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Noch ein Wort zum Liebe – Messer

Empfangen durch G. Mayerhofer, am 1. Nov. 1870

Nachdem du soeben einige frühere Worte über den geistigen Zahlenwert des menschlichen Herzens gelesen hast, so möchten auch zwei andere Schwestern, teils aus Neugierde, teils aus wirklicher Wissbegierde, wissen, wie es auf ihrer Geistes-Uhr steht.
Nun frage Ich aber: wenn sie in ihr eigenes Herz einen Blick werfen wollten, könnten sie dann dort nicht selbst den eigentlichen Wert desselben finden, muss denn Ich es sein,
Welcher ihnen sagen soll, was sie in Meinen Augen wert sind?
Und wenn das Verhältnis nicht das gewünschte ist, was dann? – Weil sie aber doch glauben, aus Meinem Munde ihr Urteil zu hören sei besser, als es sollst zu finden, so sage ihnen denn hiermit:
die Frau v. T–i hat die Zahlen 327 — 52 — 16
die andere Schwester hat die Zahlen 285 — 48 — 19,
d.h. mit anderen Worten: Beiden fehlt es noch beinahe um das Doppelte der Hingebung zu Mir, wenig zur Aufopferungsfähigkeit für ihren Nächsten, und sie haben etwas mehr als das Doppelte der Norm der Eigenliebe.
Soll also dieses Zahlenverhältnis geregelt werden, so müssen sie anfangen, an sich das Zuviel wegzuschaffen und auf das Register des Nächsten überzutragen, und dann wird sich die Zahl für Mich schon selbst vermehren. – (siehe die Morgen- und die Abend-Blume.)
Ich lasse dich dieses Alles so schreiben, ob sie es aber auch ausführen werden, das ist eine andere Sache! – Sage ihnen, wenn es ihnen ernst damit ist so helfe Ich ihnen schon dazu, aber wenn sie nur Herzensverhältnisse wissen wollten, ohne den rechten Vorsatz zu haben, selbe zu verbessern, so hilft das Angeben der Nummern nichts, so wenig als bei einem eitlen Weibe ihr die eigene Gestalt im Spiegel zu zeigen, wenn sie nicht zufrieden mit dem, was sie dort im Spiegel sieht, und dabei doch glaubt, der Spiegel lüge, und sie sei schöner, als sie sich im Spiegel gesehen hat.
Deswegen, Meine lieben Kinder, spasset nicht mit Meinen Worten, wie es oft geschieht an gewissen Vorabenden, wo mystische Spiele getrieben werden, die euch die Zukunft enthüllen sollen, wo auch oft Resultate herauskommen, die – wenn sie wahr würden – der Einen oder Andern nicht gefielen.
Es ist eine große Mission, die ihr zu vollführen habt, und mit allem Ernste wird es euch schwer werden, derselben Genüge zu tun, – wie dann erst, wenn ihr durch leichtsinniges Fragen eure Schwächen aufdecket, wo ihr doch nicht den Vorsatz schon im Voraus gehabt habet, dass – wenn diese Zahlen nicht zu eurer Zufriedenheit ausfallen – ihr selbe gewiss verbessern wollet.
Hier habe Ich euch die Zahlen gegeben. – bedenket, Wer sie euch gab, und handelt danach, selbe zu verbessern, – nur so könnet ihr Meiner Liebe und Gnade euch würdig. machen; – bedenket das, und Mein Segen soll euch in eurem Streben begleiten.
Amen!

Nachtrag als Antwort auf die Frage einer dritten Schwester.

Scherzet nicht, Meine Kinder, mit Dingen, die ihr ernst nehmen sollet, ja bei weitem ernster, als ihr es glaubet. Auch deine andere Schwester will ihr Herz taxiert sehen. Weiß sie es denn nicht, dass dort noch sehr viel Weltliches steckt und jetzt mit dem Schritte, welchen sie in Kurzem zu tun gedenkt, in die Gefahr läuft, noch mehr in’s Weltliche hineingerissen zu werden?
Sie will die Zahlen wissen, wie ihre Liebe zu Mir, zum Nächsten und für sie selbst besteht? – Nun denn, fangen wir umgekehrt bei ihr selbst an,
so ist ihre Zahl der Eigenliebe 24
„ „ „    der Nächstenliebe 36
„ „ „    der Gottesliebe 218,
also im Ganzen nicht zu schlecht und nicht so gut. – Sie solle nur, wie die beiden obigen Schwestern, die erstere Zahl verringern und die zweite zu verbessern suchen, so wird sie vielleicht Meinem Herzen näher zu stehen kommen, was ihr aber in Zukunft mehr Kampf kosten wird, als früher; aber wenn sie nur öfter an Mich denkt, so wird sie das Zahlenverhältnis schon mit festem Willen verbessern können!
Amen!

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