Jeder kann sich wundern, dass die im Worte genannten Tiere, sodann die in den Opfern dargebrachten, Gutes und Wahres, oder, was das gleiche ist, Himmlisches und Geistiges sollen bezeichnet haben; allein mit wenigem mag gesagt werden, woher dies kommt: In der Geisterwelt stellen sich mancherlei Vorbildungen dar, und zwar dort vor den Augen der Geister oftmals auch Tiere, wie z.B. Pferde, auf mancherlei Weise geschmückt, Rinder, Schafe, Lämmer und andere von verschiedener Art, zuweilen solche, die auf der Erde gar nicht gesehen werden, sie sind aber bloß Vorbildungen. Dergleichen erschienen auch den Propheten, von denen im Wort die Rede ist, und die ebenfalls von daher stammten; die Tiere, die dort erscheinen, sind Vorbildungen von Neigungen zum Guten und Wahren, und dann auch zum Bösen und Falschen.
Gute Geister wissen sehr wohl, was sie bedeuten, sodann schließen sie daraus auch auf das, was die Engel untereinander reden; denn die Rede der Engel, wenn sie in die Geisterwelt herabfällt, stellt sich zuweilen so dar; wie z.B. wenn Pferde erscheinen, so wissen sie, dass die Engel ein Gespräch haben von Gegenständen des Verstandes; wenn Rinder und junge Stiere, dass sie reden von dem natürlich Guten; wenn Schafe, dass sie von dem vernunftmäßig Guten, und von der Redlichkeit; wenn Lämmer, dass sie von noch inwendigerem Guten, und von der Unschuld (reden) und so weiter. Weil der Mensch der Ältesten Kirche Gemeinschaft hatte mit Geistern und Engeln und fortwährend Gesichte, dann auch Träume hatte, wie die Propheten sie hatten, darum kam ihnen, sobald sie irgendein Tier sahen, die Vorstellung entgegen, was es bedeutete.
Von daher hatten die Vorbildungen und sinnbildlichen Bezeichnungen ihren ersten Ursprung; nach ihren Zeiten blieben diese lange; und zuletzt wurden sie ihres Altertums wegen so verehrt, dass man in lauter Vorbildungen schrieb, und Bücher, die nicht so geschrieben waren, keinen Wert, ja solche, die sich innerhalb der Kirche befanden, keine Heiligkeit hatten; darum, so wie aus anderen geheimen Gründen, von denen, vermöge göttlicher Barmherzigkeit des Herrn, anderwärts die Rede sein wird, sind auch die Bücher des Wortes so geschrieben worden.
<HG 2179>
Das Wort in der Ältesten Kirche, die vor der Sündflut war, war kein geschriebenes Wort, sondern wurde jedem, der von der Kirche war, geoffenbart, denn die Menschen waren himmlisch, und im Innewerden des Guten und Wahren, so wie die Engel, mit denen sie auch Gemeinschaft hatten. Somit hatten sie das Wort in ihren Herzen eingeschrieben.
Weil sie himmlisch waren und Gemeinschaft mit den Engeln hatten, darum stellten sich ihnen alle Dinge, die sie sahen oder mit irgendeinem Sinn auffassten, als Vorbilder und Zeichen himmlischer und geistiger Dinge dar, die im Reiche des Herrn sind, so dass sie zwar weltliche und irdische Dinge mit den Augen sahen, oder mit sonst einem Sinn auffassten, aber aus ihnen und durch sie über Himmlisches und Geistiges dachten. So und nicht anders konnten sie mit den Engeln reden, denn was bei den Engeln ist, das ist himmlisch und geistig, und fällt, wenn es zu den Menschen kommt, in solches, was beim Menschen in der Welt ist. Dass die einzelnen Dinge in der Welt diejenigen Dinge, die in den Himmeln sind, vorbilden und bedeuten, ist bereits vom 1. Kapitel des ersten Buches Mose an bis hierher gezeigt worden. Daher kamen die Vorbildungen und Zeichen, die, als die Verbindung mit den Engeln aufzuhören begann, gesammelt wurden von denen, die unter Chanoch verstanden wurden. Dass dies bezeichnet wurde durch folgende Worte 1.Mose 5/24: Chanoch wandelte mit Gott und nicht weiter, weil Gott ihn wegnahm”. <HG 2896>
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Woher die Vorbildungen und Bezeichnungen kommen
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