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Komm und folge Mir nach!

Empfangen durch Kath. Michel-Marth in Triest, am 9. Januar 1872

Bitte: Liebevollster, heiligster Vater! Ich bitte Dich, mir gnädigst auf die Bitte Meines so lieben Bruders einige Worte schenken zu wollen zu erneutem Mute, in dieser Schule fortzufahren; jedoch Dein und nicht mein Wille geschehe!
So will Ich auch heute deiner Bitte Gehör geben, um Euch Alle auf das kommende Jahr vorzubereiten, wie ihr Meine Lehre in Anwendung bringen sollt.
So höre nun: du und alle Andern wünschen, sich im diesirdischen Leben nach Meiner Liebelehre, wie ihr euch in der Bitte des Bruders äußert, mehr zu befestigen, um im wahrhaften Sinne des Wortes Meine Jünger zu werden.
Ihr seid wohl mit Abschreiben Meiner Worte sehr eifrige Jünger, aber Mehreren unter euch kann Ich nicht Meine Zufriedenheit äußern, da sie sich Mühe geben sollten, selbe auch in Taten anzuwenden.
Sehet, Meine vorigen Apostel, eure Vorgänger, verließen alles Weltliche gerne, um Meiner Liebe und Lehre ungehindert zu folgen; sie trachteten nicht, wie Manche unter euch, sich ihr spannenlanges Leben so bequem als möglich zu machen, sie scheuten keine Aufopferung für Mich und ihre Nebenmenschen, während Etliche unter euch Alles lieber denken, als aus wahrer Liebe für Mich zu entbehren, was sie nicht leicht können; bei Solchen ist freilich nicht zu denken, dass die Nummern für Mich in ihnen vergrößert, sondern verkleinert werden, was sie sich nur selbst dann zuzuschreiben haben; selbe muss Ich dann
leider verlassen, und aus ihrem Herzen weichen, und sie dem gewöhnlichen Weltstrom frei überlassen, bis sie ein trauriges Schicksal oder Unglück wieder zu Mir zurückführen wird von dem Taumel der Welt, wo sie dann freilich nicht Mir ihre traurigen Folgen zuschreiben können, der Ich keinen Augenblick scheute, in die Herzen aller Meiner Kinder Liebesermahnungen zu streuen.
Daher trachtet ihr, die ihr guten Willens sind, wieder in diesem neuen Jahre euch mehr in Meiner Liebelehre zu befestigen, wo Mein Segen nie ausbleiben wird, und die Samenkörner, die ihr in Meinem Namen mit Behutsamkeit ausstreut, werden auch von Mir gesegnete Früchte euch zum Lohne für eure Liebe werden im neuen Jahre.
Daher freuet euch untereinander in Meiner Liebe! wie anfangs bei Meinen Mitteilungen, und denket, dass euer liebevollster Vater bei euch und unter euch Sich unsichtbar befindet; seid frohen Mutes! und lasst nicht ab – in der Liebe fortzufahren, wenn euch auch traurige Ereignisse wieder begegnen werden, und denket, auch Ich, euer Lehrer und Meister, habe viel gelitten, um euch den Weg zu bahnen, – habe gesiegt, glorreich Mich herausgewunden, um euch die Wohnung in Meines Vaters Hause zu bereiten, wo es dann keine trüben und verleumderischen Augenblicke mehr geben wird! –
Was die Bitte des lieben Sohnes für euren Bruder und Meinen Schreiber und lieben Sohn Mayerhofer betrifft, den werde Ich gewiss nicht verlassen, er soll nur Mich nicht verlassen, sondern denken – Der die weltlichen Augen trübt, Der öffnet um so heller die geistigen, was er mehr notwendig hat, als die materiellen.
L., du eifriger Held, fahre fort! denke ja nie, wenn dich auch manchmal wegen zu großem Aposteleifer manche verkehrte Augenblicke trüben, dass Ich deshalb mit Meinem Segen dich nicht begleitet habe; siehe auch solche müssen folgen, ansonst du zur großen Zeit der Zeiten dich nicht zurecht finden kannst. –
Nun zum Schlusse nehmet hin Meinen Segen, der schon seit vielen Jahren so zahlreich von Meiner Hand auf euch fließt, und befestigt euch immer mehr und mehr in der Demut. Erkennen sollet ihr, dass euer liebevollster Vater am liebsten bei Seinen Kindern verweilt, daher seid guten und heiteren Mutes und voll frohen Liebewillens; Der, Welcher euch zum künftigen Kampfe vorbereitet, ist an eurer Spitze und leitet euch, um die Siegeskrone nicht zu verlieren.
Mit dem väterlichen Segen an Alle, vorzüglich denen, die Mich nicht verkennen, und auch im Zeichen des Kreuzes Mich als den liebevollsten Vater und Führer umarmen; dieses sei euch gegeben zum Anfang des dritten Geburtstages des Geistes,*) um euch zu befestigen.
Amen!

*) am 9. Januar 1870 begann in Triest die Offenbarung des Herrn durch Sein Wort (zunächst in italienischer Sprache durch Brd. † Trombitti (aus Neapel) und dann vom März 1870 ab – deutsch durch Brd, † G. Mayerhofer). Dazwischen benutzte der h. Vater auch obige Schwester M. M. manchmal, welcher Er aber die Hand führen musste. D. Hsg.

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