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Geduld und Ungeduld

702.  Geduld und Ungeduld

Mein Kind, immer wieder mußt du sterben, damit Ich in dir erstehen kann. Deine Seele hat große Mühe, sich aus dem Tal des Todes in der Verstrickung der Materie herauszuwinden in Meine lichten Höhen. Alles muß abgelegt, überwunden werden. Keine Trübung, keine Belastung durch den Schmutz der Welt darf die Klarheit des Gotteslichtes trüben. So spürst du immer wieder, wie der Körper rebelliert und dir den Weg zu Mir verwehren will durch Gefühle, Empfindungen, Bedürfnisse, Unruhe, Beschwerden und vieles mehr. Doch dies muß überwunden werden, und dies braucht Zeit, wie ja auch die Morgennebel vor der Sonne nicht in einem Augenblick aufgelöst werden. Das Liebelicht Meiner Sonne, dem du dich aussetzt, tut seine Wirkung stetig in der Kontinuität deiner Entwicklung, deiner Reife. Nichts kannst du tun, das diesen Vorgang beschleunigt.

Solange du in der Welt bist, mußt du ihre Fesseln immer wieder abstreifen, um in Meine Gegenwart zu treten. Bei jeder Entwicklung, bei jedem Wachstumsprozeß bedarf es der Zeit und der Geduld. Ungeduld und Frühreife haben schon viele gute und schöne geistige Ansätze wieder zerstört. Alles hat seine Zeit. Du darfst nur nicht nachlassen, alle deine Kräfte zur Überwindung körperlicher und seelischer Widerstände einzusetzen. Erst wenn die Frucht reif vom Baume abfällt, ist sie vollendet. Daher laß nicht zu, daß die Stürme und Unwetter der Welt deine Reifung stören. Bleibe innen, sei still, geborgen in der Arche, bei Mir. Belaste dich nicht damit, wenn du Mich nicht wahrnimmst. Ich bin immer da. Sorge nur dafür, daß du bei Mir bleibst. Laß alles auf dich zukommen und sorge dich nicht, auch wenn es noch so schwer ist, Meinen Weg mit dir zu verstehen. Halte aus! Gib nicht auf! "Meinen Jesus laß ich nicht", sei das Wort auf deinen Lippen. Und sei versichert, Ich lasse dich nicht und keines Meiner Kinder.
Amen

FG. 26./27.11.10, 23.00-1.10 Uhr

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