Empfangen durch Jakob Lorber, am 28. Mai 1840
Es fragt da Einer nach dem Rechte und der Wahrgeltung des Eides, oder des Schwures bei Meinem Namen, welches ist eine verständige Frage in dessen Lage, und da wage (horche) am Tage solcher Plage, was Ich sage, und er trage kein Bedenken; denn – es gibt nur Eine Wahrheit! und somit auch nur Ein sicheres Zeichen derselben, und dieses Zeichen bin Ich Selbst, wie die Wahrheit Selbst! –
Nun sehet, wo Ich im Herzen bin irgend eines Menschen, der hat die Wahrheit in sich, und er tut, denkt und redet aus derselben heraus, und diese dreifache Beschäftigung ist eine wahre Handlung, und diese Handlung ist ein hinreichendes Zeichen zur Steuer der Wahrheit, und braucht nicht mehr denn Ja! oder Nein! alles darüber ist eine Sünde; weil da vom Eidfordernden, als vom Eidlegenden ein schändliches Misstrauen auf Meine unantastbare Heiligkeit gesetzt wird, die da ist die Urquelle aller Weisheit und Wahrheit in Mir ewig.
So aber Jemand Mich nicht hat in seinem Herzen treulich, dessen ganze Handlung ist falsch, und trüglich im Tun, Denken und Reden.
Wie wollt ihr denn von dem Wahrheitlosen ein Wahrzeichen fordern und somit Meine Heiligkeit als Sigill der Liebe aufdrücken, damit dann ein vollrechtlich Truggericht irgend einer eigennützigen Behauptung eines Eigenliebigen die volle Geltung als rechtlich wahr erhalte!? –
Nun aber gebe Ich euch einen Rat aus Meiner Liebe, damit ihr Meine Heiligkeit schonet.
Sehet, wenn ein Eid als Entheiligung Meiner Heiligkeit, euch ist ein sicheres Wahrzeichen, kann es nicht ebensogut das bloße „Ja“ oder „Nein“ sein? So ihr beleget den falschen Eid mit Strafe, desgleichen könnet ihr ja auch das „Ja“ und „Nein“!
Ich sage euch aber, so Jemand gelogen hat, entweder bejahend oder verneinend in seiner Aussage, dessen Name werde infam erklärt öffentlich vor allem Volke so lange, bis er in aller Demut in sich gegangen sein wird, und öffentlich bekennt seiner Lüge Schuld, was dann die erste Wahrheit sein wird auf seiner Zunge.
Dazu könnet und sollet ihr auch nach Umstand der Sache ihm entweder 1/2 oder 1/3, auch wohl sein ganzes Hab und Gut als rechtliche Sühnung der durch einen solchen Lügner aus Eigennutz gemisshandelten Wahrheit abnehmen; denn er solle nicht haben ein eigen Brot, noch Dach und Fach, da er verabscheut hat die Wahrheit!
Und ihr könnet versichert sein, dass euch da selbst der Bösewicht nicht anlügen wird, eher wird er ganz schweigen, gleich den Geistern der Hölle, die da nicht aussprechen können Meinen Namen.
Denn wer gerecht ist im Herzen, dem glaubet aufs Wort, ohne Eid, so könnet ihr versichert sein, dass er die Wahrheit rede, und unterschreibe dieselbe mit seinem Blute.
Wer aber da hat ein treuloses eigennütziges Herz, dem ist Gott ferne, und die Hölle nahe, von dem könnet ihr einen Eid um den andern fordern, aber fraget euch selbst, wozu nütze?
Daher sei eure Rede: „Ja, ja!“ oder „Nein, nein!“ was darüber ist, das ist eine Sünde, im Geiste Meiner unantastbaren Heiligkeit.
Das ist Mein Gesetz, ohne eine nachträgliche Verordnung: denn Meine Gebote stehen fest, und leiden keine Abänderung, wie eure heidnischen. Amen! Ich, Jehova, die höchste Weisheit und Gerechtigkeit von Ewigkeit.
Amen, Amen, Amen!
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