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Ich brauche nur Dich

667.  Ich brauche nur Dich

Mein Jesus, alles um mich ist schal und leer. Nichts stellt mich mehr zufrieden, ist mir erstrebenswert. Alles ist falsch, leer, zerstreuend, faul, nichtig. Wenn ich mir die Frage stelle: „Was will ich jetzt tun?", sind die Tätigkeiten so banal. „Was brauche ich jetzt?" Nichts, nur Dich, mein Jesus, ich brauche nur Dich. Sei Du spürbar in mir, handle Du spürbar und sichtbar aus mir. Ohne Dich bin ich nichts, kann ich nichts, mag ich nichts mehr. Alles ist nichtig. Die Freude früherer Aktivitäten ist dahin. Mein Zustand ist eine Erwartungsspannung, ein ausgerichtet sein auf Zu-Kommendes. Die Wartestellung ist zermürbend, langweilig, die Beschäftigung fragwürdig. Ich weiß, daß Du bei mir bist und dennoch harre ich auf Dich, ein Zustand, der unzufrieden macht und sich undankbar anfühlt. Die Arbeit an mir selbst stockt, gelingt nicht. Immer wieder die alten Fehler, die ich doch nicht will. Immer wieder falle ich, in alte Gewohnheiten, die ich überwunden glaubte. Meine Unzulänglichkeit steigert mein Verlangen nach Dir, da ich ohne Dich nichts bin und kann. Der körperliche Radius ist stark eingeschränkt. Was ist es, was Du willst, das ich auf meinem weiteren Lebensabschnitt tun soll?
Dein Wille geschehe an mir, immerdar.
Amen

Mein Kind, du mußt lernen, untätig zu sein, damit du harrest auf Mich vom frühen Morgen bis zur späten Nacht. Diese Art von Untätigkeit ist geistig die höchste Form der Tätigkeit, so wie im Schweigen die höchste Beredsamkeit liegt. Harre auf Mich, ruhe in Mir, die Tätigkeit auch im Äußeren wird sich einstellen. Die Bereitschaft zum Einsatz ist schon die halbe Tat. Wer nicht bereit ist, hat schon verloren. Denke an die fünf klugen Jungfrauen. Ihre Bereitschaft war die Voraussetzung dafür, daß sie dem Bräutigam entgegen eilten und mit ihm in den Hochzeitssaal einzogen. Dein Bereitschaftsdienst erscheint dir langweilig. Auch der Hammer ruht, bis er wieder in die Hand genommen wird. So sei ge-lassen. Lasse dich ganz und gar fallen. Doch schaue auf Mich, bleibe in der Erwartung, und lasse dich von den Dingen der Welt nicht mehr ablenken. Spüre der Geistvibration nach auch in der Stille und Ruhe. Die banalsten Tätigkeiten in dieser Haltung vollzogen, schaffen dir den Schmuck in deiner jenseitigen Welt.
Und nun siehe auf den Schein der Sonne und siehe, wie sich die dunklen Wolken auflösen. Achte auf die äußeren Entsprechungen in deiner Umwelt als Spiegel deines Herzenszustandes. So ruhe nun in Meiner Nähe und Gegenwart. Wer Mich einmal gefunden hat, mag Mich keinen Augenblick mehr missen. Denke an Jarah, die Mich auch nicht mehr von sich lassen wollte. Doch du weißt, wo du Mich immer finden kannst. Ruhe, Frieden und Glück sei mit dir, Meine Tochter.
Amen

FG. 26.07.2010, 13.30-15.00 Uhr

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