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22. Bei der alten Wurka

Danilos und Barabäus kannten sich. Sie begrüßten sich, aber das Wunder war zu offenbar. Danilos sagte: „Hier muss jede Stimme schweigen. Mir wird schwindlig, wenn ich an das Geschehene und Gehörte denke!“ Barabäus spricht: „Aber Freund, ich werde irre, wenn ich an die Verfolgten denke, wo bleibt da Gott? Mit meinen Augen sah ich die Gefangenen, die der Tempel einfing. Ihre Leiden rührten mich, aber wo bleibt ihr Gott, ihr Jesus? Was ich heute erlebte, kann nicht Menschenkunst sein, sondern nur wahrhaft Gott tun, obwohl die Worte des Sendboten wirklich erfreuend waren. Es wird gut
sein, unsere Vermutung totzuschweigen und uns Klarheit zu holen bei dem Boten“. Noch lange weilte Jakobus bei Arius und den nun Gesundgewordenen, denn Jakobus dachte an Abschied. Die alte Wurka bat ihn, er solle doch, und wenn es nur Minuten wären, einmal ihr Haus betreten. Ihre Freude sei so groß, dass sie es nicht aussprechen könnte, aber ihre Sehnsucht nach Gott sei viel, viel größer, und sie sähe doch in ihm den Stellvertreter Gottes. Da die beiden, Danilos und Barabäus, auch bei den Zurückgebliebenen mit weilten, baten sie, die alte Mutter mit begleiten zu dürfen, was auch gerne gewährt wurde. O, wie armselig war die kleine Hütte, aber sauber und reinlich. Wurka war überglücklich, Jakobus in ihrem Heim zu sehen. Es war ihr gelungen, die heute Geheilten bei ihr einzukehren, die nun voller Freude etwas getan hätten, was Jakobus erfreuen sollte. Aber sie waren arm, so arm, denn nichts anderes besaßen sie, als was sie auf dem Leibe hatten, und dieses war sehr wenig. Noch nie waren in Wurkas Hütte so viele beisammen. Da kommt auch noch Amalie und Amelia, die erfahren hatten, dass Jakobus bei Wurka eingekehrt war. Wurka hatte für Jakobus ein Brot, etwas Fleisch und auch einen Becher Wein sich von der Herbergswirtin geben lassen. Sie wollte es abarbeiten, so gut sie konnte, denn sie wollte dem Herrn ein Opfer ihrer Liebe bringen. Als nun die vielen in ihrer Wohnung dicht gedrängt am Boden kauerten, denn Sitzgelegenheiten hatte sie nur für Jakobus, Danilos und Barabäus, fing sie an zu weinen und sagte: „Siehe, du lieber Gottes- und Sendbote, für dich habe ich ein kleines Mahl bereitet. Aber nun fühle ich meine Armut wie noch nie, denn auch die anderen haben Hunger, aber ich habe nichts, rein gar nichts weiter. Siehe, Liebe spendete diese geringe Gabe und nun macht sie mir Schmerz“. Da sagt Jakobus: „Wurka, weine nicht, denn deine Tränen sind der Ausdruck deiner großen Liebe, die der Herr und ewige Gott besonders lohnt. Du wolltest nicht mich, sondern den Herrn erfreuen. Da aber der Herr in jedem Armen so überherrlich zu Hause ist, da fange nur an auszuteilen im rechten Glauben und Vertrauen, dann werden alle froh und satt werden. Wo der Herr einen Menschen sieht, der das Letzte gibt, meinst du, dass Er, als die größte und heiligste Liebe, tatenlos zusieht? Bitte Ihn in Seinem Geist um den Segen, dann wird dir Seine Liebe noch mehr offenbar!“ Wurka: „Ach Freund, ich glaube es, und nun danke ich Dir, Du großer, großer Gott und bitte Dich um Deinen Segen und um Deine Gegenwart“. Wurka nimmt Brot und Fleisch und reicht zuerst Jakobus und dann den anderen davon. Aber es wird nicht weniger, ja, es blieb noch übrig. Dann nimmt sie das kleine Krügel und lässt jeden trinken. Auch hier erlebt sie, es wird nicht leer. So wurden alle satt. Dann dankte Wurka auf den Knieen und spricht: „Herr, nun ist alle meine Sehnsucht gestillt, Du bist gegenwärtig unter uns, wenn auch meine Augen Dich nicht sehen, so fühle ich Deine Nähe. Lass mich noch einige Zeit auf dieser Erde, ich möchte das versäumte Leben nachholen, da ich erst seit gestern weiß, was Liebe ist und Liebe für die anderen bedeutet“. Da steht der Herr im weißen Gewand mitten unter ihnen, mit Seinen Händen sie alle segnend sagt Er: „Wurka, deine Liebe drängte Mich, dich und die du um dich hast, sichtbar zu segnen. Sehet Meine Hände, immer sollt ihr sie vor euren geistigen Augen sehen, spenden immer Liebe und Segen. Um euretwillen ließ ich es zu, dass sie vom Feinde durchbohrt wurden. Mein Leben gab Ich für euch, damit alle, alle Anteil haben an dem Sieg, den Ich im Kampfe für euch alle errungen habe. Mag auch in diesem eurem Leben so vieles unverständlich sein, aber die Wege zum freien ewigen Leben sind geebnet. Alle Tore sind offen, die ewige Heimat, die ich für euch schuf, erwartet euch. Was sind aber alle Herrlichkeiten ohne Meine Kinder. Die Himmel sind voll der schönsten Engel, eine Schönheit überstrahlt die andere, aber Meine Augen suchen das Kind, um das ich im Todeskampf gerungen habe, und Meine Kinder werden die Verwalter Meiner Himmel, soweit sie Träger sind von Meinem Geiste. Wurka, Mein Kind, dein Herz suchte Mich zu beglücken, und du hast vergessen, an dich zu denken, als du die Gabe Meiner Liebe austeiltest. Als sichtbare Gnade nimm nun aus Meinen Händen dieses Brot und diesen Wein. Ich will mit dir teilen zur bleibenden Erinnerung hier und dort für ewig“ So nahm der Herr das Brot, aß und trank einige Schluck, dann sprach Er: „Nun iss auch du, Wurka. Sehet, alle Himmel waren Zeugen dieser herrlichen Minuten. Um euretwillen nahm Ich Meine Allmacht in Anspruch, weil Ich durch diesen Akt etwas sagen will, was Mein Mund verschweigen muss. Bleibt in dieser Liebe Mir getreu, dann werde Ich auch euch getreu verbleiben können. Dir aber, Wurka, sei die Gabe des Schauens und des Heilens. Lass dich nicht beirren vom falschen Schein, denn Ich allein bin das ewige Sein. Dein Wort, es sei wie das Meine, doch zuvor soll es geboren sein in dir aus Meiner Liebe. Machet frei euer Herz vom trügerischen Wahn, damit Ich in euch wohnen kann als Liebe, Wahrheit, Kraft und Leben! Du, Barabäus, zweifle nicht länger, denn Meine Gedanken sind andere und Meine Führungen beweisen, dass Ich und nur Ich allein das Leben bin für ewig. Mein Segen und Mein Friede sei mit euch. Amen“. Verschwunden war der Herr, aber der Abglanz der Freude lag auf allen Gesichtern. Da sprach Jakobus: „Wo der Herr in Seiner Liebe so eindringlich sich offenbarte, muss unser Mund eigentlich schweigen, aber darum wollen wir uns desto mehr im Geiste dienen“. Spricht Barabäus: „Jakobus, würdest du mir und den anderen noch etwas von Jesus erzählen, wenn es für uns die größte Gnade bedeutet, dass er, als Jesus, Sein Leben opferte für uns und alle Menschen. In Seiner Größe und Herrlichkeit haben wir Ihn heute erlebt. Dieses zu beweisen ist leicht, nach diesem Wunder und offenbar werden Seiner Macht, Kraft und Liebe. Es wäre mir größtes Glück, auch von Seiner Niedrigkeit als Mensch, von Seiner Arbeit und auch von Seinem Kampfe etwas zu erfahren, da ich auf keinen Fall zu den alten Göttern zurückkehren will. Ich war gewohnt, jeden Sabbat ein Opfer zu bringen. Der wahre Gott verlangt für sich kein Opfer, aber, dass wir die anderen erfreuen sollen. Darum werde ich dir, liebe Wurka, noch heute 10 Pfund Silber und 1 Pfund Gold übergeben lassen, zu deiner freien Verfügung für die Armen“. Jakobus: „Für diese Gabe drängt es mich, dir zu danken, lieber Barabäus. Und damit kann ich dir auch gleich sagen, dass es dem Meister Jesus größtes Bedürfnis war, die Menschenherzen froh und glücklich zu machen, was Ihm, da ja Ihm alle Kräfte zur Verfügung standen, nicht schwer fiel. Denke aber ja nicht, dann war es kein Kunststück, ein Helfer zu sein, sondern folge mir in die Zeit, wo Er als Mensch nach dieser Einung rang, ganz eins zu sein mit Gott, dem Ewigen. Du weißt, wir Juden hatten strenge Gesetze, große Opfer erforderte unser Glaube, die Priester taten das Übrige. Für uns waren die Priester die Stellvertreter Gottes. Mein Vater war einer der Strengsten und Gläubigsten. In dieser Zeit wurde Jesus von Seiner Mutter Maria, die noch lebt, geboren. Um die Geheimnisse der Geburt, um die Vorgänge in der Natur lasst mich schweigen, da sie nicht das Größte sind. Der Knabe Jesus fiel schon als Kind auf und Sein Mund sprach viel von heiligen Dingen. Er entwickelte nach und nach einen Willen, gegen den wir machtlos sein mussten, weil die größte Weisheit zu Grunde lag. Ich, als Sein Bruder, erlebte mehr, als die anderen, wurde Zeuge von manchen Geschehnissen, von denen heute noch niemand eine Ahnung hat. Mein Mund aber musste schweigen. Mit älteren und weisen Männern verkehrte Jesus viel. Nicht, um von ihnen zu lernen, sondern um ihnen Dinge zu offenbaren, die ihnen noch Geheimnis waren. Meine Eltern litten furchtbar
unter dieser Entwicklung des Jünglings Jesus. Vor allem fürchtete Josef jede Übertretung der Sitten und Gebräuche und der Gesetze, die der Tempel vorschrieb. Jesus war nicht zu bewegen, in die Synagoge zu gehen. Mit Worten: „Ich will nicht vorzeitig zum Gericht werden“, oder „Vater Josef, wenn dir der Frieden deines Hauses lieb ist, dann lass Mir Meine Freiheit, wie ich auch dir Freiheit lasse“. Die Priester, die gerne mit Josef verkehrten, da er ein rechtlicher und ehrlicher Charakter war, sahen mit scheelen Augen Jesus an. An einem Vorsabbat kommt ein Oberpriester mit noch einem anderen in Nazareth wohnenden Priester und will Jesus in die Schranken weisen. Jesus, der tagelang schweigen konnte, wurde von Maria, Seiner Mutter, in die Stube geholt, da der Oberpriester mit Ihm reden wollte. „Wenn ihr euch nicht an Mir ärgern wollt, dann will Ich es tun“, war Seine Antwort. Da sagte Maria: „Aber Jesus, sie haben dein Bestes im Auge, der Oberpriester macht einen guten Eindruck“. Da erwiderte Jesus: „Mutter, warum lässt du dich auch von außen beeinflussen? Weißt du nicht, dass man große Dinge, die noch nicht reif sind, nicht vorzeitig an die Öffentlichkeit bringt. Wann werdet ihr die rechte Klugheit besitzen? Aber um dich nicht zu kränken, will ich dir den Gefallen tun“. Als Jesus mit Maria eintrat, neigte nur Jesus Seinen Kopf, mit Seinen hellen Augen sieht Er den Oberpriester an. Dann spricht dieser: „Jesus, ich bin gekommen, um dich zu fragen, wie lange du noch ein Abtrünniger Jehovas sein willst, und was hast du gegen Jehova Zebaoth? Eine Diener sind für dich nicht da, Moses und die Propheten sind dir gleichgültig. Wenn du so weiter machst, muss man dich aus der Gemeinde der Gläubigen ausstoßen!“ Jesus: „Simon, wärest du wirklich in das Haus Josefs gekommen, um Mich aus Meinem für euch scheinbaren Irrtum in die rechte Wahrheit zu führen, so würde ich dir demütig alle Meine Gründe Meines Lebens und Strebens darlegen. Da du aber mit einer Lüge im Herzen kommst, bist du keiner Antwort wert als nur der: Verlass wieder dieses Haus, das Josef zu einem Haus des Herrn gemacht hat und wisse: Ihr fürchtet, dass Ich euch unbequem werden könnte! Euer Leben steht im Widerspruch zu Moses und den Propheten. Eure Gesetze und Anweisungen binden die Menschen und machen sie willig für eure Ziele, die im Wohlleben liegen“. Ganz erbost spricht der Oberpriester: „Josef, was du versäumt hast an diesem Ausbund des Beelzebubs, wirst du vor dem hohen Rat verantworten müssen. Mit diesem da weiter zu reden, verbietet mir meine priesterliche Würde!“ Spricht Jesus: „Nimm diese Anschuldigung Josefs zurück. Mich kannst du beleidigen, das vergebe Ich dir, weil du Mich nicht kennst. Josef aber, den du seit vielen Jahren kennst als einen der treuesten Menschen, möchtest du auf einmal erledigt sehen. Damit du aber Zeit gewinnst, deine Blindheit zu erkennen, soll dir so lange das Augenlicht genommen sein, bis du gewillt bist, keinem, sei es, wer es auch sei, den Frieden des Herzens und des Hauses zu stören. Sucht Mich nicht umstimmen zu wollen. Ich werde zur Arbeit wieder da sein, da es mich graut, euer Wehklagen zu hören“. Mit diesen Worten verließ Jesus das Haus. Was aber in unserem Hause geschah, könnt ihr euch wohl vorstellen. Dieser Simon wurde wirklich blind, kam nach 4 Wochen, geführt von dem dortigen Priester zu Josef und Maria und bat demütig um Verzeihung. In diesem Moment kommt Jesus zur Tür herein und spricht: „Simon, der Herr und ewige Gott will nicht den Tod des Sünders, sondern, dass er sich bekehre und nach dem erkannten Gotteswillen lebe. Bist du willens, ein rechter Diener Jehovas zu sein, dann sehe und bleibe Gott getreu, damit dir nicht Ärgeres widerfahre“. Mit diesen Worten verlässt Jesus die Stube und Simon kann sehen. „Ich sehe wieder“, spricht er dann, „Josef, du alter Freund und Bruder im Herrn, wie kann ich dir die Wohltat deines Sohnes Jesus danken?“ Josef: „Rede nicht davon. Danke dem Herrn und sei eingedenk der Worte Jesus und bleibe einige Tage mein Gast. Stoße dich aber nicht an Jesus, denn Sein Leben, Sein Ringen und Kämpfen ist uns allen ein Rätsel, direkt unbegreiflich, aber Seine Liebe und Sein Wandel sind vorbildlich. Wir haben gerungen und gekämpft, es blieb alles nutzlos. Sein Wille ist unerschütterlich und Seine Ruhe ist unser Frieden“. Eine volle Woche blieb dieser Oberpriester unser Gast, uns diese ganze Woche blieb Jesus dem Elternhaus fern. Gerne hätte der Oberpriester mit Jesus gesprochen, aber ich vernahm in mir die Stimme, es ist noch nicht an der Zeit. Solange Simon im Hause bleibt, darf ich nicht zurückkommen, um seines Heiles willen. So verließ Simon mein Vaterhaus. Zwei Stunden später kehrte auch Jesus zurück mit den sichtbaren Spuren von Entbehrungen. Wir waren gewohnt, nicht mit Fragen in Ihn zu dringen. Da kommt Jesus zu mir und spricht: „Jakob, der Kampf wird immer schwerer, kannst du nicht ein wenig mit mir gehen?“ Da antworte ich: „Jesus, du weißt, dass ich Dich lieb habe, aber gutheißen kann ich Dein Fernbleiben nicht. Simon hätte Dich gerne gesprochen. Statt ihn zu gewinnen, hast du ihn verloren“. Da spricht Jesus die inhaltsschweren Worte: „Jakob, wenn dieses deine Meinung ist, kann Ich nichts dagegen sagen. Aber es tut weh, weil auch du noch wie ein Fremdling zu Mir stehst“. Diese Worte haben in mir einen Sturm entfacht. Aber trotzdem, verstehen konnte ich Ihn auch noch nicht. Einige Zeit bekamen wir Besuch, eine Base mit ihrer 15-jährigen Tochter Maria, ein lebensfrohes Menschenkind. Diese Blume versteht Jesus schon in der ersten Stunde. Es war daher nicht verwunderlich, dass Jesus viel mit ihr allein war. Als der Sabbat kommt, gehen wir alle gewohnheitsmäßig in die Synagoge. Was tut Jesus? Beim ersten Morgengrauen geht Er mit der jungen Maria außer Haus, und beide kommen erst bei eintretender Dunkelheit wieder zurück. Da wird Josef böse und spricht: „Jesus, Du ungeratener Sohn Deiner Mutter Maria, welche Schande bringst Du über mein Haus. Weißt Du nicht, dass auch Du uns Rücksichten schuldig bist? Was habe ich schon um Deinetwillen tragen müssen, aber was zuviel ist, ist zuviel. Du wirst mir immer rätselhafter. Wenn Du schon den Sabbat nach Deiner Art feiern musst, so halte wenigstens andere nicht davon ab, ihrem Gott und Herrn zu dienen“. Spricht ganz traurig Jesus: „Vater Josef, dieser Vorwurf wird dich viel Kampf kosten, da du Meine Ziele kennst. Hättest du dich überwinden und deine übergroße Gerechtigkeit vom Geist der Liebe umweben lassen, wäre dir eine Freude widerfahren, wie noch nie in deinem Leben, denn der heutige Tag hat Mir einen großen Fortschritt gebracht“. Sich an Maria wendend, spricht Jesus:
„Maria, weine nicht. Wenn Ich Mein großes Werk beginnen kann, dann wird dir zum Bewusstsein kommen, welchen Dienst du Mir, dir und den Menschen geleistet hast“. Dann suchte Jesus Seine Lagerstatt auf. In den nächsten Tagen war Er noch schweigsamer. Die Mutter Maria nahm das weinende Mädchen an ihre Brust. Dann fragte sie: „Wo seid ihr gewesen und was habt ihr den ganzen Sabbat getan“. Da sagte die junge Maria: „O Mutter, wir sind weit gelaufen, dann sind wir auf einem hohen Berg angekommen und dort blieben wir. Während dieser Zeit bat mich Jesus, ich solle schweigen und Ihn in Seiner Arbeit nicht stören. Er wollte Sich und mich durchschauen. Ich tat Ihm Seinen Willen. Erst wollte es langweilig werden, dann aber kam ein Träumen über mich, wo ich die schönsten und herrlichsten Dinge erlebte, die ich schwer schildern könnte. Ich sah schöne Städte, schöne Menschen, schöne Ländereien, hörte herrliche Gesänge und wurde wunderbar gespeist. Als Jesus mich aus meinen Träumereien weckte, wurde ich am Stand der Sonne gewahr, dass viele Stunden vergangen sein mussten. Da sagte Er: Komm, Mädchen, wir müssen heim, deine Mutter soll sich nicht ängstigen. Habe Dank für deinen Dienst, denn nun weiß Ich, der Menschenleib ist ein Tempel, ein Heiligtum, den man für Gott dazu machen muss. Schweige über diese Stunden, dann wird dir manche Freude werden“. Wir aber verstanden den ringenden Jesus immer noch nicht, bis Er endlich das Elternhaus überzeugen konnte von der Mission, die Seiner harrte. Mit diesem will ich von den Kämpfen Jesu schließen und zeugen von der Liebeskraft, die ihr alle so herrlich erlebtet. Sein Tod ist ja unser Leben geworden, da Er im Tode alle Schuld beglich, die auf der Menschheit lastete. Sein Leben ist der Freibrief für alle Menschen, und Sein Geist die Besiegelung, dass wir Sein sind, Sein bleiben bis in Ewigkeit!“ Barabäus: „Jakobus, mit diesen einfachen Worten hast du mir viel offenbart. Es reicht für mein Leben zu. Ich bekenne mich gerne zu Jesus, dem wahren und liebenden Gott, den ich nun schauen durfte, und bitte Dich, o Herr, lass mich Dich noch mehr erkennen und verstehen“.

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