfen!"

Sagte das junge Ehepaar: "O Meister, wir wissen es aber, daß Du mehr bist als nur ein Mensch, und so geziemt es sich wohl, daß man sich vor Dir auf die Knie wirft! O hilf unserm Kinde!"

Sagte Ich: "Nun, nun, so stehet auf und bringet Mir das kranke Kind her!"

Da erhoben sich die Eltern schnell vom Boden und brachten Mir das Kind. Ich aber legte ihm die Hände auf und segnete es, und im Augenblick wurde das Kind so heiter und gesund, als ob ihm nie etwas gefehlt hätte.

Darauf sagte Ich zur jungen Mutter: "Du aber sei vorsichtig in der Folge! So irgend etwas dein Gemüt stark erregt hat und du hast noch ein Kind an der Brust, da laß das Kind so lange nicht saugen, bis dein Gemüt wieder in eine völlige Ruhe zurückgekehrt ist! Denn mit der Muttermilch können allerlei Übel im Leibe und sogar in der Seele der Kinder entstehen. Dies merket euch!"

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