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Ich bin ein eifersüchtiger Gott

747.  Ich bin ein eifersüchtiger Gott

Meine Kinder, wenn ihr zu Mir kommt und Mich in eurem Herzen sucht, sucht alleine Mich. Ihr benötigt keinerlei Vermittlung zwischen Mir und euch, weder durch Priester, Geschwister, andere Mitmenschen, weder durch besondere Orte, Gesänge, Zeremonien, immer stellt sich das Vermittelnde zwischen euch und Mich. Ihr braucht auch keine Vorbeter, keine Leiter von Treffen und anderen Versammlungen. Einzig das gemeinsame Schweigen in Meinem Angesichte und die innere Herzenszwiesprache mit Mir ist das, was eure Liebe und euer Gemeinschaftsgefühl zwar vermehrt, doch den inneren, einzigartigen Austausch der Liebe und Aussprache ganz einsam und individuell mit Mir nicht ersetzen kann. Ich sprach: „Von nun an wird Gott weder auf dem Berge noch in Jerusalem angebetet, sondern alleine im Herzen des Menschen im Geiste und in der Wahrheit“. In euer eigenes Herz könnt ihr aber nur alleine eintreten. Euer Heiligtum, das ihr betreten sollt, ist nirgends anders zu finden als im Zentrum eueres eigenen Herzens. Lernet zunächst einmal dieses Heiligtum in euch zu erkennen, zu finden und dann zu Mir dort einzutreten.  Niemand kann euch dahin folgen, niemand kann dort zwischen Mir und euch vermitteln.

Alle anderen Formen, Orte, Riten usw. sind demgegenüber nebensächlich, stehen außerhalb des innersten Heiligtums und hindern eine wahre unmittelbare Gottesbegegnung. „Ihr sollt keine fremden Götter neben mir haben“. Alle Hilfsmittel, alle schönen, erhebenden Gefühle in der Gemeinschaft mit gleichgesinnten Geschwistern sind Vorspiegelungen Meines Gegners, der euch über eure Gefühle beglückt und euch glauben läßt, daß ihr Mich gefunden habt. Was Ich euch zu schenken habe, geschieht in der einsamen Herzenskammer zwischen euch und Mir. Da darf es keine Störungen, Ablenkungen noch so schöner Art und Empfindungen geben. Allein bei Mir, im Herzenszentrum, in der stillen Kammer, abgeschieden von der Welt, ist Meine Wahrheit, Mein Wort, ja, bin Ich selbst zu finden. Daher geht Mir dem Gegner nicht auf den Leim. Mit allen Mitteln versucht er euch von der stillen Einsamkeit mit Mir abzubringen und zerstört mit Feiern, Gemeinschaftstreffen die individuelle Zweisamkeit zwischen euch und Mir und belohnt euch mit ach so schönen Gefühlen. Mein Gegner weiß, wie er euch fangen kann. Die Menschen möchten sich austauschen, gemeinsam erfreuen bei geistlichen Liedern und Gotteslob. Ich aber sagte: „Das höchste Gebet ist die Liebetat untereinander“.

Die einzige Begegnungsstätte aber ist euer Herz, darin ihr alleine nackt und bloß vor Mich hintretet und dort Mich erwartet und damit all das, was kein Auge geschaut, kein Ohr gehört, keines Menschen Herz jemals empfunden hat, was Ich denen vorbereitet habe, die Mich in ihrem Heiligtum wahrhaft aufsuchen und auch dort finden. Das Eingehen durch die kleine, enge Herzenspforte aber geschieht ganz unbemerkt von der Welt und ist der liebende Austausch im Herzen zwischen Vater und Kind, zwischen Gott und Seinem Geschöpf.
So wollte Ich Euch mal wieder in Meiner großen Liebe zu euch warnen, daß ihr die Ränke und Schlingen Meines Gegners durchschaut und beseligende Gefühle kein Garant für eine Begegnung mit Mir sind.
Amen

FG. 5.9.11,  20.05-20.40  Carolus-Krankenhaus

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