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Der Rollstuhl

723.  Der Rollstuhl

Mein Kind, welch eine tiefe Erfahrung hast du gestern gemacht. Eingehüllt in die liebenden und behütenden Arme deines Mannes schwanden alle Schmerzen und jede Form negativer Belastung. Du machtest auch die Erfahrung, wie schwer es dir gefallen ist, deine Gedanken und deine ganze Konzentration in diesem Geschehen zu belassen, wollten doch die Gedanken immer wieder wie ungezähmte Gäule anderswohin springen. Du hast sie gezügelt und sprachst: "Verweile doch du Augenblick, du bist so schön". Ich sagte dir: "Die Liebe kennt keinen Schmerz".
Daher siehe, es fehlt dir nur noch ein kleiner Schritt, daß du dein inneres Haus ja nicht mehr verläßt, sondern an Meiner Brust ruhst und Ich der Handelnde in deinem Leben immer und ausschließlich bin. So siehe auch die Entsprechung in deinem äußeren Leben, daß du dein Wohnhaus deinerseits nicht mehr alleine verlassen kannst und dich ganz dem fürsorgenden Menschen überlassen muß, der dich an der Hand führt oder im Rollstuhl fährt. Siehe Mich und Meinen Willen in allem Geschehen. Die totale Übergabe deines Lebens an Mich ist das Ziel dieses Lernprozesses und du merkst selbst, wie viel du noch zu lernen hast: Geduld, Toleranz, Fünfe gerade sein lassen, fügsam und anschmiegsam zu sein, ganz an Mich hingegeben.
Ja, hilflos bist du, umso mehr zeigst du Mich, deinen eigentlichen Beweger, dein wahres Leben. Je mehr die Materie als bestimmende Triebkraft weicht, umso mehr zeigt sich die Herrschaft des Geistes im Menschen. Sei guten Mutes, auch wenn der Weg nun doch so steil ist und scheinbar deine Kräfte übersteigt. Die letzten Schritte auf den Gipfel sind die, die noch einmal die letzte Kraft abverlangen. Blicke auf dieses Ziel. Blicke auf Mich. Ich lenke dein Leben, nicht nur deinen Rollstuhl.
Amen

FG. 3.3.11,  14.00-15.08 Uhr

Welch eine Wohltat ist es, sich am Herzen Jesu auszuweinen dürfen. Danke!
FG. 8.3.11,  16.30-17.20 Uhr

Viele Mystiker, Heilige, Jünger und Apostel starben einen schmerzlichen Tod. Einzig Dein Johannes nicht und Du hast dies als das Bessere bekannt. Zeige mir, wie Johannes lebte.
Johannes hatte Mich schon zu Meinen Lebzeiten in seinem Herzen gefunden und war im steten Austausch mit Mir. Er wollte Mir nicht deshalb dienen, um Mir Gutes zu tun, aus Liebe, er lebte Mich –absichtslos und unverzweckt– liebte, um der Liebe willen. Er war ganz Liebe geworden, vollkommen eins mit Mir.
FG. 9.3.11,  15.00-16.10 Uhr

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