Diese beiden gehören ebenfalls zu den besonderen Zeichen unserer Zeit, welche den durch Genusssucht immer mehr krank werdenden Menschen ein rettendes Halt zurufen, auf dem immer rascheren Hinabgleiten in den Abgrund des Verderbens. Erstere predigen die Umkehr zur Einfachheit, als Grundlage des Heils in gesundheitlicher und gesellschaftlicher Beziehung; und letzterer, der Spiritismus, beweist den alles Geistige über Bord werfenden blinden verirrten Menschen die Wahrheit eines vergeltenden Jenseits, und somit den Ernst des Lebens, und als solche sind sie, abgesehen von ihren Ausschreitungen, ganz zeitgemäße Prediger in der geistigen Wüst der Jetztzeit; darum sollen sie auch hier, ihr Wesen zeigend, kurz eingereiht werden.
Empfangen durch Gottfried Mayerhofer, Triest, am 4. September 1870.
Dein Freund und Bruder richtete an Mich einige Worte um Aufklärung wegen seiner Zweifel über Vegetarismus und Spiritismus weil er nicht im Reinen ist, wie er eigentlich diese früher so verehrten Doktrinen mit Meinen Lehren unter Ein Dach bringen kann, um endlich den eigentlichen Frieden im Herzen zu haben, und sich nur Meinen Worten allein hinzugeben. Da ihm um sein eigen Seelenheil und um seinen geistigen Fortschritt zu tun ist, um Mir stets näher zu kommen, so will Ich ihm denn einige seiner Zweifel näher beleuchten, und ihm das mehr auseinandersetzen, was er schon halb selbst ahnt.
Sobald eine Sache ernst besprochen werden soll, so muss man dieselbe von Grund aus studieren und zuerst sich fragen:
„Wenn dieser besprochene Gegenstand einen Lernenden und Forschenden interessiert, zu was ist denn eigentlich diese Sache nützlich (fürs Allgemeine), und wenn ich selbe im Leben praktisch ausübe, zu was nützt sie eigentlich mir selbst?“
Wenn Ich nun diese Frage auf den Vegetarismus anwende, so frage Ich deinen Bruder ebenfalls, weswegen hat er sich für selben begeistert, und warum hat er ihn angenommen? Die Antwort wird sein:
"Weil durch einfachere Kost viele oder fast alle Krankheiten vermieden,
"ein hohes Alter erreicht, und sich selbst in Bezug auf Nahrung ec. auf
"die geringsten Bedürfnisse beschränkt, und endlich durch diese Lebensweise
"einer Menge von Versuchungen und Reizungen ausgewichen wird;
"weil der physische Zustand des Körpers der Seele nicht so mit
"Ungestüm Gesetze vorschreibt, als bei einem Menschen, der mit sogenannten
"guten und reizenden Speisen seinen Körper genährt hat."
Was den ersten Punkt betrifft, so ist er annehmbar, auch in Meiner Lehre des Heiles für die Seele, denn eine gesunde Seele kann nur in einem gesunden Körper für ihr künftiges Leben ordnungsmäßig arbeiten; was das Zweite anbelangt, ein hohes Alter zu erreichen, und dabei, was sich von selbst versteht, seine intellektuellen Eigenschaften nicht zu verlieren, ist ebenfalls gut für Mich; denn je länger ein Mensch lebt, desto mehr kann er hier auf Erden seine Seele fürs künftige Leben vorbereiten, was, würde er früher abberufen, er dort im Jenseits mit doppeltem Kraftaufwand tun müsste; der dritte Punkt, nehmlich so wenig als möglich Bedürfnisse zu haben in Bezug der Nahrung ec. ist ebenfalls für Mich und Meine Lehre anwendbar, da durch Einschränkung in den Lebensbedürfnissen jeder Mensch eben dadurch den weltlichen Genüssen entsagt, und leichter den Blick nach den geistigen Bedürfnissen richten kann;
was aber den letzten Punkt betrifft, dass derjenige, der so einfach lebt, wie es der Vegetarismus vorschreibt, nicht so vielen Versuchungen und Reizungen ausgesetzt ist, als ein anderer Mensch, hat in Bezug auf das, was Ich will, kein so großes Verdienst, so wenig wie die Redlichkeit eines eingesperrten Diebes; denn wo keine Versuchung, ist kein Kampf; und wenn der tugendhaft bleibt, der keine Anregung zum Fallen erhält, so ist auch seine Seele nicht durch Widerstand gegen das Drängen der Leidenschaften gestärkt, sondern dieser Mensch bringt sein Kapital in die andere Welt mit, als wir der, welcher statt Zinsen zu erwerben von seinem ihm anvertrauten Gute, selbes lieber vergrub.
Mir ist lieber das Kind, das gekämpft, gelitten und geduldet, aber am Ende doch gesiegt hat, als wie ein anderes, welches alle Gelegenheiten scheute, um in Versuchung zu geraten, wobei seine Kraft erprobt worden wäre, ob es auch Versuchungen widerstehen könnte oder nicht.
Was im Ganzen diese „frugale“ (frugal bezeichnet die 2 Hauptbegriffe des vegetarischen Systems, „mässig“, und „von Früchten und Körner bereitete Kost“. D. Hsg.) Lebenswege anbelangt, wo die jetzigen Menschen eigentlich die Ur-Väter nachahmen wollen, so muss Ich nur bemerken, dass jene Menschen ganz andere Konstitutionen hatten, als das jetzt lebende Geschlecht, eine andere Lebensweise führten, die der eurigen gerade entgegengesetzt ist, in Bezug auf – in Häusern leben, in Betten schlafen, größeres Zusammenleben in Städten ec., nebenbei auch wenig oder gar keine angeerbten Fehler hatten, wie in jetziger Zeit viele Menschen leider nicht durch eigenes Verschulden, sondern durch angeerbte Krankheiten. Dieses Alles zusammen genommen will Ich mit wenig Worten sagen:
„Wer sich an diese Art, seinen Körper zu ernähren, gewöhnt hat,
"und so vielen modernen Übeln ausgewichen ist, tut gut daran, wenn es
"seinem Körper nicht schadet, dabei zu bleiben; nur muss er überall in
"Aussicht haben sein geistiges Heil, was er durch diese Art zu leben,
"leichter erreicht, wie viele Andere; es wird ihm zwar nicht als
"Verdienst angerechnet werden, was ihm selbst keine Mühe kostete,
"aber Ich werde in anderer Hinsicht mehr von ihm fordern, da er
"vielen Kalamitäten ausgewichen, die Andere mit Mühe bekämpfen
"mussten."
Das Beispiel, welches dein Bruder angibt, wegen Meinem Lebenswandel auf Erden, da gelte ihm nur das Wort:
„Dem Reinen ist Alles rein!“
Ich lebte mit Meinen Jüngern ebenso, wie dort das ganze Volk, damit nicht Einer oder der Andere kommen könnte und sagen: „ja, das ist leicht, fromm und tugendhaft leben, denn mit einer solchen Lebensweise (nehmlich der vegetarischen) bekommt Niemand Gelüste und Versuchungen.“ Ich und Meine Apostel lebten wie alles Volk, und bekämpften alle Leidenschaften und Versuchungen trotzdem siegreich, die zur Prüfung und Stärkung unseres Geistes als Menschen uns auf unserem Lebenswege begegneten.
Hiermit wird also dein Bruder wohl mit dieser Erklärung zufrieden sein, und sich das herausfinden können, was ihm eigentlich noch nicht in ganz hellem Lichte erschien; denn das kann er sich wohl vorstellen, dass Mir sonst ganz gleichgültig ist, mit was er sich seinen Magen vollfüllt, wenn es nur natürlicher Zwecke halber geschieht; wenn es aber auf geistiger Unterlage beruht, bringt es auch geistige Früchte, und diese sind bei Mir nur allein in Anbetracht zu ziehen, das Übrige ist alles Null!
Dass Ich dieses, nehmlich das Auftreten des Vegetarismus jetzt, und vieles Andere auf dieser Welt zulasse, und ja sogar begünstige und befördere, hat seinen Grund in höheren Absichten, weil dadurch Viele von Übermäßigkeit und ihren natürlichen Folgen gerettet werden, und dann dem sanften Säuseln Meines Liebewindes eher zugänglich sind.
Was den zweiten Punkt des Zweifels deines Bruders betrifft, so will Ich ihm auch darüber einige Worte geben, damit er auch dort heller sieht, wo jetzt er noch einige Schatten erblickt, die ihn in seiner geistigen Fernsicht beengen.
„Spiritismus“ oder „Verkehr mit der Geisterwelt“, wie ihr es nennt, ist eigentlich nichts anderes, alls ein Zulassen von Mir, dass durch diese Manifestationen so manche Materialisten und Ungläubige aufmerksam daraus gemacht werden, dass außer dem, was sie sehen und mit den Händen greifen können, es doch noch etwas Anderes gibt. Ich lies es zu, dass dadurch so kräftige Beweise hie und da auftauchen, welche mit aller Philosophie nicht wegzuleugnen sind, so dass selbst die Halsstörrigsten anfangen den Kopf zu verlieren. Schon in allen Teilen der Welt haben sich viele Versammlungen gebildet, wo einzelne von Mir dazu bestimmte Vermittler diese geistige Verbindung erhalten, das was ihr „Medium“ (und Medien) nennt; überall wird gefragt, aber da, wie der Apostel Paulus sagt: „wie der Baum fällt, so bleibt er liegen!“ also die Hinübergegangenen nicht gescheiter geworden sind, als wie sie hier waren, und nur Einzelne, und auch diese langsam nur fortschreiten, so ist es damit ebenso der Fall, (da nur diejenigen Geister, die noch eine Lust verspüren, auf dieser Erde, ihrem früheren Wohnsitze, sich aufhalten, weil die reineren Himmelslüfte ihnen nicht behagen), dass die Fragenden Nichts weiteres von ihnen hören, als Klagen über Versäumtes hier auf Erden, und Mahnworte für die Zurückgebliebenen.
Dieser geistige Strom, der jetzt durch viele Herzen zieht und selbe aufweckt, und eben dieses Bild, das Ein oder der Andere sich Mitteilende von Drüben entwirft, dient hauptsächlich dazu, dann bei den Lebenden den Blick in ihr eigenes Innere zu richten, um dort mit Staunen endlich wahrzunehmen, welcher Wust von Unkraut auch dort wuchert. Sie fangen an, dann vorerst auf sich selbst aufmerksam zu werden, sich selbst zu erkennen, längere Zeit Interesse an diesen Mitteilungen zu finden, und so ohne ihr Wissen sich Vorzubereiten, um, wenn Mein Licht aus Meiner nun vollständig und rein wiedergegebenen Lehre sich über alle Völker ergießen wird, selbe mit leichter Mühe zu verstehen und aufzunehmen.
So erziehe Ich Mir eine Menge Kinder, jetzt mit Spielereien und Tändelwerk, bis selbe zur reiferen Erkenntnis gelangt, dieselben wegwerfen, und mit Freude nach dem verlangen werden, was erst ganz ihren Durst und geistigen Hunger stillen kann.
Nachdem die Welt jetzt so ganz materiell geworden, und Eigennutz und Herrschsucht ihr einziger Impuls ist, der sie weiter treibt, so musste Ich andere Mittel ergreifen, ehe Ich zu Straf- und Zucht-Mitteln, als letztes Zugpflaster, Meine Hand ausstrecken wollte, damit durch diese nur im Stillen getriebenen und keinem Herrscher Furcht einjagenden Tändeleien Mein geistiges Haus mit den nötigen Bausteinen versehen werde. Noch liegen sie überall zerstreut umher, unbewusst, zu was und wann sie erst verwendet werden sollen; aber nur noch eine kurze Weile, im Herzen so vieler Spiritisten ist ein Same gelegt worden, der, kommt der rechte Wecker, dann schon Seinen Nutzen daraus ziehen wird, einen Nutzen, von dem selbst die eifrigsten Spiritisten keine Idee haben.
Deswegen, lasst nur die Spiritisten ihr Treiben, fortsetzen; jetzt erhalten sie noch Alles vermischt, Wahrheit und Täuschung, gute und böse Geister drängen sich heran, die einen zu bessern, die andern aus Langeweile, um zu täuschen; Viele, ja die Meisten nehmen alles als bare Münze, weil ihr Horizont beschränkt ist; wird dieser erweitert werden, dann, das Gute vom Schlechten zu unterscheiden wissend, werden sie schon zuerst sondern, dann mit den guten Geistern zu Meiner eigentlichen reinen Lehre: wie man ,,Mein Kind“ werden kann, sich wenden, und dort mit Staunen erfahren und sehen, dass alle Wege, die sie geführt wurden zwischen Wahrem und Falschem, nur dazu dienen mussten, ihr Herz mit der rechten Unterlage zu versehen oder zu bestreuen, die dann den Prozess wie der Dünger durchzumachen hatte, den der Fäulnis, und so ihren Herzensacker vorbereitend, fruchtbringend zur neuen Lehre beitragen musste!
Hier hast du den Spiritismus erklärt, erläutert was du davon zu erhalten, und wie du ihn schätzen sollst; bedenke nur stets – alles was es auch sein mag, in Meiner Hand wirds zum Segen; denn Ich weiß und kenne die Wege, die Ich gehen muss, um die Herzen zu Mir zu bringen, ohne Gewaltmittel anzuwenden.
Du selbst sagst und vergleichst den Vegetarismus mit dem Feuer, das vor Moses vorüberzog; gut, der Vegetarismus ist das Feuer, d.h. das Element, das erwärmt, verzehrt und läutert; der Vegetarismus erwärmt den menschlichen Körper mit reinerem Blute, verzehrt die „sündigen Säfte“, und läutert so das euch von Mir gegebene Werkzeug, den Körper.
Den Spiritismus vergleichst du mit dem „Sturmwinde“, der die geistig eingeschlafenen Elemente im Menschen aufweckt, alles sonst Festgeglaubte und Angelernte über’n Haufen wirft, und dem sonst so fest auf sich selbst vertrauenden Menschen seine geistige Ohnmacht zeigt! Es ist ein Erwachen nach langem Schlafe, aber wie der Sturmwind ebenfalls die Luft läutert und selbe ebenfalls mit neuen Kräften erfüllt, so auch läutert der Spiritismus die Herzen, und legt in sie ein leises und süßes Hoffen auf eine andere Welt, das mit dem Dritten, Meinem Evangelium als säuselnder Wind, endlich der Seele den Frieden ganz gibt, selben befestigt, dauerhaft macht, und so nach langen körperlichen und geistigen Läuterungsprozessen die Seele reif macht, sich mit ihrem Geiste zu verbinden (Wiedergeburt), d.h. ihr den rechten Weg zur dauernden Seligkeit zu zeigen, um so auf diese Art „Mein Kind“ zu werden.
Deswegen, Mein lieber Sohn, beachte diese dir gesagten Worte, überdenke sie wohl, und du wirst, wie von einem hohen Berge aus, die unter dir liegenden Hügel, dir du vorher überstehen musstest, um dort hinauf zu gelangen, als notwendige Stufen erkennen, die alle zu einem, nehmlich zum höchsten Standpunkte, zur Wiedergeburt des Geistes führen. Wende Alles, was dir im Leben begegnet, in dieser Hinsicht an, und du wirst in Bälde mit klarem Blicke die Vaterhand nicht verkennen, die dich und tausend Andere am Gängelbande, wie unmündige Kinder führt, damit ihr nicht fallet, bis ihr kräftig genug, selbst gehen, urteilen und den Führer lieben und schätzen könnt.
Soviel über diese beiden, von dir an Mich gerichteten Fragen; lerne, lebe und liebe danach! „lerne Meine Wege begreifen, lebe nach Meiner Lehre, und liebe über Alles Den, Der sie dir gegeben!“
Dieses ist es, was Ich als Vater dir wünsche, und um diesen Zweck zu erlangen, dich stets mit Meinem Segen unterstützen werde!
NB. Noch dürfte hierhergehören als drittes erfreuliches Zeichen der Zeit die indo-budhistische Theosophie angeführt werden, deren bedeutendes Eindringen (im Abendland und in der Neu-Welt) ebenfalls eine neue Geistesschule edler Art zeigt, um die jetzigen (After-) Kultur-Menschen wieder mehr für Selbsterkenntnis, Selbstverleugnung und geistiges Streben und somit für wahre Geistesbildung zu gewinnen. Von unserer christlichen (deutsch-)theosofischen Sphäre aus erscheint jene Richtung zwar in etwas stoischer Färbung, welche eben gleichsam als eine geistig-aristokratische Vorschule, vielen von Materialismus ec. unbefriedigten, nach Licht suchenden Zeitgenossen trefflich dient, bis sie volles Genüge in Christo finden! Hier nennen wir noch die h. Drama’s v. Seeber. (Chemnitz, M. Winter), welche dasselbe predigen. D. Hsg.
Einschub V.H.
Vergleich aus Kindheit und Jugend Jesu, Band 2, Kap.299, 8-19
Es muß aber jeder Mensch gewisse Schwächen in sich tragen, die da die gewöhnlichen Fesseln des Geistes sind, durch die er wie in einer festen Hülse eingeschlossen ist.
Die Fesseln können aber erst dann zersprengt werden, wenn die mit dem Fleische vermengte Seele sich durch die gerechte Selbstverleugnung also gestärkt hat, daß sie fest genug ist, den freien Geist zu fassen und zu halten.
Aus dem Grunde kann der Mensch eben auch nur durch allerlei Versuchungen seine Schwächen gewahren und erfahren, wie und worin sein Geist geknebelt ist.
Wenn er dann gerade in diesen Punkten sich in seiner Seele selbst verleugnet,
so löset er dadurch dem Geiste die Fesseln ab und fesselt damit die Seele.
Ist dann mit der gerechten Zeit die Seele mit allen den ehemaligen Geistesbanden gefestet, so geht und diese gelangt dadurch in alle himmlische Machtvollkommenheit des Geistes und wird dadurch für ewig vollkommen Eins mit ihm.
In dem Ablösen einer Fessel um die andere aber besteht das Zunehmen der Seele in der geistigen Kraft, welche da ist die Weisheit und die Gnade.
Die Weisheit ist das helle Schauen der ewigen Ordnung Gottes in sich, und die Gnade ist das ewige Liebelicht, durch das alle die endlosen und zahllosen Dinge, ihre Verhältnisse und Wege erleuchtet werden!
Wie aber das beim Menschen also der Fall ist, also war es auch bei dem Gottmenschen Jesus.
Seine Seele war gleich wie die eines jeden Menschen und war mit um so mehr Schwächen behaftet, weil der allmächtigste Gottgeist Sich Selbst in die gewaltigsten Bande legen mußte, um in Seiner Seele gehalten werden zu können.
Also mußte die Seele Jesu auch die größten Versuchungen, Sich Selbst verleugnend, bestehen, um ihrem Gottgeiste die Bande abzunehmen, Sich damit zu stärken für die endloseste Freiheit des Geistes aller Geister, und also völlig Eins zu werden mit Ihm.
Und ebendarin bestand denn auch das Zunehmen der Weisheit und Gnade der Seele Jesu vor Gott und den Menschen, und zwar in dem Maße, als Sich der Gottgeist nach und nach stets mehr und mehr einte mit Seiner freilich göttlichen Seele, welche da war der eigentliche Sohn.
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