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Trachtet nach dem kindlichen Sinn der Liebe zu Gott und den Menschen!

Empfangen durch G. Mayerhofer, am 22. März 1870

So schreibe denn, weil du willst deinen Freund Mir näher ziehen; sage ihm, er solle seine eigenen (Verstandes-) Ideen fahren lassen, und solle sich ganz in Meine Lehre vertiefen, damit er begreife, wie all‘ seine früheren Verirrungen dazu beitragen mussten, um ihn von dem falschen (Weltsinns-) Wege abzuziehen, und Mir sich dadurch gleichsam wider seinen Willen zu nähern.
Wenn auch seine Lage im Augenblicke nicht die brillanteste ist, so soll er sich trösten, sie wird zu seiner Zeit schon besser werden, nur auf Mich soll er vertrauen, auch öfter sein Weib anhören, sie gibt ihm manchmal die besten Ratschläge, aber sie prallen an seinem harten Eigensinn ab. Das weibliche Gemüt seiner Frau hat schon bei weitem mehr aufgefasst von dem, was er, als Mein von Mir gewähltes Medium durch alle Meine Kundgaben erlangt hat; endlich sträubt er sich noch immer, zum kindlichen Sinne der Liebe zurückzukehren, er solle dem Verstande sein Grübeln lassen, was Ich euch Allen gebe, ist nur fürs Herz; wer nicht ganz mit dem Herzen denkt, der wird Mich und Meine Schöpfung nie ganz begreifen, noch Meine Sprache, so warm und herzlich sie auch an euch Alle gerichtet ist!
Sage ihm, dass er das Weitere schon selbst herausfinden wird, er solle nur auf Mich vertrauen; wenn Ich gleich nicht in der Zeit, wie er es möchte, Meine Hilfe ihm merken lasse, so soll er doch überzeugt sein, dass Ich ihn, so wie euch Alle, nicht einen Augenblick aus Meiner Führung lasse!
So nehme Meinen Segen für dich und Euch Alle, und seid Alle nur mehr werktätig nach Meinem Worte; merzet das Unkraut aus euren Herzen aus, denn ist ein Acker von dem gereinigt, so wächst das gute Kraut von selbst nach. Dies zur Darnachachtung!
Amen!

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