Empfangen durch G. Mayerhofer, am 16. Sept. 1870
Nachdem ihr, teils aus Neugierde getrieben, teils auch, weil ihr den rechten Sinn dieser Zahl 666 nicht fassen könnt, darum fraget, so will Ich euch Allen ein kleines Lichtlein aufstecken, damit ihr auf eurem Lebenswege den rechten Pfad finden möget.
Was die Zahl 666 eigentlich zu bedeuten hat, das wisset ihr wohl oder ahnet es wenigstens; aber wie man diese Zahl in geistiger Seelen-Vervollkommnung erreichen kann, das ist euch noch nicht recht klar. – So höret also:
In allen Meinen Evangelien sprach Ich stets von den zwei Geboten, die alle andern umfassen, nämlich: „Liebet Gott über Alles, und den Nächsten wie euch selbst!“ – Diese Gebote sind leicht ausgesprochen, aber nicht so leicht im wahren inneren Sinn verstanden, und noch weniger wirklich ausgeübt. (Vollk. konnte nur der Herr dies. erfüllen; –W – d. Erlösg.)
Wenn Ich sage: Liebet Gott über Alles! und diese Liebe mit der Zahl 666 bildlich bezeichne, so will das soviel sagen, als: wenn Eigenliebe die Zahl 6 ist, so braucht es 100mal so viel Verleugnung derselben, um die Vollzahl der Gottesliebe im Menschen zu erreichen.
Was die Nächstenliebe betrifft, so heißt es wohl: Liebe deinen Nächsten wie dich selbst! aber dieses ist nicht so gemeint, als sollet ihr, wenn 6 das Grundmaß der Eigenliebe und der Rest von 660 ist, euren Nächsten eben nur so lieben, wie diese Zahl 6 für euch ausdrückt; nein, das will anders verstanden sein; die Zahl 6 soll nur bedeuten, dass ihr für euer körperliches Wohl den zehnten Teil dessen behalten sollet, was ihr für den Nächsten opfern könnet, und was zehnmal als Opferfähigkeit der Gottesliebe gleichkommt.
Nun lege Jedes die Hand auf’s Herz, und frage sich selbst: wie groß denn da eure Aufopferungsfähigkeit in Zahlen ausgedrückt wohl ausmacht? – Ich versichere euch, da Ich nicht nach schönen Worten, sondern nach schönen Taten rechne, so wird eine ganz kleine Zahl bei euch für Mich, und eine noch kleinere für eure Nächsten herauskommen; denn was eigentlich Gottes- und was Nächstenliebe ist, habe Ich euch schon erklärt und euch ausführlich kund gegeben.
Ich weiß aber, ihr wollet sogar in Zahlen ausgedrückt sehen, wie euer Herzensmesser steht; nun denn, so will Ich auch dieses euch kund geben und so vernehmet also:
Bruder Medeotti
seine Frau
die andere Schwester Anetta
die Frau von T–i
die andere Schwester
d.h. mit anderen Worten: Den beiden Letzteren fehlt es noch beinahe um das Doppelte der Hingebung zu Mir, wenig zur Aufopferungsfähigkeit für ihren Nächsten, und sie haben etwas mehr als das Doppelte der Norm der Eigenliebe. Soll also dieses Zahlenverhältnis geregelt werden, so müssen sie anfangen, an sich das Zuviel wegzuschaffen und auf das Register des Nächsten überzutragen, und dann wird sich die Zahl für Mich schon selbst vermehren. – (Siehe die Morgen- und die Abend-Blume in Nr. 38. D. Hsg.)
Auch die Schwester N. will die Zahlen wissen, wie ihre Liebe zu Mir, zum Nächsten und für sich selbst besteht. – Nun denn fangen wir umgekehrt bei ihr selbst an,
so ist ihre Zahl der Eigenliebe 24
„ „ „ „ der Nächstenliebe 36
„ „ „ „ der Gottesliebe 218
also im Ganzen nicht zu schlecht und nicht so gut.
Was nun diese Zahlen bedeuten, wisset ihr, – wie ihr dieses Miss-Verhältnis regeln könnet, wisset ihr auch;– so rate Ich euch daher, machet euch auf den Weg, diese Zahlen-Verhältnisse so in Einklang zu bringen, dass die Zahl, die Meine Kinder haben sollen, vollgewichtig wird, nämlich: 600 — 60 — 6, oder 600 für Mich, 60 für den Nächsten, und das kleine Sümmchen 6 für euch selbst.
Dort Oben steht es klar in Ziffern ausgedrückt, wie es eigentlich um euch steht, und selbes zu euren Gunsten zu ändern, dazu soll euch Mein Segen nicht ermangeln! Amen.
P.S. Deine eben angekommenen Schwester M – l wünscht ebenfalls in Zahlen ausgedrückt von Mir wie ihre Schwestern ihren Lebenswert zu sehen, so sage ihr denn, ihre Liebezahlen sind: 420 — 48 — 12. Das Übrige soll sie selbst herausfinden.
Amen.
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